Vorratshaltung für Minimalisten

Mir wurde die Frage gestellt, wie ein sinnvoller Vorrat in einem minimalistischen Haushalt aussehen kann. Es wird zwar häufig darüber gesprochen, wie entrümpelt und reduziert wird, aber die Frage, wieviel Vorrat an Lebensmitteln und sonstigen Dingen sinnvoll ist, ist letztlich auch gar nicht so einfach zu beantworten. Es gibt nämlich sehr unterschiedliche Ausgangssituationen, die dabei berücksichtigt werden müssen:

  • Aus wievielen Personen besteht der Haushalt?
  • Welche Einkaufsmöglichkeiten stehen in der Umgebung zur Verfügung und wie weit ist der Weg dorthin?
  • Welche zeitlichen Kapazitäten und Grenzen gibt es?
  • Steht ein eigener Garten zur Verfügung und wächst der Vorrat sozusagen nach?

 

Die Sache mit den Notvorräten

So mal eben einfach lässt sich die Frage nach Vorräten auch für mich nicht beantworten. Allgemeine Informationen für den ganz normalen Lebensbedarf im Alltag, habe ich dazu auch eher wenig gefunden. Was sich immer finden lässt, sind Informationen und natürlich diverse spezielle Kaufangebote für Notvorräte. Ich möchte mich hier jedoch bewusst nicht mit irgendwelchen Katastrophenszenarien beschäftigen. Es gibt genügend Leute, die mehr als reichlich dazu gesagt und geschrieben haben! Da muss ich mich jetzt nicht auch noch ausufernd dazu äußern.

Wer sich gerne mit diesem Thema befassen möchte und hierfür eine aus meiner Sicht sinnvolle Lösung sucht, findet bei Smarticular einige gute Anregungen. Überzeugt hat mich insbesondere der sog. dynamische Verbrauch oder auch „schlauer Vorrat statt Dauervorrat“.  D.h., das, was da ist, einfach auch regelmäßig verbrauchen und entsprechend wieder nachfüllen. Das ist in jedem Fall sinnvoller, als irgendwelche Lebensmittel endlos zu lagern und letztlich dann doch wegzuwerfen. Denn während auf diversen Webseiten mögliche Mangel-Krisenszenarien umfangreich besprochen werden, fällt mir auf, dass nach wie vor bei Lebensmitteln vorrangig so etwas wie eine Zuviel- und Wegwerf-Krise herrscht. Es sind immer noch endlose Mengen an Lebensmitteln, die weggeworfen werden oder sinnlos und ungenutzt in den Schränken lagern.

 

Meine persönliche Vorratshaltung

Auch ich selbst bin bei der Frage nach der Vorratshaltung eher unschlüssig. Es sind ja nicht nur Lebensmittel, sondern auch Vorräte, wie Wasch- und Putzmittel oder auch Körperpflegeprodukte. Dieser ganze Krempel wird bei mir schnell unübersichtlich. Ich möchte wenig Aufwand in diesem Bereich haben. Ich habe es gerne aufgeräumt, räume aber nicht gerne auf. Daher stört mich sowas.

Das Problem, dass mir einige Lebensmittel schlecht werden, habe ich aber zum Glück nicht mehr. Ein gewisser Vorrat ist natürlich sinnvoll, ich habe aber ehrlich gesagt wenig Lust daran, mich aufwändiger damit zu befassen. Man könnte es Minimalismus nennen, es ist aber eigentlich mehr die pure Bequemlichkeit 😉 Derzeit scheitert es einfach auch an so etwas einfachem, wie eine vernünftige Unterteilung der Schublade.

Schublade mit Lebensmittelvorräten, zumeist in Gläsern
Meine Schublade mit einigem Vorrat an einigen Lebensmitteln

Ebenso bin ich auch nicht der Typ, der für alles mögliche diverse Listen hat. Solche Listen sind durchaus beeindrucken. Ich habe aber schlichtweg keine Lust darauf und würde auch die sinnvollste und beste Liste irgendwann eh wieder im Altpapier entsorgen.

Die ideale Lösung gerade für die Menge an Lebensmittelvorräten habe ich also auch noch nicht gefunden. Das mag auch daran liegen, dass mich der ganze Bereich der Hauswirtschaft und schicke Listen einfach nicht sonderlich interessieren. Ich komme aber andererseits auch gut mit dem klar, wie es jetzt ist. Ich habe zudem auch gleich mehrere Lebensmittel-Geschäfte ganz in der Nähe mit Öffnungszeiten von 12 bis 15 Stunden an 6 Tagen in der Woche. Wer auf einem Dorf oder einer kleinen Hallig lebt, muss da natürlich ganz anders planen – insbesondere, wenn dann auch noch eine ganze Familie versorgt werden muss.

 

Welche Menge an Vorrat macht Sinn?

Aus meiner Sicht macht es Sinn, sich die eigene Lebenssituation genauer anzuschauen, zu überlegen, woran es hakt und was sich vielleicht auch gut bewährt hat. Daher einige allgemeine Tipps bzgl. der persönlich richtigen Menge an Lebensmittel-Vorräten:

Zu wenig:

Probleme können gerade bei Lebensmitteln recht schnell entstehen. Es reicht ja schon aus, dass man krank ist und nicht einkaufen kann. Hat man dann nichts Zuhause, ist das extrem ungünstig.

Zu viel:

Nicht selten lagern aber viel zu viele Vorräte im Schrank. Da gibt es endlos viele angefangene Tüten, die große Gewürzgalerie, der überquellende Gefrierschrank. Manchmal ist gar nicht mehr so richtig klar, was und wieviel man überhaupt hat. Und genau da wird es interessant.

