Fernsehbeitrag: Minimalismus als Lebensstil

Ein Fernsehbeitrag mit mir zu Minimalismus als Lebensstil ist über den Link unten zu sehen.

Die Aufnahmen entstanden in meiner Wohnung, es ist also auch eine Minimalismus-Roomtour. Meine Sicht zu Minimalismus kommt in den Aussagen vor, die ich in dem Beitrag auch selbst mache. Die anderen Beschreibungen und Sichtweisen stammen von SAT1NRW und sagt etwas über deren Verständnis dazu aus.

Link zum Fernsehbeitrag: https://www.sat1nrw.de/aktuell/minimalismus-als-lebensstil-168014/

Foto: Links Gabi Raeggel sitzend, rechts Reporterin sitzend mit Mikrofon, hinter ihr stehend der Kameramann mit TV-Kamera und Stativ

 

13 Kommentare

  1. Klasse! Sehr gelungen. „Verzicht“ und „krass“ stört mich allerdings in dem Zusamenhang immer, weil wertend. Geniesse gerade meine Klemmfixrollos. Vielleicht auch eine Lösung für deine Fenster. Weil du neulich gefragt hast. Schnell angebracht. In weiss gar nicht auffallend.

    lg – Tanja

  2. Hallo Tanja, Danke! Normalerweise kann ja jede/r werten, wie er lustig ist. Aber von Journalisten erwarte ich normalerweise schon neutralere Formulierungen. Aber da dies weniger über mich etwas aussagt, sondern mehr über die BerichterstatterInnen, kann ich damit gut leben 😉
    Ich habe inzwischen ein Verdunkelungsrolle. Dies ist am Fenster befestigt, da der Platz (wg. d. Dachgaube) darüber nicht ausreicht. Ich wollte eigentlich zusätzlich Plisseerollos, aber dafür reicht der Platz nicht. Am Wochenende habe ich weiße, leicht durchscheinende Gardinen genäht, die ich bei starker Sonneneinstrahlung wegen Blendschutz vorziehe (ist im Film oben noch nicht zu sehen).

  3. Liebe Gabi,

    ich lebe seit 3 Jahren als (relative) Minimalistin. Ich habe c. 70% meines Besitzes gespendet und verschenkt und es ist so unglaublich befreiend. Trotzdem habe ich immer wieder Schwierigkeiten, mich vom „allgemeinen Luxusstreben“ zu distanzieren. Gerade weil ich auch ausgeprägte Ästhetin bin und als HSP nicht über Details wegsehen kann, ist es manchmal schwierig, z.B. dem „Streben nach Schönheit und Perfektion“ den Rücken zu kehren bzw. MEINE Balance von Weglassen und Ästhetik zu finden. Aber ich bin auf dem richtigen Weg und das ist das Wichtigste.
    Deine Wohnung hat etwas sehr „geerdetes“, das gefällt mir sehr gut.

    • Hallo Steffi, wow 70% – das war ja eine Menge Arbeit.
      Ich finde, dass gerade durch den entstehenden Raum, durch den Platz, der durch das Weglassen entsteht, eine Menge Ästhetik stecken kann. Sie ist nur erstmal ungewohnt. Ich genieße dann aber durchaus auch das vermeintlich Unperfekte, z.B. die ungleichmäßige Strukturierung von Holz, z.B. von meinen Holzschränken oder dem Dielenfußboden. Wäre das alles glatt und gleichmäßig, würde es trotz des eigentlich warm wirkenden Holzes schnell kalt wirken und um das zu verhindern, müsste ich wieder was hineinstellen. Aber das ist sicher auch Geschmacksache.

      • Liebe Gabi,

        dein Satz, „Ich genieße dann aber durchaus auch das vermeintlich Unperfekte“, hat mich sehr berührt. Ich bin – wie ich schon schrieb – Perfektionistin und Ästhetin und stehe mir dadurch sehr oft im Weg, weil ich beide Prinzipien oft über meine ureigenen Bedürfnisse stelle. Das ist nicht gut und ich will das nicht mehr. Dein Satz hat etwas in mir bewegt und kam zur richtigen Zeit. Vielen vielen Dank dafür!

