Umfrage zu Minimalismus: Wie war das bei euch?

Minimamuse hat eine Umfrage zum Minimalismus im eigenen Leben gestartet: „Wie war das bei euch?“

 

Hier die Fragen und meine Antworten dazu:

Wann hat das bei Dir angefangen, mit dem Gedanken, minimalistisch leben zu wollen? War da ein Auslöser, oder war das eher schleichend?

mit 13 Jahren  – Rucksackwanderung mit dem Jugendherbergswerk. Alles musste im Rucksack mitgeschleppt werden, also möglichst wenig. Trotzdem ging es mir total gut. Mehr dazu hier: Minimalistische Spurensuche: 70-Jahre 

 

Deine ersten Schritte, etwas zu verändern, kannst Du Dich daran erinnern, uns berichten?
Immer wieder. Ich habs nur lange Zeit nicht bemerkt. Immer, wenn ich gedacht habe: Ok, jetzt musst du mal „normaler“ werden, was anschaffen, die Wohnung vollstellen, dann hat es nicht lange gedauert, bis ich alles mögliche Zeugs wieder entrümpelt und weggeworfen habe. Das hat sich dann immer wieder toootaaaal gut angefühlt. Die Erkenntnis, dass ich minimalistisch „ticke“ kam schleichend. Den genauen Zeitpunkt kann ich nicht mal genau benennen.

 

Würdest Du Deine Anfangstätigkeiten auch anderen anraten, die gerade jetzt erstmals das Bedürfnis haben, mit weniger besser zu leben?
Einfach ausprobieren und erstmal mit allem weg, was eh nervt, überflüssige Stehrümchens, Nippes, Geschenke von „Tante Erna“ und Co. Uralte Unterlagen aus Schule, Ausbildung zu entsorgen (schön klein reißen!!) hat sich bei mir besonders schön angefühlt.

 

Was hältst Du von diesem … jeden Tag ein Teil weniger-Ding?
Dazu habe ich selbst keine Antennen. Ich minimalisiere lieber gleich mehr Zeugs. Aber das ist persönlich sehr unterschiedlich und kann dem ein oder anderen durchaus helfen.

 

Dein(e) Gefühl(e) in Zusammenhang mit #minimalismus. Beschreibe sie uns!
Selbstbestimmung, Befreiung, Unabhängigkeit!!

 

Was war Dein gefühlt schlimmster “Rückschlag”?
Vor einigen Jahren, als ich etwas mehr Geld, aber auch mehr Arbeitsfrust hatte, habe ich gerne und häufig elektronische Gadgets gekauft. Klarer Fall von Frust- und Stresskauf.

 

Würdest Du sagen #minimalismus ist eine Lebenseinstellung?
Ganz klar: Ja!!

 

Was soll das denn sein, das “besser” als Besitz ist?
Siehe Nr. 5 und: Klarheit, weniger Aufräumen, Putzen, Waschen, weniger Shoppingtouren durch laute Kaufhäuser, weniger Reizüberflutung. Mehr Ich-Sein.

 

Benenne uns Deine größte Bereicherung, die durchs Minimalisieren geschah.
Reduzierte Arbeitszeit, ich bin entspannter, orientiere mich sehr viel mehr an meinen wirklichen Bedarf.

 

Was findest Du immer noch hart, bei Deinem minimalistischen Leben?
Das ich manchmal große Lust habe, 99% aller Dinge zu entsorgen und in einer Hütte im Wald zu leben. Das würde mir allerdings langfristig nicht gefallen, da der nächste Lebensmittelmarkt zu weit weg wäre und ich wirklich nur sehr ungern und nicht gut gärtnere 😉

 

Was beglückt Dich am meisten, bei Deinem minimalistischen Leben?
Ich fühle mich freier, weniger Arbeitstretmühle. Und: Es passt einfach besser zu mir. Es ist meine Art, wie ich bin, ich muss mich nicht in irgendeine Konvention oder Mode zwängen.

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