Wie Achtsamkeit zu mehr Zufriedenheit führen kann – Zeitungsartikel

Der Reutlinger Generalanzeiger hat einen Beitrag zu meinem Vortrag in Reutlingen veröffentlicht. Wer sich dafür interessiert, kann diesen Beitrag hier online nachlesen:

Reutlinger Generalanzeiger: Wie Achtsamkeit zu mehr Zufriedenheit führen kann

 

Der Beitrag der gedruckten Version der Zeitung kann auch als PDF angeschaut werden:  Der Blick für das Wesentliche. Wie Achtsamkeit zu mehr Zufriedenheit führen kann –  PDF-Datei

Logo mit Nordseegräsern und Text: Achtsamer Leben. Wege zu einem entspannteren und entrümpelteren Alltag

Der achtsame Umgang mit der Natur

„Viele von uns haben schon erlebt, wie wohltuend und belebend Achtsamkeit in der Natur sein kann. Entsprechend bedeutsam ist es, diesen Lebensraum zu erhalten und zu pflegen. Wie kann ein achtsamer Umgang mit der Natur aussehen und welche kleinen, aber konsequenten achtsamen Schritte sind möglich?“

Ein Gastbeitrag, zu diesem mir immer bedeutsamer werdenden Thema, ist auf der Webseite von Das tut mir gut! zu lesen:

Der achtsame Umgang mit der Natur

 

Blick auf hochgewachsene Bäume. Im Vordergrund rechts unten ansatzweise der Rand einer Balkonmauer

Vortrag „Achtsamer Leben“ in Reutlingen

Veranstaltungshinweis: Vortrag „Achtsamer Leben“

Am 13.10.2018 bin ich ab 18:30 in Reutlingen beim Reutlinger Generalanzeiger zu Gast und halte einen Vortrag zum achtsameren Leben mit weniger Dingen.

Reutlingen liegt rd. 40km südlich von Stuttgart. Wer dort also in der Nähe wohnt oder dort zu dieser Zeit in der Nähe unterwegs ist, ist herzlich eingeladen. Ich würde mich freuen, die ein oder anderen von Euch begrüßen zu können.

Veranstaltungsdetails:

  • Freitag, 12.10.2018, 18:30 Uhr
  • Reutlinger General-Anzeiger, Burgstraße 1–7, Reutlingen, Oertel+Spörer Saal
  • Eintritt: 7€
  • Tickets sind erhältlich:
    • vor Ort: GEA-Service-Center am Burgplatz
    • per Email: tickets@gea.de
    • telefonisch: 07121 302210

Ergänzende Infos: https://events.gea.de/event-portal_veranstaltung,-achtsamer-leben-_vaid,63.html

Meditation mit orthopädischen Handicaps

Meditation als körperliche Herausforderung

Regelmäßig zu meditieren, speziell die Sitzmeditation, stellt sicher immer eine gewisse köperliche Herausforderung dar. Wir sind es üblicherweise nicht gewohnt, regelmäßig eine längere Zeit ruhig in einer bestimmten Position zu sitzen. Auch körperlich gesunde Menschen ohne jede Einschränkung spüren dann schon mal die steifen Gelenke, mal zwickt es hier, mal dort. Im Laufe der Zeit lernt man dann, wie man mit solcherlei Einschränkungen oder Missempfindungen umgehen kann. Aber Meditation mit körperlichen Handicaps – geht das?

Mein persönlicher Weg

An anderer Stelle hatte ich schon einige Male von meinen körperlichen Einschränkungen berichtet. Siehe z.B. Achtsamkeitsübungen bei körperlichen Einschränkungen  oder Achtsamkeit und körperliche Beeinträchtigungen – meine Erlebnisse

Ich meditiere seit 8 Jahren trotzdem, aber anders. Einen geeigneten Weg zu finden, war und ist allerdings ein langer Weg. Ich lebe mit Fehlstellungen von Füßen, Beinen und Hüfte, hinzu kommt nicht zusammen gewachsener 5. Lendenwirbelbogen und überdehnbare Gelenke. Seit einigen Jahren bin ich zudem schwerhörig und benötige Hörgeräte. Die Folgen sind, dass ich schneller, als der „Durchschnitts-Meditierende“ an meine körperlichen Grenzen komme, muskulär verspanne, manches geht überhaupt nicht. Daher bin ich natürlich immer auf der Suche nach Tipps, Ideen und Anregungen.