Die richtige Menge finden

Die anfangs erwähnten Notvorräte werden in der Regel so kalkuliert, dass der Lebensmittelvorrat 10 oder 14 Tage ausreicht. Genau dieses genannte Minimum lässt sich auch sehr leicht mal auf das Maximum überprüfen. Welche Mengen an Lebensmitteln habe ich/haben wir deutlich darüber hinaus? Und macht das so Sinn? Welche Lebensmittel lagern schon gefühlte Ewigkeiten ungenutzt in den Schränken? Und warum sind sie bislang nicht verbraucht worden?

 

Mein praktischer Vorrats-Tipp:

  • Durchforste alle Abstellschränke, Regale und wo sonst noch überall Lebensmittel sind.
  • Schaue auch mal in das Gefrierfach bzw. den Gefrierschrank
  • Was befindet sich schon endlos lange im Kühlschrank?
  • Kategoriersiere jeweils deine vorhandenen Vorräte – das verschafft mehr Überblick
  • Fülle offene Tüten in Vorratsbehälter um. Dazu kann man auch einfach einige Gläser sammeln (Gurkenglas etc.). Das ist nicht nur hygienischer (z.B. Gefahr v. Lebensmittelmotten wird minimiert), sondern auch praktischer, da es doch ganz nett ist, wenn sich z.B. die Reiskörner nicht einzeln im Schrank verteilen, weil die Tüte umgekippt ist.
  • Was ist viel zu viel?
  • Was sollte endlich mal verbraucht oder kann ggf. verschenkt werden?
  • Fehlt irgend etwas?
  • Zu welchem Zeitpunkt macht es Sinn, etwas nachzukaufen? (Z.B., die letzte Packung Nudeln geöffnet worden)

 

Der sinnvolle Vorrat: Frage nach Minimum UND dem Maximum

Zusammenfassend finde ich es wichtig, bei der Frage nach Vorräten nicht nur nach dem Minimum zu fragen, sondern auch nach dem Maximum. Welche Menge macht einfach keinen Sinn mehr? Diese Frage lässt sich in der Tat wirklich nur individuell beantworten. Hinweise auf zuviele Vorräte können sein, wenn einzelne Dinge Ewigkeiten in den Schränken lagern, ohne dass man es nutzt. Würde tatsächlich der persönliche Notstand ausbrechen, nur weil man es an einem Tag mal nicht zum Supermarkt geschafft hat, dann ist das ein Hinweis, dass doch einiges an Vorräten fehlt.

Sicherlich gibt es Menschen, die in diesem Bereich interessierter und motivierter sind, bessere oder differenziertere Lösungen haben als ich oder einfach auch anders planen müssen. Dann gerne einfach unten in die Kommentare schreiben, wie ihr das Thema Vorratshaltung löst.

 

Update 19.3.20:

Clevere Vorratshaltung statt Hamsterkäufe


©WDR – Verfügbar bis 18.3.2021

Vorratsliste vom WDR: https://www1.wdr.de/verbraucher/ernaehrung/vorratshaltung-100.pdf

 

Zum Weiterlesen

 

49 thoughts on “Vorratshaltung für Minimalisten

  1. Hallo Gabi!

    Zum Thema Vorratshaltung, bzw. Notvorrat hatte ich neulich, weil mich die zum Teil völlig unsinnigen Hamsterkäufe mächtig geärgert haben, auch gerade einen Artikel in meinen Blog geschrieben.
    Ich persönlich habe immer einen Vorrat für mindestens 10 Tage zu Hause. Jetzt, wo keiner weiß, ob wir nicht doch noch für 14 Tage in Quarantäne hier zu Hause verbringen müssen, habe ich auf einen Vorrat für 14 Tage aufgestockt.
    Bei den Mengen richte ich mich in etwa an die Empfehlungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Die haben einen Vorratskalkulartor, der das Berechnen sehr leicht macht.
    Bevorratet habe ich nur Sachen, die wir auch normal verbrauchen. In Rotationsprinzip werden die Sachen verbraucht und nachgekauft. Das heißt, immer das Älteste wird verbraucht und dann Neues nachgekauft.
    Da wir zum Teil Selbstversorger sind und ich es auch nicht anders von meiner Mutter und Großmutter gelernt habe, gehört die Vorratshaltung für mich von Anfang an zum Haushalten dazu.

    Du hattest noch nie Stromausfall?
    Ich bin in einer Mangelwirtschaft aufgewchsen. Stomausfall gab es mehrmals in der Woche. Das war unschön, hat aber niemanden aufgeregt, weil jeder darauf vorbereitet war. Trinkwasser hatten wir in Flaschen, Brauchwasser im Garten. … und wenn es mal wieder kein Klopapier gab, benutzte man Zeitungspapier. Bei einem WC ist das nicht empfehlenswert, aber bei einem Plumsklo was das egal :-))

    Liebe Grüße, Sibylle von miteigenenhaenden

    1. Hallo Sibylle,
      danke für den Tipp mit dem Vorsorgekalkulator. Ich füge hier nochmal für Interessierte den Link ein: https://ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator/
      Das Einzige, was ich daran schwierig finde ist, dass man frisches Gemüse und Obst nicht wirklich in so großer Menge bevorraten kann. Das ginge wirklich nur mit Einkochen – und Gemüse/Obst aus Gläsern stände bei mir nur herum. Ansonsten ein guter Anhaltspunkt.

      Strom war bei mir noch nie weg – es sei denn geplant. Neulich waren die Handwerker im Haus und mussten für einige Stunden den Strom abschalten. Aber die Geschichte mit dem Zeitungspapier statt WC-Papier kenne ich auch von früher noch – von der Verwandtschaft, die hatten das noch recht lange. Ist aber heute keine Option mehr, es sei denn, man liebt verstopfte WCs…

  2. Jetzt ist wieder ein Monat vorübergegangen. Normalerweise habe ich das, was ich brauche. Ich bin kreativ. irgendwelche Kekse und Pizzaservice gibts, falls überraschend Besuch kommt.

