Finanzen optimieren und vereinfachen

„Identify the essential, eliminate the rest.“ – „Identifiziere das Wesentliche, entferne den Rest“. Dieser so geniale und wunderbare Satz des Minimalisten und sechsfachen Familienvaters Leo Babauta, bringt es auf den Punkt.

Die Grundlage der Finanzoptimierung

Seit längerem beschäftigt mich, meine Finanzen zu optimieren und zu vereinfachen. Es ist sehr entlastend, wenn ich schaue, welche regelmäßig wiederkehrenden Kosten wirklich wesentlich sind und welche eben nicht. Diesen Bereich zu optimieren, finde ich ausgesprochen spannend und interessant. Es ermöglichst mir nicht nur in Teilzeit arbeiten zu können, sondern auch bei den anderen Ausgaben flexibler zu sein. Ich greife mal einige Optimierungsbeispiele heraus:

Die Grundlage jeder finanziellen Optimierung ist immer mein Haushaltsbuch. Das ist eine einfache Tabellenkalkulation, die ich für meine finanzielle Übersicht seit langer Zeit nutze. Immer enthalten sind dort alle Festkosten, bei den veränderlichen Kosten variiere ich in der Gründlichkeit. Nicht jeder Kleinkram muss nach so langer Zeit ständig bis ins Detail notiert werden. Dann staffele ich nach Priorität. Nomadentum ist nicht meins. Das Wichtigste ist daher erstmal, ein Dach über dem Kopf zu haben. Also ist die oberste Priorität die Miete, sowie Heizung (Gastherme) und Strom.

Energiekosten

Ich gönne mir und der Umwelt einen Anbieter mit Ökostrom und Ökogas. Seitdem ich regelmäßig 1 x im Monat sowohl meinen Gas-, als auch meinen Stromverbrauch selbst ablese, hat sich schrittweise mein Energieverbrauch gesenkt. Dazu brauche ich nicht irgendwelche sog. intelligenten und superteuren Stromzähler (die ja als solches auch wieder Strom verbrauchen…). Ich gehe einfach kurz in den Keller und schaue nach dem aktuellen Stand – fertig. Der inzwischen deutlich reduzierte Verbrauch liegt vermutlich daran, dass ich mich immer am Monatsende damit befasse, was ich so an Strom verbraucht habe. Da entsteht von ganz allein die Frage, warum es wohl jeweils mehr oder weniger geworden ist.

Beim Strom liege ich derzeit mit Waschmaschine, Kühlschrank, Gastherme (die auch Strom verbraucht) und was ich sonst so habe, unter 600kwh im Jahr. Früher war es mindestens das 2 ½-fache. Im Laufe der Jahre habe ich auf LED-Birnen umgestellt, ich nutze eine bzw. zwei Induktionskochplatten, habe eine energiesparenden Kühlschrank, usw.. Ich verzichte sehr gerne auf die endlose Auswahl an elektrischen Küchengeräten. Die nehmen eh nur Platz weg. Unterhaltungsgeräte wie Fernseher, Radio, Stereoanlage sind mir nicht wichtig. Diese habe ich im Laufe der Zeit durch Laptop und Smartphone ersetzt. Für meinen Bedarf reicht dies locker und es ist außerdem sehr komfortabel.

Internetkosten

Ein weiteres Beispiel sind die die Kosten für das Internet Zuhause, sowie die Kosten fürs Telefonieren und das mobile Internet. Ab Juni nächsten Jahres habe ich einen neuen Vertrag für das Zuhause-Internet gefunden. Es ist tatsächlich wieder Unitymedia, aber über Eazy.de vermittelt für 11,99€ im Monat. Der Preis war konkurrenzlos und ausschlaggebend. 20 Mbit/s Download und 1 Mbit Upload reichen mir.

