#Konsumauszeit – das Leben achtsamer gestalten

Als ich las, dass Svenja und Marc (Twitter: @apfel_maedchen & @sadfsh) ihre jährliche #Konsumauszeit für November angekündigt haben, kam mir spontan der Gedanke: Das ist es. Eine prima Mitmach-Aktion. Meine Motivationen:

Wir leben in einer hochkomplexen Gesellschaft. Unser Alltag ist oft rastlos. Wir sind konfrontiert mit Arbeitsverdichtung, Sorge um Arbeitsplätze und nicht wenige Menschen mit einer grottenschlechten Bezahlung. Wir konsumieren in der Regel viel zu viel, deutlich über unseren wirklichen Bedarf hinaus, manchmal auch komplett an unserem Bedarf vorbei. Damit schaden wir der Natur, anderen Menschen und letztlich sogar uns selbst. Unsere Meere vermüllen mit Plastik, die Vielfalt in der Natur geht bedenklich und dramatisch zurück, der Klimawandel ist bereits deutlich zu spüren – und wir beschäftigen uns noch immer mit dem neuesten Smartphone, der nächsten Flugreise in den Urlaub und quälen uns an Wochenenden durch die Shoppingcenter der Städte. Wie verrückt ist sowas? Manchmal kommt es mir vor, als laufen wir ständig irgendwelchen „Konsum-Schnullern“ hinterher und wollen einfach nicht wahr haben, dass uns diese Konsum-Schnuller immer hungrig zurücklassen werden.

Skizzierter Schnuller, bei dem der vordere Teil als Handy dargestellt ist

 

Natürlich bin auch ich Teil dieser Gesellschaft. Seit einiger Zeit bemerke ich, dass ich zwar nicht ständig irgend etwas kaufe, schon gar nicht unnötige Dinge. Aber ich habe ständig Ideen für Käufe im Kopf. Es ist ein ständiges ideenreiches Gedankenkreisen, aber ohne auch nur einen Schritt weiter zu kommen. Wer sich aber ständig im Kreis dreht, muss sich nicht wundern, wenn es ihm oder ihr schwindelig wird. Vermutlich sind es einfach Ablenkungen vom eigentlichen Thema, welches mich parallel beschäftigt:

 

Weniger ist mehr – beim Konsumieren, aber auch beim Meditieren

Zumindestens bei mir ist das so. Mit einigen körperlichen Einschränkungen, die ich nunmal habe, kann ich im Alltag inzwischen ganz gut leben, aber gerade bei den formalen MBSR-Achtsamkeitsübungen gelange ich durch diese Einschränkungen ständig an Grenzen und in Überlastungssituationen. Auch wenn ich einige Yogaübungen inzwischen weglasse oder verändere und sehr auf mich achte, bleibt es schwierig. Ein von Geburt an unzureichend ausgebildeter Lendenwirbelbogen wächst nunmal auch mit intensiver Meditationspraxis nicht zusammen, erschwert aber das Üben ebenso, wie meine Schwerhörigkeit, wenn ich an einer Meditationsgruppe teilnehme.

Ich möchte dieses Jahr die #Konsumauszeit nutzen, um Alternativen für unsinniges Gedankenkreisen ums Konsumieren, aber auch neue Wege für Achtsamkeit und Meditation zu finden – integriert in meine ganz normalen Alltagsabläufe. Und genau hier passen dann auch vielfältige Ideen hin. Mal schauen, ob und was mir hierzu einfällt.

Über meine Erfahrungen und Erlebnisse werde ich im Verlauf des Novembers hier auf der Webseite dann noch berichten. Wer informiert werden möchten, kann sich unten für den Newsletter anmelden.

Informationen zur #Konsumauszeit hier: https://t.co/vQzW9G1uOR?amp=1

 

 

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6 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Text. Ich kann mich nur anschließen… Ich und mein Freund leben gerade ein Experiment. Seit einer Woche versuchen wir nur mit dem Geld auszukommen, was 2 Arbeitslose zur Verfügung haben. Da wir aber privilegiert sind, und einen Garten haben, wo es immer noch viel zu ernten gibt: Kartoffeln, Rosenkohl, Sellerie, Litschi, Feigen, Himbeeren, kaufen wir mit unserem kleinen Budget nur Bioessen 90 Prozent Plastikfrei. Nach einer Woche haben wir unseren Müll dadurch drastisch reduziert, wir joggen wieder anstatt Sauna zu besuchen. Wir suchen nach Alternativen: Haben Seife, Creme hergestellt, bestimmt 15 kg Walnüsse gesammelt. Wir machen es vor allem als Konsumauszeit, wir wollen auch wissen, wie es den vielen arbeitslosen Menschen geht, oder denen, die von ihrem Verdienst kaum leben können. Wir wollen unsere Vorräte, auch wenn es nicht viel ist, aufbrauchen….Wir wollen die Umwelt noch mehr schonen… Ich habe auch mein Smartphone endgültig abgeschafft, und hoffe, ich werde auch in der Zukunft kein Handy mehr haben müssen, ich werde dann über unser Experiment berichten….. Liebe Grüße und noch mal danke, es gibt mir Hoffnung, dass es viele Menschen gibt, die etwas bewegen wollen. Liebe Grüße

    • Hallo Martin, das ist ja wirklich klasse und sehr beeindruckend! Ich freue mich schon auf den Bericht zu eurem Experiment. Wie ist sowas zeitlich zu schaffen?

  2. Wow das ist echt ein richtig toller Text. Habe mal einen Handyurlaub gemacht über einen Monat lang und das tat echt super gut. Einfach mal nicht erreichbar zu sein und die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben achtsam anzuerkennen. Das Leben zu ERleben.
    Bin gespannt auf deine weiteren Berichte und wünsche dir einen schönen Wochenstart

  3. Nanne/Nadine

    Hallo Gabi,
    ein schöner Text und spannend, dass du über Käufe nachdenkst. Das hätte ich gar nicht erwartet. Ja, ich hätte gedacht, dass Thema erledigt sich im Kopf.

    Ich habe gerade vor 5 Minuten darüber nachgedacht, dass ich gar nicht den ganzen Tag super achtsam leben will, sondern das ich es so mag, das Leben wie es jetzt ist. Achtsamkeit und Bewusstsein und Bewusstheit, wo es mir gut tut, aber eben auch ohne einen Zwang. Ich mag mein immer wieder gut gefülltes Leben und meine wichtigen Aus- und Ruhezeiten. Besonders die Balance dazwischen.
    Liebe Grüße Nadine

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