    Inzwischen habe ich meine Vorräte hochgefahren. Keine 20 kg Mehl, sondern soviel ich verbrauchen kann. Einkaufen ist nciht so einfach. Es ist viel los und dafür die Regale leer. Ich weiß nicht, wann es wieder Mehl gibt. Vorher war so: Mehl (oder was anderes) geht aus, ich geh in den Laden. Wenn die Lieblingssorte nicht da ist, eben eine andere.

    Man geh in den Laden. Viel los. Warteschlange. Abstand halten. Ehrlich gesagt, meine Zeit ist zu schade. Auch wenn ich den ganzen Tag Zeit hätte. Das ist mir auch zu wider, durch zig Läden rennen, jedes Mal anstellen, gibts Mehl?

    Ich hoff so sehr, daß es sich der Irrsinn langsam normalisiert. Jetzt kaufen die Familien für 4 Tage ein, weil sie auch essen müssen. Vorher sind viele weggefahren und hatte sich entspannt. Wenn wenigstens der Bäcker an Ostermontag öffnen könnte! Alles andere geht mit Versand. Ich seh jeden Morgen den DHL-Wagen vor der Tür. Irre!

  3. Gute Frage! Ich lebe alleine, esse von Mo bis Fr mittags bei einem Mittagstisch. Brauche „nur“ Frühstück und Abendessen, Wochenende. Kommt jemand spontan zu Besuch, gibt’s halt Kekse oder was vom Pizza-Service.

    Was mich nervt, all die kleinen Tütchen. Johannisbrotkern in die Sahne, schon spare ich mir Chemie und Sahnesteif. Ich mach inzwischen Joghurt (oder Quark) selber. Es gibt ein Gerät, mit einem großen Behälter. Ich hab nun eine Tüte Milch statt all die kleinen, fatzeligen Becher, und kann es mir jederzeit machen. Auch die großen Pferdeeimer finde ich übel, die kaum in den Kühlschrank passen. Glas ist zu schwer und wenig Auswahl, zzgl. Pfandtheater. Milch tue ich in den Kaffee, doch eine Packung ist mir Zuviel. Ich bin zur Kondensmilch übergegangen.

    Stuttgart ist nicht weit. In einem Vorort gibt’s ein Fairteiler mit Kühlschrank. Ich miste regelmäßig meine Vorräte aus. Insbesondere gegen Sommer. In Getreide usw. kommen gerne Motten. Manchmal habe ich einfach zu viel und tu es vorher weg, bevor es schlecht wird. Mich stört es, eine Packung im Vorrat zu haben, das mich „nötigt“, iß mich!

    Kürzlich habe ich das, was von Weihnachten und Geburtstag übrig war, ein ganzer Korb voll, ausgemistet. Ich wollte was backen, und habs doch nicht. Weg! Schade, doch noch bedauerlicher ist es doch, es geht kaputt.

    Die Horterei. Gerade die Nöte erlebten, müssen es besser wissen. Ich hab nie eine Not gehabt, doch ich kann es einfach nicht sehen. Die einen haben nichts, bei geht’s kaputt und werfe es weg. Im Gegenzug, wenn ich was brauche, könnt ich es doch bekommen! Geben und Nehmen, das ist wie ein Kreislauf!

    Schönen Tag
    Sylvia

    1. Ich habe keinen Gefrierschrank. Einerseits, wäre es schon praktisch, anderes – ich muss das auch essen – und vor allem, wohin damit?

      Ich könnt es in den Keller stellen. Der letzte Winter war so komisch. Der Januar war alles eingeeist, daß ich nicht in den Keller gekommen wäre. Gerade dann wär es doch geschickt gewesen.

      Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist 1 – 2 km entfernt. Geöffnet von 8 bis 20 Uhr. Doch du genau hinschauen. Bäcker gibt’s, die üblichen Öffnungszeiten. 5 km weiter Flughafen, wo ein Supermarkt, Bäcker oder Apotheke ist.

      1. Ich kauf oft ein, bis ich danach gucke, ist es nach kurzer Zeit schon hinüber. Brot trägt gleich Fell. Da wäre einfrieren praktisch gewesen.

        Ich hab nun hoffentlich ein Brottopf gefunden, doch bei feuchten Wetter schimmelt es auch. Brot im Glas, das war bald hinüber. Vllt. hätte ich es einkochen sollen. Ich bin am Experimentieren, wie man Lebensmittel haltbar machen könnte.

        Rinderbrühe habe ich gekocht und in kleine Gläser gefüllt. Das ist praktisch.

    2. Ich bin eher selten krank. Das Wetter kann schlecht sein. Der Winter 2018/2019 war der ganze Januar alles nur vereist. Gerade mittags kam ich raus. Schnell einkaufen und Wäsche waschen. Viel mehr war nicht drin.

      Plagt mich der grippaler Infekt, mir geht’s eh nicht gut. Ich trinke plötzlich Kräutertee. Ein gekochtes Ei, ich war knübbeldick voll. Wozu soll ich den auf Vorrat halten?

      Einmal war Faschingsdienstag, alles schon zu. Gerade noch in den Supermarkt gehüpft. Dachte, ich kauf mir ein TK-Gemüse-Fertiggericht von F. Das war früher war tolles. Aber neuerdings alles voller Zwiebel! Einfach Zuviel. Ein anderes Mal hatte ich mir Pute gekauft. Zuhause ausgepackt, das stank durch die Schnupfennase.

      Da hätte auch gerne ein Rotkäppchen, das mir ein Fresskörble bringt.