Kosten für das Smartphone

Lange Zeit habe ich nun auch meine Smartphonenutzung beobachtet. Ich telefoniere eher wenig, schreibe lieber. Dies dürfte u.a. an meiner Schwerhörigkeit liegen. Das mobile Internet ist nur dann an, wenn ich es gerade benötige. Ansonsten ist es aus – und damit Ruhe und weniger Verbrauch. Ich habe zwei Messenger mit denen ich chatten kann (WhatsApp ist wegen des desolaten Datenschutzes nicht dabei). Vorrangig nutze ich aber das E-Mail-Programm zur Kommunikation. Am Laptop ist dies sehr bequem und komfortabel.

Die 9,99€ Prepaidkosten für das Smartphone mit 1,5 GB Internet und 250 Einheiten Telefon/SMS, waren mir aber zu hoch, ich benötige nicht so viel. Bei O2/Eplus reicht mir die Tonqualität noch immer nicht zum Telefonieren. Aber Lidl hat im D2-Netz ein Paket für 4,99 in 4 Wochen – 500MB Internet und 100 Einheiten Telefon/SMS. Das passt für meinen Gebrauch, zumal es sich auch mal über die Messenger im WLAN-Netz telefonieren lässt – erstaunlich, dass ich dort in der Regel genügend verstehe.

Weniger Festkosten = entspannter leben

Dies sind nur einige, wenige Beispiele. Je weniger feste, regelmäßige Kosten, je optimierter dieser Bereich ist, desto flexibler und entspannter bin ich dann logischerweise in den anderen Bereichen. Ich kann mir dadurch auch mehr hochwertige Lebensmittel in Bioqualität leisten.  Es ermöglicht mir auch, mir hochwertigere, nachhaltigere, langlebigere und schönere Produkte kaufen zu können. Ein kleines Beispiel ist das Teesieb und die Zitronenpresse aus Edelstahl. Beide Teile sind plastikfrei und so stabil, dass ich mir so etwas in meinem Leben sicher nicht noch einmal kaufen muss.  Jedes Mal, wenn ich solche Dinge benutze, habe ich viel Spaß daran.

Teesieb und Zitronenpresse aus Edelstahl

Das Leben vereinfachen

Finanzen optimieren ist für mich nicht unbedingt diese zu maximalisieren. Minimalismus ist für mich nicht, möglichst wenig Dinge zu besitzen. Entscheidender ist vielmehr, das eigene Leben zu vereinfachen und mich auf das für mich Wesentliche zu konzentrieren. Es geht mir darum, genau das heraus zu greifen, was zu mir und meinem Leben am besten passt und womit ich mich wirklich wohlfühle – und zwar, ohne dass ich irgendwelche finanziellen Klimmzüge und Belastungen habe, stattdessen viel mehr wirklichen Lebensgenuss.

Update: 9/2018: Sehenswertes Video des WDR: „…Doch die Gier war größer…“ 10 Jahre nach der Finanzkrise: Die Party der Banker geht weiter 
verfügbar in der WDR-Mediathek bis 5.9.2019

23 Gedanken zu „Finanzen optimieren und vereinfachen“

    1. Hallo SuMu, ich habe bei Eazy einen neuen Vertrag gemacht. Der läuft aber erst ab Juni nächsten Jahres – nach Ablauf des alten Vertrages. Die Antragsstellung lief bei Eazy aber völlig problemlos. Letztlich ist Eazy nichts anderes als ein Vermittler eines Unitymedia-Vertrages mit etwas anderen Down- und Upload-Raten. Es wird also alles letztlich alles wie bei Unitymedia laufen, aber der Preis ist wirklich sehr günstig im Vergleich zu allen anderen.

  1. Hallo Gabi, vielen Dank für den inspirierenden Beitrag. Ich entnehme deinem Text, dass du eine Waschmaschine besitzt. Meine hat bereits vor 2 Jahren den Geist aufgegeben. Seitdem wasche ich im nahe gelegenen Waschsalon und frage mich regelmäßig, ob ich mir wieder eine eigene Waschmaschine zulegen soll oder nicht. Hast du mal darüber nachgedacht, ohne eigene Waschmaschine auszukommen?

    1. Hallo Birgit, ja habe ich. Ich habe ebf. längere Zeit den Waschsalon benutzt. Aber ich habe ausgerechnet, dass dies auf Dauer teurer ist und günstiger, wenn ich monatlich immer einen kleinen Betrag für die Waschmaschine zurücklege.

