Alltagsachtsamkeit – Stress lass nach!

Gerade in den letzten Tagen und Wochen ist mir immer wieder deutlich geworden, wie wohltuend es ist, kleine Achtsamkeit-Inseln in den normalen Tageslauf einzubauen. An manchen Tagen fühle ich mich einfach mehr belastet, als an anderen. Das können die vielen anstehenden Termine sein, die allseits verstopften Autobahnen, die sich auftürmende Arbeit, wichtige Besprechungen oder das Organsieren meines bevorstehenden Umzuges. Es gibt auch Zeiten, wo ich merke, dass ich – warum auch immer – einfach „schlecht drauf bin“, ich fühle mich gestresst oder es läuft einfach nicht richtig rund. Gerade in diesen Zeiten entdecke ich, wie gut es ist, mit Hilfe von Alltagsachtsamkeit aus dem negativen Strudel wieder herauszufinden. Doris Iding hat in ihrem Buch „Der kleine Achtsamkeitscoach“ einige Übungen zur Alltagsachtsamkeit beschrieben. Zwei dieser Übungen stelle ich nachfolgend vor, die ich als besonders hilfreich erlebe. Sie helfen mir, aus dem Strudel von Stress, Unzufriedenheit und automatischen Reaktionen heraus zu finden und wieder ruhiger, konzentrierter und präsenter zu werden:

Einen Umweg machen
„Machen Sie einen Umweg. Gehen Sie an Tagen, an denen Sie das Gefühl haben, es vor Stress kaum auszuhalten, nicht mit Sieben-Meilen-Schritten ins Büro, sondern machen Sie ganz bewusst vom Parkplatz oder von der U-Bahn aus einen Extragang – Schritt für Schritt, am besten in Zeitlupe – um den Block. Auch wenn Ihr Verstand erst einmal kurz am Rädchen drehen wird, werden Sie nach nur wenigen Metern innerlich zur Ruhe kommen – und die Dinge im Büro mit etwas mehr gesundem Abstand angehen.“
[Quelle: Doris Iding: Der kleine Achtsamkeitscoach, Gräfe und Unzer-Verlag, E—Book, Kapitel „Auf dem Weg der Achtsamkeit bleiben“.] 

 

Zur eigenen Mitte finden
Stellen Sie das Radio ab. Sitzen Sie so aufrecht wie möglich und mit geradem Rücken. Die Zunge liegt entspannt am Gaumen. Die Hände ruhen locker auf den Oberschenkeln. Blicken Sie entspannt geradeaus, ohne etwas Bestimmtes zu fixieren.Nun lenken Sie die Aufmerksamkeit auf den Atem. Beobachten Sie, wie er ganz von selbst kommt und geht. Begleiten Sie den Atem mit einer sanften Bewegung der Hände: Beim Einatmen zeigen die Handflächen nach oben. Stellen Sie sich vor, dass sie dadurch Energie aufnehmen, die Sie unterstützt, zu Ihrer eigenen Mitte zu kommen. Beim Ausatmen zeigen die Handflächen nach unten. Nun stellen Sie sich vor, dass Sie Stress und Nervosität abgeben. Bleiben Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit ganz beim Atem. Wenn die Gedanken immer wieder zum bevorstehenden Termin abschweifen, dann sagen Sie am besten beim Einatmen »ein« und beim Ausatmen leise »aus«.“
[Quelle: Doris Iding: Der kleine Achtsamkeitscoach, Gräfe und Unzer-Verlag, E—Book, Kapitel: Achtsamkeit im Alltag]

 


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2 Kommentare

  1. Hallo Gabi!

    Wenn ich einen stressigen Tag vor mir habe, dann fahre ich in der Früh 15-20 Min früher zur Arbeit und gehe dort noch in einem kleinen Park spazieren bevor ich zu arbeiten beginnen.

    Das hilft mir über den Tag, weil ich schon etwas für mich selbst gemacht habe und ein bisschen Bewegung hatte.

    Danke für die tollen Achtsamkeitstipps!

    lg
    Maria

    • Hallo Maria, die 15-20 Minuten sind wirklich eine klasse Investition ins persönliche Wohlergehen. Das kenne ich auch – allerdings leider ohne Park. Trotzdem gut. Auf dem Rückweg mache ich das zunehmend auch so. Es ist so wohltuend.

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