  4. Ich bin bei diesem Thema etwas zwiegespalten. Einerseits finde ich Vorratshaltung wichtig, andererseits habe ich weder den Platz, noch die finanziellen Mittel, um mal eben Lebensmittel für 14 Tage zu bunkern.

    Einige Supermärkte bieten einen Lebensmittelieferservice, Getränkemärkte ebenso. Sollte ich das Haus nicht verlassen können/dürfen, wäre das für mich die bessere Lösung. So ist auch gewährleistet, dass ich als Veganer dennoch Zugang zu Frischkost habe. Wasser aus der Leitung entfällt bei mir, aufgrund der alten Wasserleitungen……
    Auch bei Tiefkühlkost bin ich mit Vorräten vorsichtig, da bei Stromausfall (und der entsteht nicht selten schon durch Bauarbeiten) der Inhalt des Gefrierschrankes komplett auftaut.

    Es macht für mich einfach keinen Sinn, wahllos nach irgendwelchen Dosen und Fertiggerichten zu greifen, nur weil sie haltbar sind. Was mach ich dann später mit all dem Zeug?

    So bleibe ich bei meiner bisherigen, überschaubaren Menge getrockneter Linsen, Erbsen, Getreidekörnern, Flocken, Grieß, Mehl, Nüssen usw. und kaufe mir auch in Zukunft nur die Lebensmittel zu, die ich in einer Woche verbraucht habe. Für Haut, Haar und Zähne benutze ich eh seit Jahren die wundervolle Seife aus Syrien, von der ich leider aus gegebenen Anlass einen guten Vorrat anlegen musste.

    Die Seife und meine lagerfähigen Lebensmittel bewahre ich in alten Einkochgläsern auf, die ich entweder kostenlos oder für einige Cent auf Flohmärkten erhalten habe. Sie halten dicht und sehen zudem noch nett aus.

    Egal wie, ob mit Notvorrat oder ohne, mit mehr Geld oder mit weniger, gesellschaftlich anerkannt oder abgelehnt – mögen uns die ungewissen Zeiten nicht allzu sehr verunsichern.

    1. Deine Lösung klingt sehr durchdacht, sehr systematisch und gut überlegt. Ich finde, genau darum gehts, mal unabhängig davon, wie man selbst den persönlichen Zeitrhythmus wählt. Frischkost wie Obst und Gemüse besorge ich in aller Regel auch frisch und horte da nicht Sachen, die ich normalerweise eh nicht esse. Dann wird auch nichts verschwendet oder schlecht. Die Sorge vor Mangel finde ich einerseits verständlich, aber wir haben nach wie vor vorrangig eher ein Problem der Lebensmittelverschwendung. Und der um sich greifende Trend, Fertigpizza und Co. in der schicken Hightech-Küche zuzubereiten, passt irgendwie auch nicht.

  5. Ach ja, und auf deinen Beitrag hin habe ich gleich mal wieder ausgemistet und bin auf zwei Packungen Trockenerbsen gestoßen, wo das MHD schon lange überschritten war. Jetzt gibt es für lange Zeit Erbsensuppe… 🙂 Na ja, die Hälfte wird eingefroren, sonst wird es denn doch zu viel.

  6. Da ich viel frisch koche, halten sich meine Vorräte in Grenzen. Natürlich habe ich immer einen gewissen Vorrat an Reis, Hirse, Nudeln, Mehl, getrockneten Bohnen, Erbsen etc.
    Mit Obst- und Gemüsekonserven in Dosen habe ich aber ein Problem, das kaufe ich nur frisch. Als Notreserve wäre es ja ok, aber dann müsste ich das Zeugs auch irgendwann essen.
    Wegen einer Weizenallergie fällt auch einiges weg, was eingelagert werden könnte, wie Zwieback oder Knäcke. Deshalb auch immer einige Kilo Nicht-Weizenmehl im Schrank, da regelmäßig Brot gebacken wird.
    Im Bioladen gibt es jetzt 1 Kilo-Gläser Tomatenmark, da habe ich immer eins auf Vorrat.
    Wasser in Plastikflaschen finde ich schon seit längerem ziemlich gruslig, das in Glasflaschen ist mir zu viel Schlepperei, daher zapfe ich auch am Wasserhahn.
    In ca. 3 km Entfernung haben wir eine Trinkwasserquelle. Ist auch nicht schlecht.

    1. Ich denke, beim Thema Vorrat hat so jede/r andere Schwerpunkte. Ganz allgemein haben wir hier bei uns aber wohl eher den Notstand, dass immer noch zu vieles entsorgt wird, dass zunehmend viel zu viel Fertigessen mit allen möglichen und unmöglichen Zutaten gegessen wird und damit die Fähigkeit zu kochen abnimmt. Gesundheitlich ist das auch bedenklich. In Badezimmern werden nicht selten endlose Mengen an unterschiedlichen Duschgels gehortet, im Internet oft auf 20 Lippenstifte „reduziert“ etc. etc. Letztlich haben wir wohl eher einen „Zuviel-Notstand“, vielleicht auch „Zuviel-von-den-falschen-Dingen.“

  7. Hallo,

    wer sich Gedanken über einen Notkocher macht, dafür braucht man keine Gaskartuschen einlagern. Einfach mal nach Hobo Ofen Ikea Selbstbau schauen. Ein paar kleine Äste finden sich immer und so ist schnell ein Essen gekocht.