  2. Hallo Gabi,
    Ein schöner Beitrag von dir, stimme voll zu. Kommt mir alles bekannt vor, weil ich seit Jahren die gleiche Schiene fahre :
    Und dann passiert der Super GAU.
    Mein Mann ist seit April ein kompletter Pflegefall.
    Also wieder mehr Stromkosten für das Pflegebett, Stromkosten für einen TV. Von den Anschaffungskosten ganz zu schweigen. Unmengen an Restmüll (Pampers für Erwachsene ), die Kasse zahlt nur anteilig. Stoffwindeln und Laken haben sich nicht bewährt. Dann läuft jeden Tag die Waschmaschine und verbraucht Energie. Soviel alte Handtücher und Bettwäsche habe ich auch nicht. Ich war ganz traurig über die Energiebilanz und den ganzen Müll.
    Aber ich gebe nicht auf:
    Irgendwie und irgendwas finde ich trotzdem zum Einsparen, und wenn es nur die Wegwerfhandschuhe sind :
    Dann hab ich halt schmutzige Hände 😣
    Diese Situation habe ich noch in keinem Minimalismusbeitrag gefunden. Wie gehen andere damit um?
    LG Bärbel

    1. Hallo Bärbel,
      du kannst etwas einsparen, allerdings kein Geld, keine Energie, erst Recht keine Einmal-Handschuhe! Aber: deine persönliche Überlastung. Wenn du irgendwann völlig platt bist, hat niemand etwas davon, dein Mann erst recht nicht. D.h., es geht weder um Geld, noch um sparen, noch um Umwelt, sondern erstmal um dich.
      Ich bin bzgl. Pflegeversicherung nicht auf dem aktuellsten Stand, aber die Infos die ich habe sind: Falls noch nicht geschehen: unbedingt den Pflegegrad neu überprüfen lassen. Es gibt auch diverse ergänzenden und entlastende Hilfen, die sind nicht umsonst eingeführt worden und die haben alle ihren Sinn. Da wäre eine Pflegeberatung nochmal sinnvoll. Nutze alles, was möglich ist.

  3. Das Thema ist neu für mich aber sehr aktuell. Ab heute reduziert sich meine Arbeitszeit auf 35 Stunden. Das kam ziemlich plötzlich aufgrund meines Gesundheitszustandes und ich bin nicht vorbereitet. Eigentlich müsste es möglich sein, die weniger verdiente Summe an festen Ausgaben zum größten Teil zu sparen. Und im Hinblick auf eine einmal erforderliche weitere Reduzierung der Arbeitszeit auch zwingend. Mir graut davor, mich jetzt mit diesen Dingen beschäftigen zu müssen. Immerhin, ein Haushaltsbuch führe ich seit einem halben Jahr. Eine kleinere Wohnung wird es in den nächsten zwei Jahren auch werden. Darauf bin ich allerdings vorbereitet, da ich seit drei Jahren schon ausmiste. Leider sind die kleinen Wohnungen nicht billiger als meine jetzige, aber ich muss in den Einzugsbereich der Öffentlichen. Dann werde ich mich jetzt wohl ernsthaft mit meinen Fixkosten auseinander setzen müssen.

    1. Hallo Petra, da drücke ich dir die Daumen! Kleinere Wohnungen haben übrigens in der Regel auch dann niedrigere Kosten, wenn die Grundmiete gleich ist. Es muss nämlich nicht so viel Wohnfläche beheizt werden. Die Nebenkosten werden z.T. auch über die Grundfläche abgrechnet. Da spart man nochmal. Ganz nebenbei auch weniger Putzerei – das spart Putzmittel 😉 .
      Ich habe damals meine Arbeitszeit aus einer Überlastung heraus schrittweise reduziert, u.a. auch um einen absehbaren gesundheitlichen Einbruch zu vermeiden. Die Freiheit, die sich dadurch ergibt, lohnt sich und ist unbezahlbar gut. Irgendwann entdeckt man dann auch den ganzen Kleinkram, der nicht wirklich nötig ist und somit finanzielle Entlastung bringt. Es war 2005, da habe ich z.B. einen Computer für 1200€ gekauft. Und Ende letzten Jahres ein Gerät, der hat 199€ gekostet und läuft auch prima. Mir fehlt nix. Einsparung: 1000€ 🙂