        Liebe Grüße
        Steffi

  4. Ich „entrümpel“ mich seit Monaten – in kleinen Schritten, soweit wie Du Gabi (und andere) bin ich noch lange nicht, ich weiß auch noch nicht, ob ich das so will, merke aber, es ist ein Prozess, der sich immer weiter entwickelt und lebt! Es ist auch sehr spannend für mich!

    Du schläfst (laut TV Bericht) auf einer Art Iso Matte?! Nutzt du Bettzeug? Ich denke, es könnte schwierig werden, „im Alter“ sich von so weit unten nach oben zu hieven …

    • Hallo SuMu, nein, keine „Art Iso-Matte“ – das war die Interpretation des SAT1NRW-Teams. Keine Ahnung, ob die es nicht verstanden hatten oder wollten … Es ist ein Futon, irgendwo im Beitrag erwähne ich es auch. In asiatischen und vielen arabischen Ländern ist dies etwas ganz normales und nicht so ungewöhnlich wie hier. Bettzeug: Ja klar, war aber nicht zu sehen, da es tagsüber nach dem Lüften hinter der Tür (links vom Schrank) auf einer Holzkiste (Wäschetruhe) lagert. Wie das so „im Alter“ funktioniert – keine Ahnung, aber mit 56 Jahren bekomme ich es noch locker hin. Ich trainiere ja sozusagen täglich 😉 . Um beweglich zu bleiben, muss man sich halt bewegen. Ich würde im Bedarfsfall auch eher ein Podest bauen, als wieder zum „normalen“ Bett zurück zu kehren.

  5. Hallo Gabi!

    Dein Kommentar stimmt wohl, gerade der letzte Satz sagt wirklich mehr über die Journalistin als über Dich aus.

    Das mit dem Futon ist wirklich praktisch, fast so praktisch wie die Hängematte, die Herr Widerstand genutzt hat in seiner Wohnung. Die war auch am Tag weg geräumt in der Ecke, das finde ich schon sehr genial!

    Danke für den Einblick in Deine Wohnung!

    lg
    Maria

    • Hallo Maria, also was den Platz angeht, ist eine Hängematte natürlich konkurrenzlos, auch wenn ich mir schwer vorstellen kann, wie man da eine ganze Nacht schlafen kann. Aber es soll funktionieren, habe ich schon öfter gehört.

  6. Hallo Gabi,

    ich bin etwas schockiert von den Formulierungen seitens des Fernsehteams im Beitrag. „[…] das Heiligtum einer jeden Frau […]“ – sagt das womöglich auch etwas über die Zielgruppe des Fernsehsenders aus?

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Phillip, gerade über diese Aussagen habe ich mich auch gewundert. Heiligtümer gehören für mich in den Bereich von Religion – egal welche – aber gewöhnliche Schränke mit gewöhnlichem Inhalt sollten doch niemals heilig sein.
      Konsum als Religion? Kleidung als Religion? Vergöttern wir unseren Besitz? Erklären wir unseren Überfluss für heilig und all die Kleidung, für die in Bangladesh tausende Menschen gestorben sind, etwa auch? Und was ist mit den Flüssen, die mit den Giftbrühen aus den Nähfabriken verseucht werden, mit den Arbeiter_Innen, die an den Dämpfen krank werden und all den Resscourcen unserer Erde, die wir verbrauchen, als hätten wir endlos weitere Planeten im Kofferraum? All das ist egal, weil angeblich Frauen einen Heiligtum-Kleiderschrank haben wollen, obwohl der meiste Inhalt überhaupt nicht wirklich notwendig wäre? – Solche Heiligtümer sind definitiv nicht meine Heiligtümer! – Aber diese Art von Aussagen sagt möglicherweise dann doch auch etwas über den realen Zustand eines nicht unerheblichen Teils unserer Gesellschaft aus.

  7. Mein Kleiderschrank ist auch nicht mein Heiligtum, und mir relativ egal. Andere Formulierungen hier und da wären vielleicht schöner gewesen, aber ich denke, so passt es etwas zur Hauptzielgruppe des Senders.
    Und ich glaube, es gibt heutzutage genug Leute, denen eine Isomatte vielleicht was sagt – aber Futon? Hä?!?

    Mir hat deine Wohnung so gut gefallen – und auch die Ordnung im Kleiderschrank! Herrlich! So in die Richtung möchte ich dann leben, wenn ich einigen Jahrzehnten (mindestens zwei vermutlich ;o)) wieder in einem Haushalt ohne Kinder lebe.

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