    1. Eine nette und sicher sehr praktische Idee. Allerdings auch nichts für Stadtbewohner ohne Garten. Für mich ist die Sorge um den Stromausfall allerdings auch sehr viel geringer, als beispielsweise Gedanken, die ich mir zum Klimawandel mache, zur Ressourcenverschwendung, der zunehmenden Gehaltsschere zwischen Gut- und Geringverdienern, den verstopften Straßen, digitalen Abhängigkeiten, usw. usw.. Da gibts heute die stromsparenden LEDs und was passiert: Jede Menge Lampen, wo man nicht mehr einfach eine Glühbirne austauschen kann, da LED fest verbaut ist. Ist die LED-Leuchte hinüber, kann man gleich die ganze Lampe wegwerfen. Das sind so Themen, die mich ehrlich gesagt, viel mehr beschäftigen.

  8. Nochmal hallo,
    möchte hier gerne noch den Gastbeitrag von Johanna Katzera auf der Seite „einfach bewusst“ empfehlen. Es geht darum, das zu schätzen und zu nutzen, was man aktuell hat. Mir hat der Beitrag sehr gefallen.

    1. Ohne diesen Bericht gelesen zu haben, Lebensmittel verbrauchen sich ja. Natürlich ist man dankbar dafür, z.b. auch was man an Essen hat. Aber alle Kulturen haben schon immer Vorratshaltung betrieben ohne sie geht es nicht. Wer kaum oder gar keine Vorräte hat, der verlagert diese nur auf andere und i. Das ist das Gegenteil von selbstbestimmt und planlos, es ist eine ständige Abhängigkeit. In dem man Vorräte für einige Tage vorhält, nimmt man die Verantwortung für sich wenigstens zum Teil wieder wahr und kann sich der Bedeutung von Nahrung bewusst werden.

      1. Wenn man so damit umgeht, DASS sich die Lebensmittel regelmäßig verbrauchen und man einen sinnvollen Umgang mit den eigenen Vorräten findet, dann finde ich das auch eine gute Sache.
        Ich erinnere mich, dass es Zeiten gab, wo ich alle möglichen Gewürze doppelt und dreifach hatte, endlose Mengen an irgendwelchen Kochlöffeln und Messern, aber kaum eine Woche grippalen Infekt mit den vorhandenen Lebensmitteln überstanden hätte, ohne, dass irgendwer für mich kurz mal einkaufen geht. Da hatte ich zwar viel, aber es war planlos.

        1. Da finde ich mich wieder. War bei mir auch so. Je weniger Dinge man hat, desto sinnvoller werden sie. Ich hatte sogar einen Spaghettilöffel und eine Spaghettizange. Meine Güte, ein großes Sieb tut es auch.

          1. Nichtmal ein Sieb nutze ich noch. Das Wasser wird einfach am Spülenrand abgegossen und fertig. Bei Nudeln koche ich mir sowieso nur die Menge, die ich auch aufessen will.

            1. Bei vier Personen ist die Menge so groß , dass man sich durch heißen Dampf verbrüht und es nicht halten kann. Das Sieb ist aus Edelstahl vom Schweden mit einem Fuß drunter. Die Stelle ich in die Spüle und kippe den ganzen Topf ( 6 Liter ?! ) rein. Eher eine perforierte Schüssel als ein dünnes Sieb.

  9. Beim Lesen der diversen Kommentare frage ich mich gerade, ob es generell um Vorratshaltung geht oder um Vorratshaltung für den Fall der Fälle?
    Seit Jahren halte ich ( Single) es so, dass ich Montags einen Essensplan für 5-6 Tage aufstelle, danach schaue, was ich noch benötige und das einkaufe. Am Ende der Woche steht auf dem Plan „ Resteessen“. Das klappt so gut, dass ich so gut wie nichts mehr wegwerfe. Vom „Hamstern“ halte ich nicht viel, obwohl im Moment muss man schon fast, weil die Regale überall immer leerer werden und der Normalverbraucher dann auch nichts mehr bekommt. Hoffentlich ist der Corona- Spuk bald vorbei. Lg aus Oberhausen 😊

    1. Mir gehts – wie im Beitrag beschrieben – nicht um die Notvorräte in irgendwelchen Katastrophenfällen, sondern um die generelle Vorratshaltung. Diese beinhaltet für mich, dass ich mal erkältet sein kann oder mir den Fuß verknaxt habe – also die normalen Themen des Alltags. Den Corona-Virus hatte ich da gar nicht auf dem Schirm. Der scheint dann ja auch ganz gut für die Einnahmesituation der Supermärkte zu sein 😉 Ich halte da auch nicht viel von Panikmache, die ja nicht selten auch gut für diverse Klickraten diverser Webseiten ist, die damit Geld verdienen.
      Um mich nicht falsch zu verstehen: Ich nehme einen Virus nicht auf die leichte Schulter, zum Glück gibts da ja auch neutrale und fundierte Informationen – gegen die habe ich nichts.

  10. Kauf dir einmal schöne Gläser, Gabi. Dann nerven sie dich nicht. Ich nenne das Optimierung. Ich hab mir auch schönere Boxen gekauft und meine Müllecke optimiert. Also meine Mutter hatte jetzt über Wochen einen Busstreik und ihre 60 l Wasservorräte im Keller kamen zum Einsatz. Leitungswasser trinke ich seit dem Legionellentest nicht mehr. In der Regel kündigt mein Körper nicht an, „wir fliegen morgen die Treppe runter. Sitzen ist erst mal 4 Tage nicht. Einkaufen und tragen schon gar nicht.“ Von daher gebe ich Thorsten recht. Ich habe daraus gelernt und bin so eingerichtet, dass ich in meinem Singlehaushalt im Notfall versorgt bin. Schönes Thema!

    1. Das Thema ist tatsächlich sehr spannend, geht ja auch weit über den 20. reduzierten Pulli hinaus.😉

      Ich werde das Thema Vorratsgläser mal schrittweise angehen. Die Mengen, die ich habe, sind erstaunlicherweise schon recht passend. Es ist wirklich am einfachsten, die Methode von Berni (s.u.) zu nutzen und zu schauen, welche Gläser leer sind oder bald leer werden und genau das entsprechend nachzukaufen.