      1. Liebe Gabi, deine Beiträge hier geben mir so viele tolle Anregungen. Allein der Gedanke, nie mehr einen Elektroherd kaufen zu müssen, befreit schon ungemein! Ich glaube, die richtigen Anschaffungen sind gar nicht so mein Problem, eher der tägliche Kleinkram. Aber nach zwei Tagen mit nur sieben Stunden Arbeit kann ich schon sagen, dass man mit mehr Zeit überlegter einkauft und entspannter kocht 🙂

  4. Schöner Beitrag und motivierend. Mein Idealzustand wäre, dass man nichts mehr beobachten oder protokollieren müsste und trotzdem überall wenig Verbrauch hätte, indem man sich selbst erzieht. Ich kaufe, was ich brauche, ich mache das Licht (mit LED) an, wenn ich es brauche. Ich mache den Wasserkocher mit genau der Wassermenge an, die ich verbrauche, etc.

    Beim Internet ist es schwierig, ich komme auf 6 Geräte, die praktisch immer an sind: Glasfaserkonverter, Modem (vom Provider), Router, Telefonanlage und dann noch drei Fritzboxen über den Router, um letzlich Telefon, Drucker, WLAN,PCs alle in Gang zu halten. Nicht einfach. Immerhin schalte ich den Router nachts mehrere Stunden per Zeitschaltuhr aus, bei den anderen Geräten gibt es Probleme, sie kommen mit der Reihenfolge des Einschaltens oder dem Ausgeschaltetsein nicht zurecht. Die Decttelefone piepen jedes Mal wenn sie die Fritzbox dann wieder finden und suchen die ganze Nacht nach ihr, ziemlich blöd. Auf jeden Fall ist es gut Smartphones, Tablet, PCs über Nacht komplett auszuschalten, auch wegen der Funkbelastung.

    Der Stromverbrauch ist bei uns trotz Maßnahmen wie LEDs im Durchschnitt, mir viel zu hoch. Heizungspumpe (macht angeblich 15% aus), Zwangsentlüftung ist auch immer an. Sowas hat nicht jeder, insofern ist nicht ganz so schlecht.
    Der Fernseher (selten an) ist mit externen Lautsprechern, Playstation (der Kinder), Blueray-Player (den möchte ich gerne rauswerfen, aber wir haben noch ein paar DVD/Blueray, mal,sehen) an einem Verteiler mit Schalter, das ist alles aus und verbraucht kein standby.

    Ich bezahle 1€ für Handy und 3,99€ für irgendein niedriges Datenvolumen, das ich doch nicht benutze oder nur selten, da ich sonst WLAN habe. Aber 4,99€ Fixkosten finde ich o.k., falls man doch mal unterwegs ist. Das Telefonieren innerhalb des Netztes des Providers ist als flat enthalten, sodass ich meine Familie im Festnetz oder auf dem Handy kostenlos erreichen könnte.

    Ich werde mir über das eine oder andere noch mal Gedanken machen.

    Ach ja, heute habe ich mein Musikintrument bei ejnem Fachgeschäft in Kommission gegeben. Nach langen Jahren bin ich zum Schluss gekommen, dass ich damit aufhören möchte, weil es mir keine Freue mehr macht, sondern mich belastet. Es wird, wenn es denn funktioniert ein großer finanzieller Verlust sein. Maximal die Hälfte bekomme ich wohl dafür. Es ist wie bei Autos oder Schmuck,wenn man den Laden verlässt hat es schon Wert verloren. Ein Gefühl von Trauer, das sich hoffentlich in Erleichterung verwandelt, wenn es denn irgendwann an jemanden verkauft ist. Nach Angabe des Ladeninhabers ist die durchschnittliche Verweildauer 6 Monate, vielleicht klappt es ja auch schneller. Auf der anderen Seite ist es gebundenes Kapital und ein jährlicher Wertverlust, es steht/stand im Raum und nahm Zeit und Gedanken ein.

