Minimalismus, Bedürfnisse und Finanzen – die Finanz-Pyramide

Welches Bedürfnis will ich mir mit einem Kauf wirklich befriedigen?

Was für ein tatsächliches (und nicht vorgeschobenes) Bedürfnis befriedige ich eigentlich, wenn ich mir z.B. das neueste Smartphone, die schicke Jeans, das elegante Möbelstück, usw. kaufe? Welchen Vorteil habe ich wirklich davon? Ist ein Gegenstand notwendig? Dient es meiner existentiellen Sicherung? Möchte ich mich mit einem geliebten Hobby selbst verwirklichen? Möchte ich gegenüber Freunden, Nachbarn glänzen, möchte ich „mithalten“ können? 

 

Die Frage nach dem Wesentlichen

Minimalismus als Lebensstil ist die Frage nach dem Wesentlichen und der Verzicht auf Überflüssiges. Welche Dinge, Aktivitäten, Bedürfnisse haben Vorrang? Was konsumiere ich und was auch nicht? Was ist wirklich wichtig für mich? Um die Frage nach dem Wesentlichen beantworten zu können, muss ich mir über meine Bedürfnisse klar werden und zudem die Übersicht behalten, welche dieser Bedürfnisse wirklich wichtig, relevant und vorrangig zu erfüllen sind und welche auch ggf. nicht.

 

Die Hierarchie der Bedürfnisse – die Finanz-Pyramide

Bei der Beantwortung der Frage nach dem wirklich Wesentlichen, finde ich die Bedürfnishierarchie nach Maslow hilfreich. Daher habe ich diese Bedürfnishierachie ein wenig angepasst und die Frage der Priorisierung und Hierarchisierung von finanziellem Aufwand für die jeweiligen Bedürfnissen in den Mittelpunkt meiner Überlegungen gestellt. Entstanden ist dabei die unten zu sehende „Finanz-Pyramide“  Es gibt grundlegende und existentielle Bedürfnisse – ich nenne dies gerne „Essen, Trinken und ein Dach über dem Kopf.“, für die ich entsprechend erstmal Geld einplanen muss. Darauf bauen andere Bedürfnisse und somit Ausgaben auf.

Berücksichtigt werden muss, dass diese Finanzpyramide lediglich beispielhaft ist und natürlich nicht alle Lebensbereiche und Möglichkeiten umfasst. So sind z.B. finanzfreie Sicherung persönlicher Bedürfnisse nicht enthalten, wie z.B. der eigene Garten, Sharing-Economy, abbezahltes Eigentum, usw..  Es geht lediglich darum, die persönlichen Bedürfnisse nach vorrangig und nachrangig einordnen zu können. Außerdem eröffnet es die Frage nach möglichen Alternativen.

 

Nachfolgend die Finanz-Pyramide. Sie ist alternativ auch als PDF-Download  erhältlich, sowie ein Download mit einer Textbeschreibung für Sehbehinderte: Finanzpyramide – Beschreibung für Sehbehinderte

Bild der Finanzpyramide. Für Sehbehinderte ist ein alternativer Textdownload verfügbar.

 

 

Ein paar ergänzende Beispiele zum Umgang mit den persönlichen Bedürfnisse, deren Notwendigkeit und evtl. Alternativen:

Wenn eine Möglichkeit gefunden wird, wie die grundlegenden Bedürfnisse nach Nahrung und Wohnen kostengünstiger gestaltet werden können (z.B. kleinere Wohnung, selber kochen, saisonal einkaufen, etc.), bleibt mehr Geld für andere Bedürfnisse, die ich mir dann leichter erfüllen kann. Oder ich stelle fest, dass ich mir mit dem Kauf von diesem oder jenem Teil mein Geltungsbedürfnis befriedige. Nun kann ich überlegen, ob der Kauf dafür wirklich passend ist. Oder ich frage mich, woher dieses Geltungsbedürfnis kommt? Gibt es etwas, was mir vielleicht besser helfen kann?  Möchte ich vielleicht meine Unzufriedenheit übertünchen, weil das Lieblingshobby schon lange bracht lieg?  Oder fehlt mir die soziale Anerkennung oder der soziale Kontakt? Welche Alternativen gibt es vielleicht noch und was ist evtl. sehr viel passender?

 

Zum Weiterlesen:
Die Bedürfnishierarchie nach Maslow:

 

 

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