      Trinkwasser aus der Leitung: Da hatte ich schon extreme Unterschiede. Beispielsweise eine Wohnung, wo im Keller ein zentraler Warmwasserspeicher war. Das Wasser war zwar auf über 60 Grad erhitzt, aber auch das Kaltwasser schmeckte gruselig und abgestanden – als Trinkwasser unmöglich. Hier habe ich Kaltwasser, wirklich frisch, welches erst in meiner Wohnung über die Therme erhitzt wird. Das ist ein großer Unterschied. Ich achte darauf, dass morgens dass sog. Stagnationswasser erstmal abläuft, danach habe ich keine Probleme mehr und es ist ausgesprochen lecker.
      Aber es stimmt schon: Man muss einfach sowohl auf sich, als auch auf die örtlichen Gegebenheiten achten und dann entscheiden, was man macht. Dein Körper ist ja schon fast eine Art Seismograph – aber genau dadurch ja auch eine gute Orientierungshilfe. Wäre nur angenehmer, er würde dich etwas netter informieren.

  11. Vorräte einzusparen ist nicht minimalistisch, sondern riskant. Es reicht ein grippaler Infekt und man ist ans Bett gefesselt. Blöd, wenn man dann Single ist oder wie uns passiert beide Elternteile mit 39 Fieber unfähig sind, während die Kinder es schon hinter sich hatten und wir auch nicht auf die Hilfe Dritter rechnen konnten. Das ist eher so ein hipper Großstadttrend auswärts zu essen und zu Hause nur so ein bisschen veganes Zeugs Just in time zu essen, wenn überhaupt. Leichtsinnig bis verantwortungslos. Gerade als Minimalist kann man seine Küche mit Körnern, Nüssen, Zwieback, Knäckebrot zudonnern, den Platz hat man ja.

    1. Ich persönlich unterscheide da nochmal: Hat man Kinder, so wäre es aus meiner Sicht schon fast verantwortungslos, sich keine bzw. kaum entsprechenden Vorräte hinzustellen. Es ist ja auch ein einfaches, beispielsweise gelegentlich mal die doppelte Menge zu kochen und dann einfach mal ein paar Portionen einzufrieren. Gerade für solche Situationen, wie du sie beschrieben hast. Die Alternative wäre ja ansonsten ausschließlich Pizza, Pommes, Döner, Lieferdienst. 😖

      Wer als Single oder Paar meint, er oder sie bräuchten keine oder nur minimale oder keine Vorräte – tja, ist dann eher leichtsinnig oder naiv oder gedankenlos oder es gibt noch ganz andere Gründe? Diese Menschen müssen dann halt mal ein paar Tage mit 3 Möhren und 2 Äpfeln klar kommen. Oder sie haben ein paar nette Menschen, die dann doch mal für sie einkaufen – wo sie sich dann bei Gelegenheit hoffentlich aber auch revanchieren.

    2. Du hast ja soo recht. Habe sehr wenige Vorräte zuhause, ist ja in der Miniwohnung nicht so viel Platz und die Läden sind in der Nachbarschaft. Hab Donnerstag „gehamstert“und so Sachen wie zwei Päckchen Spaghetti gekauft… statt einem. Sollte ich vielleicht noch einmal tun. Und Wasser natürlich…

      1. Wenig Platz ist wirklich ein Thema, wo man nochmal genau überlegen muss. Vorhandenen Platz sinnvoller nutzen könnte eine Lösung sein. Meine Vorratsgläser haben beispielsweise überwiegend eine Höhe von 13cm, in meine Schublade passen aber Gläser bis ca. 19,5cm. Es gibt sogar eckige Gläser mit entsprechender Größe, das wäre bei mir dann auch sehr platzsparend und viel übersichtlicher, weil weniger Gläser nötig sind.

        1. Mein Vorratsschrank ist ziemlich cool ; -) ursprünglich ein Büro -Rollcontainer vom Schweden, der mir ständig im Weg war. Dann fehlte neben dem Kühlschrank, der über der Waschmaschine in einer Nische steht, noch ein Regal oder Schränkchen. Rollen Weg und der Container wurde zum Vorratsschrank. 2 hohe Schubladen für Mehl etc., 2 niedrige für kleinere Sachen. Es wäre sicher sinnvoll, alles in Gläser umzufüllen. Muss mal ausmessen und auf die Suche gehen… Ein Schuhkarton mit Konserven, Erbsen und so, könnte ja durchaus noch im Kleiderschrank oder der Abstellkammer aufbewahrt werden.
          Viele Grüße

          1. Eine schöne Idee. Dinge umfunktionieren und sinnvoll weiter nutzen, ist doch eine prima Sache. Es gibt ja auch kein Gesetz, dass in der Küche grundsätzlich nur Küchenmöbel zu sein haben – wobei die Küchenindustrie das natürlich schöner fände.

      2. Die Situation ist derzeit so, dass wir Wasser und Strom haben werden, man aber die Infektionsquelle „Supermarkt/Kassenbereich“ minimieren kann, in dem man weniger oft einkauft, aber dann größere Mengen. Im äußersten Fall werden die Leute in häusliche Quarantäne gesteckt bzw. darum freiwillig gebeten. Dann ist es gut ein paar Vorräte zu haben.