    1. Ich finde, bei einer Familie sind alle Verbrauchskosten letztlich durch die Anzahl der Personen zu teilen, um einen Eindruck vom jeweiligen Verbrauch zu bekommen. Sind die Kids dann noch im Teenyalter, ist das ohnehin so eine Hausnummer. Zeitschaltuhr für das ein oder andere ist da eine rettende Maßnahme. Und manches ist letztlich trotz mehr Dingen viel minimalistischer als z.B. im Singlehaushalt: 1 Küche, 1 Bad, 1 Internetanschluss, 1 Rundfunkgebühr(!) für mehrere Personen. Was ich nicht verstehe: Warum geht es nur mit Modem, Router und 3 Fritzboxen? Das sind ja 5 Geräte. Ich dachte immer, da reicht eins. Vermutlich sind das irgendwelche technischen Raffinessen, die ich gerade so überhaupt nicht nachvollziehen kann.

      1. Das Glasfaserkabel mündet in einen kleinen Raum, der nur von außen begehbar ist. Das Kabel endet in einem Konverter und dieser ist mit einem Modem verbunden. Beide Geräte gehören dem Glasfasernetzbetreiber. In demselben Raum sind Anschlüsse, die zu den einzelnen Räumen führen. Deshalb brauche ich einen Router der mir das eine Signal zu den n Räumen leitet (Lankabel). Die Dosen in den Räumen sehen dann aus wie in deiner Wohnung, wo vermutlich nur eine installiert ist. Die drei Fritzboxen sind dann auf die drei Etagen verteilt, sodass wir überall WLAN, Telefon und ggfls. mehrere Geräte dran haben (Drucker plus PC). Ich habe keine Ahnung, ob es einfacher geht, ich habe mir das selbst so überlegt. Die Sternarchitektur mit den Kabeln war vorgegeben.

    2. 3! Fritzboxen ist ein bisschen übertrieben. Da gibt es bestimmt noch Optimierungsmöglichkeiten. Vielleicht siehst du es selbst nicht, sprich mal mit Bekannten darüber, ob die noch eine bessere Idee haben.
      Das Kabel könnte man auch durch eine Wand führen und die Box dort aufstellen, wo sie gebraucht wird und ähnliches. Vielleicht kann ein anderes Gerät auch 2 ablösen. Elektronische Geräte sind für mich auch immer potentielle Brandherde.

      Bei 25 Euro im Monat Stromabschlag für 2 Personen finde ich nicht, dass ich mich monatlich neben den Stromzähler stellen muss und ablesen muss. Wir nutzen nur was wir wirklich brauchen, die Geräte sind neu und mindestens A++, LED, 1 Router für alles. Das für mich schon optimiert.

      1. Oh 25€/Monat für 2 Personen – wow, das klingt ja wirklich sehr niedrig. Beeinflusst wird der Stromverbrauch natürlich auch immer davon, ob die Heißwasserversorgung mit Strom läuft oder nicht. Durchlauferhitzer kosten z.B. eine Menge Strom, aber als Mieter/-in kann man das kaum beeinflussen. Ich habe z.B. eine Gastherme, da läuft das Heißwasser drüber. Sehr praktisch, la längst nicht so teuer, wie mit Strom.
        Letztlich muss jede/r selbst schauen, wo die eigenen „Baustellen“ sind, was einem wichtig ist oder eben auch nicht. Mit Kindern im Teenageralter wäre es mir z.B. sehr viel wichtiger, dass die Digitalgeräte überhaupt mal irgendwann aus sind und nicht im Dauerbetrieb laufen – mal ganz unabhängig vom Stromverbrauch. Ich weiß aus meinem beruflichen Hintergrund heraus, dass das oft schon Herausforderung genug ist.

