Passives Einkommen – lebenswert? lohnenswert?

Zugegeben: das ist schon sehr verführerisch: passives Einkommen. Einmal etwas aufgebaut und eingestiehlt, fließt das Geld, ohne dass ich wirklich aktiv im Sinne von 1:1 etwas dafür tun muss. Oft genannt werden werden u.a. Einnahmen aus Internetwerbung oder auch aus Online- oder Emailkursen bzw. -coachings zur Persönlichkeitsentwicklung. Ist das Internet eine Geldmaschine? Ist es so einfach?

Ich sehe die Gefahr, dass es schnell um „alten Wein in neuen Schläuchen“ geht – also z.B. vorrangig um Maximierung: Möglichst viel Geld für möglichst wenig Arbeit – z.B. indem ich Geld mit Werbung verdiene? Mich ärgert die Internetwerbung, zum Kaufen veranlasst sie mich nicht. Außerdem: Noch mehr konsumieren??

Und: An wen gerate ich, wenn ich mich z.B. zu so einem Onlinekurs, zu einem Coaching anmelde, um z.B. für mich beruflich oder persönlich etwas zu verändern? Was ist das für ein Mensch, der dieses Angebot entwickelt hat? Auf welchen fachlichen Grundlagen fußt er bzw. sie seine Angebote? Welche menschlichen Werthaltungen stehen dahinter? Wie ist diese Person im zwischenmenschlichen Bereich „gestrickt“? Wie individuell auf die Lebenssituation der einzelnen Person zugeschnitten ist das, wenn einmal ein Selbstlern-Konzept erarbeitet wurde und dies dann in gleicher Form an alle möglichen Leute weitergegeben wird?

Neue Wege zu gehen – auch über das Internet – finde ich interessant, aber für mich ist nicht die Frage, wie ich möglichst wenig dafür tue, möglichst viel Geld zu haben. Ich finde es entscheidender, mich daran zu orientieren, wie ich mit mir selbst, mit anderen und mit den Ressourcen unserer Umwelt so umgehe, dass sich dadurch ein nachhaltiges und lebenswertes Miteinander entwickeln kann.

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