  12. Unser Lebensmittelvorrat ist alles andere als minimalistisch – wir mögen und brauchen das aber so. Weggeworfen haben wir dabei noch nie etwas. Ein Teil eines Regalfachs in der Speisekammer ist unser „Muss weg“-Regal (habe ich so aufs Regalbrett geschrieben). Wann immer einem beim Durchstöbern der Vorräte etwas auffällt, das abgelaufen ist oder demnächst abläuft, stellt man es dort ab, und jeder, der sich aus der Speisekammer bedienen möchte, ist angehalten, immer als erstes im „Muss weg“-Regal zu schauen. Das klappt ganz gut.

    Etwas, das wir in diesem Jahr zu ersten Mal praktiziert haben, das ich aber sehr empfehlen kann: Wir haben im Januar systematisch den gesamten Gefrierschrank leergegessen. Grund war, dass ich ihn abtauen wollte, das Wetter aber eine Lagerung des Gefrierguts über mehrere Stunden auf der Terrasse nicht zuließ. Zwei schöne Nebeneffekte hatte die Aktion: Der ohnehin immer sehr teure Januar hat dadurch das Lebensmittelbudget kaum belastet, und alle Vorräte waren einmal auf Null – ich kann sicher sein, dass da nichts ist, was seit Jahren in einer Ecke des Gefrierschranks herumlungert. Das ließe sich ja auch mit einem kleinen Vorratsschrank so praktizieren. Bei uns wird jedenfalls in Zukunft immer der Januar der Monat sein, in dem wir aus den Vorräten leben.

    Ich muss dazu sagen, dass wir ländlich leben. Wir haben zwar einen gut ausgestatteten Supermarkt im Ort, aber nicht eine große Auswahl an Geschäften, Restaurants und Lieferdiensten zur Verfügung, wie das in der Großstadt der Fall ist. In der Stadt war mein Lebensmittelvorrat definitiv kleiner.

    1. Muss-Weg-Regal – wirklich eine einfache und praktische Lösung. Einmal im Jahr alle Vorräte im Gefrierschrank komplett leer essen, da ist der Januar auch ein klasse Monat: Kann man sich gut merken und nach Weihnachten entspannt das auch den Geldbeutel. Auch das wirklich eine wunderbare Idee!

  13. Die Frage ist ja wirklich auch: Notvorrat wofür?
    Ich koche gerne und oft und vielseitig und hab daher immer relativ viel Vorrat zuhause. Der wird aber immer auch verbraucht, ich hab auch so ein System, dass ich die basics immer in dem Moment nachkaufe, wenn ich die letzte Packung davon angefangen habe.
    Also bei einer Coronaquarantäne könnte ich ganz ohne Vorbereitung 2 Wochen leicht überstehen.

    Aber Elektrizität und Wasser sind eine ganz andere Sache in meiner kleinen Mietwohnung. Ohne Herd nützen mir meine verschiedenen Getreide und Trockenhülsenfrüchte nicht so viel. Ich hab keinen Campingkocher (brauch ich das?) und auch keinen Balkon zum drauf kochen. Und ich hab keine Badewanne, in der ich Wasser bunkern könnte – also da wär ich schon ganz schön aufgeschmissen ….

    1. Also bei den Wasserrohrbrüchen, die ich erlebt habe, war ein ganzer Teil der Straße vom Wasser abgesperrt und da gabs recht schnell einen Wasserhahn, der von den Stadtwerken draußen installiert wurde, an dem sich alle bedienen konnten.
      Ich finde beim Thema Notvorrat muss man einfach auch „die Kirche im Dorf lassen.“ Selbst bei Stromausfall kann man sich im Bedarfsfall ja auch mit Freunden, Nachbarn etc. zusammen tun – einer steuert Vorräte bei, der andere den Balkon, Garten und Campingkocher (Grill). Man ist ja nicht alleine auf der Welt.
      Naheliegender sind ja auch die ganz „normalen“ Probleme, wie plötzlich krank und nichts da. Da hast du ja dann genug da, was ja auch wirklich Sinn macht. Und selbst dann könnte man ja einfach mal jemanden anrufen und um Hilfe bitten.

  14. Liebe Gabi,
    erst einmal vielen lieben Dank für diesen Post. Ich hatte gestern tatsächlich gedacht, ob ich Dich nicht bitten könnte, darüber etwas zu schreiben – schon ist mein Wunsch erfüllt, ganz ohne dass ich aktiv wurde 🙂
    Für mich ist das ein schwieriges und sensibles Thema. Ich mag gar keine Lagerhaltung, mich überfordert das ganz ganz schnell. Andererseits ist deswegen unser Kühlschrank/Vorratsschrank immer leer, wir könnten wahrscheinlich keine 2 Tage überbrücken.
    Ich werde jetzt doch ganz behutsam einige Dinge einkaufen und mich Stück für Stück – und möglichst unabhängig von den aktuellen Medienberichten – an eine gewisse Vorratshaltung gewöhnen.
    Viele liebe Grüße
    Steffi

    1. Oh, das passt dann ja wirklich gut.
      Vielleicht ist die Gläser-Variante von Berni (siehe Kommentar unten) was für dich? Das ist eine prima Begrenzung nach oben und unten. Und man kann sich ja im Bedarfsfall einfach auch mal schöne und gleichmäßigere Vorratsgläser gönnen. Das bringt optische Ruhe rein. Vermutlich gibts irgendwo auch sogar Gläser, die sich beschriften lassen. (Eine einfache Alternative dazu ist auch schnell gefunden: https://www.smarticular.net/vorratsglaeser-dosen-beschriften-etiketten-stift-wasserfest/)

      Ich frage mich gerade, ob sich meine Unlust an diesem Thema recht schnell verflüchtigt, wenn das Sammelsurium an Gläsern mal etwas gleichmäßiger wäre. Dann habe ich als visueller Typ nämlich Spaß daran, weil es einfach schöner aussieht und insbesondere übersichtlicher ist. Meine aktuelle Variante mit den gesammelten Gläsern ist praktisch, preiswert, nachhaltig – eigentlich ideal. Aber sie macht mir keinen Spaß, weshalb ich mich ungern damit befasse. 🤔