        Wenn es darum geht, regelmäßige Ausgaben zu minimieren, finde ich über den Stromverbrauch hinaus dann auch nochmal die ganzen sonstigen Ausgaben interessant. Welche Verträge müssen nicht sein? Wo bringt Versicherungswechsel was? Ich mache das regelmäßig seit weit über 20 Jahren und finde immer wieder irgendwas, was besser laufen könnte. Ok, leben mit 0€ ist nicht dabei heraus gekommen 😂. Muss auch nicht, da ich schon das Leben auch genießen möchte 😉

        1. …überhaupt mal aus sind… Ja und nochmals Ja. Der tägliche Kampf. Die Kids sind wochentags auf 21.00 begrenzt, sehr sehr schwer….
          Und ja, jeder hat seine Baustellen und es hängt von den baulichen Gegebenheiten ab. Wir haben 120€ Strom im Monat, aber nur unglaubliche 44€ für Heizung inklusive Warmwasseraufbereitung. Im Strom ist der Verbrauch der Pumpe für das Heißwasser drin. Gerade in älteren Mietwohnungen mit niedriger Kaltmiete muss man für Heizung und Warmwasser teilweise enorme Kosten aufbringen, wenn nicht gedämmt ist. Da geht schon viel vom Heizkessel auf dem Weg zur Wohnung verloren. Manchmal führen diese Leitungen durch Tiefgarage und Keller und da ist es dann entsetzlich warm drin.

          1. Hallo Thorsten, wenn ihr täglich auf die Grenzen beim Internetkonsum eurer Kindern achtet, ist das aus meiner Sicht für die Zukunft unserer Gesellschaft sehr viel wertvoller, als meine eingesparten Kilowatts. 👍

  5. Danke für die Idee mit dem Strom selber ablesen – das werde ich auch mal anfangen. Ich schreibe mir seit einem Jahr meine Ausgaben auf und habe festgestellt, dass die allein dadurch heruntergegangen sind. Ich mache mir einfach bewusster für was ich mein Geld ausgebe und frage ich dann automatisch, ob ich das wirklich dringend brauche oder möchte. Ich muss jetzt auch den Internetanbieter wechseln, aber Eazy gibt es bei uns nicht. Da wird es wohl 1&1 werden. Smartphone nutze ich nur über Wlan, zum Telefonieren habe ich ein Prepaid-Guthaben. Ich telefoniere so gut wie nie mobil, da reicht mir das eeeewig.

    1. Hallo Domic, es gibt auch diverse DSL Vergleichsportale, wie check24 etc., wo man nochmal schauen kann und z.T. auch Rabatte o.ä. erhält. Es gibt Leute, die auf diese Weise alle 2 Jahre ihren Vertrag wechseln und dabei viel Geld sparen, wäre mir aber ehrlicherweise zu aufwändig. Natürlich muss man auch nochmal auf die Tarifdetails schauen, damit man wirklich nichts übersieht. Ganz ohne mobiles Internet: wow, das ist beeindruckend.

      1. Ich habe zum Jahresanfang den Stromanbieter gewechselt. Die ganz Günstigen locken mit Rabatten und haben nach 12 Monaten dann einen evtl. entsetzlich teuren Preis. Dann werde ich wieder wechseln. Einmal im Jahr ist das ein guter Stundenlohn fürs Überlegen.

  6. Schade das man hier kein „gefällt mir“ drücken kann 😄 ich bin vor circa einem Jahr auch zu Lidl Talk gewechselt 🙂 bin sehr zufrieden und schaffe teilweise die Freiminuten nicht mal. Und früher hat man 30€ (!!!) für das selbe bezahlt ohne wirklich die Dinge zu nutzen. Das ist schon der Wahnsinn 🙂 Minimalismus sei dank ist es heute besser 🙂
    Liebe Grüße aus der fast Nachbarschaft und vielen Dank für das Buch!

    1. Hallo Anja, als die DSGVO Thema wurde, habe ich die „Gefällt mir“-Buttons, die z.B. über Jetpack und WordPress.com laufen, abgeschafft. In den Sozialen Netzwerken bin ich nicht mehr aktiv, aber über Feedbacks freue ich mich natürlich trotzdem. Daher herzlichen Dank!

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