Was mich berührt

Dies ist ein Gastbeitrag von Tanja Heller.
Tanja Heller ist Profi-Texterin, Minimalistin, Minimalismus-Bloggerin, Autorin.
Herzlichen Dank, Tanja für diesen wunderbaren Beitrag!

 

Eine Frau zieht ihre Strümpfe auf der Straße aus und schenkt sie einem barfüßigen Flüchtlingsmädchen. Das Kind hat ein Leuchten in den Augen. Ich: Tränen.

Dieses Ereignis bewegt mich noch tagelang. Warum? Es geschieht direkt vor meiner Haustür. Man geht Brötchen holen und ist mittendrin in der Völkerwanderung. Ich habe zwei Jahre lang freiwillig meinen Besitz reduziert. Doch diese Menschen haben alles verloren.
Es erinnert mich an meine erste Begegnung mit einem Flüchtling. Eine winzige, schwarze Hand liegt in meiner. „Ist das Schokolade,“ fragen mich die anderen Kinder. Sie kennen nur die Kinder in ihrer Straße. Dann werden sie Freunde.

Seit 1990 habe ich das große Glück, mitten in Deutschland mit einer somalischen Familie befreundet zu sein. Danke, dass Ihr hier lebt!

 

Unser Konsum wirkt sich aus
Wer zahlt den Preis für unseren ressourceintensiven westlichen Lebensstil? Millionen Menschen. Weltweit! Unsere Handtasche ist ihr Leben im Slum von Kalkutta, unser Handy die Hölle in der Coltan-Mine. Die Valentins-Rose ihr Kampf um Wasser. Für dein Schnäppchen zahlt die Näherin und unser Fleisch macht Hunger!

 

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Tanja Heller ist Freie Werbetexterin und Minimalistin aus Leidenschaft. Sie bloggt auf Minima Muse und Experiment Selbstversorgung über Minimalismus und einfaches Leben.

Mehr über Tanja Heller auf ihrer Website: www.texterin-mit-biss.de und in ihrem Buch Minimalismus 13 Porträts: http://www.epubli.de/shop/buch/Minimalismus-Tanja-Heller-9783737535830/45183

 

 

 

 

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#bloggerfuerfluechtlinge

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4 Kommentare

  1. Hallo Tanja!

    Schön, wieder von Dir zu lesen! Ich freue mich, dass Du doch nicht ganz verschwunden bist in der Bloggerszene.

    lg
    Maria

  2. Liebe Tanja,
    Wahre Worte. Auch ich schränke mich so weit es geht im Konsum ein. Mein Handy ist 7 Jahre in meinem Besitz. Fleisch gibt es bei uns nur 1-2 mal in der Woche, dann aber Bio. So ganz mag ich noch nicht drauf verzichten.
    Wobei auch die Tatsache, das für ein kg Rindfleisch fast 15000 Liter Trinkwasser verbraucht werden, und auch die Produktion eines Autos verbraucht Unmengen davon.

    Würde jeder Bürger der Industriestaaten nur 1-2 mal pro Woche auf Fleisch verzichten, gebe es keine Massentierhaltung und keinen Hunger mehr, so habe ich mal gelesen. Auch diese Zahlen machen nachdenklich. Mehr dazu auf http://blog.finde-dich-selbst.net/fleisch-aus-massentierhaltung/
    Hg Frank

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