      1. Liebe Gabi, Du beschreibst genau das, was mich überfordert: dieses Sammelsurium an unterschiedlichen Gläsern. Ich bin hochsensibel und v.a. sehr visuell. Unordnung stresst mich sofort. Man könnte jetzt sagen „Hab Dich nicht so, im Katastrophenfall ist das völlig egal“. Aber auch im Katastrophenfall bleibe ich so wie ich eben bin (wenn auch natürlich solche Dinge in den Hintergrund rücken) und ich lebe ja damit auch, wenn keine solchen Gegebenheiten eintreten. Insofern tröstet es mich, dass ich nicht die Einzige bin, die so tickt. Ich habe gestern einige Dinge eingekauft und dabei v.a. darauf geachtet, dass die Gläser möglichst ähnlich aussehen. Und siehe da, es hilft mir, mich an eine Vorratshaltung zu gewöhnen 🙂
        Ich finde es wichtig, dass ich möglichst „im erwachsenen Ich“ mit dieser Situation umgehe und da hilft es mir, mich stückweise an Vorratshaltung zu gewöhnen (weil es sonst einfach unverantwortlich ist) und andererseits meine Bedürfnisse nicht zu negieren.
        Danke Dir nochmal Gabi, das hat mir wirklich geholfen!!!

        1. Schön, dass du eine Lösung für dich finden konntest. Also diese „hab dich nicht so“-Sprüche helfen wirklich in der Regel in keinster Weise und machen wohl eher mundtot. Ich finde es passender, einfach die persönlich passenden Wege und Lösungen heraus zu finden.

  15. Seit etwa einem Jahr kaufen wir vermehrt in Unverpacktläden ein. Das hatte einen überraschenden Minimalismus-Effekt. Wir haben dafür Gläser beschriftet. Beispielsweise haben wir zwei Gläser für Weizenmehl. Wann immer eines der Gläser leer wird, kommt es in das Fach für leere Unverpackt-Gläser und wenn man dann zum Unverpackt-Laden fährt, nimmt man einfach alle Gläser aus diesem Fach mit und befüllt sie mit dem, was drauf steht. Dadurch ist einfach immer alles in ausreichender Menge vorhanden ohne dass man sich drum kümmern muss, was man genau braucht oder nicht. Und zuviel ist auch kaum möglich, weil ja nur Gläser dazu kommen, wenn irgendwas fehlt.

    Es klappt erstaunlich gut, obwohl das eigentlich gar nicht so vorgesehen war. 🙂

  16. Ich schaue am Monatsanfang die Vorräte durch, ob bald was abläuft, was ich dann verbrauche. Mehr als einen 14 Tage Vorrat will ich auch nicht. Ich teste gerade Butter und Frischkäse in Portionsgröße. Im Singlehaushalt komme ich damit billiger und verpackungsärmer, bilde ich mir ein. Ich hatte schon vergessen, wie lecker ein Butterbrot ist.

    Vielleicht hab ich endlich Ende des Jahres meinen Waschmittelvorrat abgearbeitet. Hat dann ja nur drei Jahre gedauert. Bei Drogerieartikeln muss ich aufpassen. Ich verfalle da in Shoppingrausch.

    Schuhe werde ich mir nicht mehr auf Vorrat kaufen. Da steht jetzt ein Knochen raus. Wie nach der Schwangerschaft passten keine Schuhe mehr. Grmpf! Auch die Jeans rutschen weg. Aber da hab ich nur zwei.

    Liebe Grüße
    Tanja

  17. Hallo Gabi,

    Über das Thema habe ich mir auch schon Gedanken gemacht.
    Wichtig ist es, die persönliche Situation zu betrachten.
    Bspw. Stehen auf den Listen, die schon ein guter Anhaltspunkt sind, endlose Mengen an Dosenobst und gemüse und Knäckebrot. Das wird hier einfach kaum bis gar nicht gegessen. Deshalb werde ich mir auch keine 2kg Knäcke ins Haus holen.
    Trockenvorräte sind mir lieber. Aber da wir in einer Wohnung leben, könnten wir im Falle eines Stromausfalls nicht kochen. Campingkocher für den Balkon wäre eine Alternative, aber dann braucht man auch einen entsprechenden Vorrat an Gaskartuschen.
    Deshalb versuche ich Kichererbsen und Bohnen in Tomatensoße, Tomaten in Dosen und passierte Tomaten vorrätig zu haben. Auch Thunfisch und eine Dauerwurst haben wir fast ständig da, weil die Sachen auch meist innerhalb eines Monats aufgebraucht werden.
    Wir sind 2,5 Personen und 2 Katzen (KaFu ist immer in Mengen da!)
    Wasser ist noch so ein Thema: wir trinken Leitungswasser. Sollte das wegfallen sieht es düster aus. Ich werde daher ca. 10-12 Liter (2x 6er Wasser bspw.) herholen. Das finde ich zwar nicht so gut, aber ein kleiner Vorrat ist durchaus sinnvoll. Im Sommer werden die Flaschen dann auf Ausflüge mitgenommen und durch neue Wäre erstetzt.

    Liebe Grüße,
    Romy

    1. Wenn man Leitungswasser trinkt, ist die Überlegung, so ein paar Wasserfläschchen da zu haben, auch nicht so falsch. Ich habe in meinem Leben noch nie Stromausfall gehabt, hatte aber schon mehrfach kein Wasser wegen eines Wasserrohrbruchs irgendwo in der Nähe. Da wurde zwar jeweils eine Wasserzapfstelle eingerichtet, war trotzdem blöd.

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