Suche nach Anregungen und Hilfen

Vor längerer Zeit entdeckte ich, dass es spezielle Meditationskurse für Menschen mit chronischen Schmerzen gibt. Die Gründerin und Meditationslehrerin Vidamayala Burch litt nach einem Unfall an chronischen Schmerzen und hat diese besondere Form der Achtsamkeit entwickelt. Sie ist also eine Betroffene, was ich schon mal sehr überzeugend finde.

Da meine Einschränkungen aber anders gelagert sind, habe ich keine persönlichen Erfahrungen mit dieser Meditationsform. Da ich auch ansonsten keine ganz speziell auf orthopädische Handicaps ausgerichtete Achtsamkeitspraxis gefunden habe, habe ich selbst ausprobiert und bin dabei zu folgenden Erkenntnissen gekommen. Vielleicht helfen diese ja den ein oder anderen LeserInnen, die selbst mit orthopädischen Problemen zu tun haben:

Meditations-Tipps für Menschen mit orthopädischen Handicaps

  • Es ist sehr hilfreich und wichtig, die Wahrnehmung des eigenen Körpers zu verbessern. Das geht auch mit orthopädischen Einschränkungen. Der Bodyscan ist im Sitzen oder Liegen möglich und bietet eine ideale Ausgangsübung. Einige Anleitungen dazu sind hier zu finden: Achtsamkeitsübungen
  • Versuche nicht, „normal“ zu sein und unbedingt mithalten zu wollen. Überschreite nicht gewohnheitsmäßig deine eigenen Belastungsgrenzen. Auch dann nicht, wenn dir dies von anderen Menschen empfohlen werden sollte. Erfahrene und einfühlsame Meditations- und Achtsamkeitslehrer nehmen in der Regel Rücksicht, weisen idealerweise auf die nötige Selbstfürsorglichkeit hin. Trotzdem sind sie in der Regel körperlich deutlich fitter und gesünder und können nicht in deinen Körper hineinschauen. Warte daher nicht und verändere rechtzeitig deine Körperhaltung oder lege Pausen ein.
  • Nimm deinen Körper ernst, nimm deine Einschränkungen ernst, aber lass dich nicht davon allzu sehr begrenzen. Je nach persönlicher Einschränkung besteht die Gefahr, dass die Wahrnehmung des eigenen Körpers irgendwann so ins Zentrum der eigenen Wahrnehmung gerät, dass dies zu einer unnötigen Selbstbegrenzung wird.
  • Du hast einen Körper, aber du bist mehr als dein Körper. Übe dich daher immer auch in der Achtsamkeit der Gedanken und Gefühle.
  • Schaffe Ausgleiche, suche gezielt nach Meditationshaltungen und Formen, die dich entlasten. Meditationskissen, Lotussitz, Meditationsbänkchen – all das kann, muss aber nicht sein.
  • Gehe auf deine persönliche Entdeckungsreise, welche Haltung ganz persönlich für dich gut ist. Verschiedene Stühle, Sessel, Sofa, Balkonliege, ein kleines Kissen im Rücken, Erhöhung für die Beine, Abstützung für den Kopf oder in welcher Haltung auch immer: Was davon tut gut? Welche Haltung hilft und unterstützt dabei, besser in den Prozess des Meditierens hinein zu finden? Welche Haltung überlastet oder blockiert? Sieh diese persönliche Entdeckungsreise als eine deiner wichtigsten und zentralsten Meditationsübungen an, wenn du mit und trotz körperlicher Handicaps meditieren willst. Diese Entdeckungsreise ist gelebte Metta-Meditation, also eine wichtige Übung zur Selbstfürsorge für Menschen mit körperlichen Handicaps.
  • Finde deinen eigenen Meditationsablauf. Es kann hilfreich sein, Geh- und Sitzmeditation in kürzeren Abständen abzuwechseln oder durch einige, geeignete achtsame Yogaübungen zu ergänzen.

 

Nachteile ausgleichen statt mithalten

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Meditation mit körperlichen Handicaps natürlich möglich ist. Es geht jedoch nur, indem man sich keinerlei Druck und Stress macht, mit irgendwelchen „Durchschnitts-Standards“ und „allgemein gültigen Regeln“ mithalten zu wollen, denn diese sind auf die „normale“ und „übliche“ körperliche Belastbarkeit ausgerichtet.

Eine Orientierungshilfe ist, dass die körperlichen Begrenztheiten im Zusammenhang mit der körperlichen Meditationshaltung nicht dazu führen, dass die Meditation dauerhaft davon dominiert oder sogar blockiert wird. Die eigenen orthopädischen Einschränkungen durch Hilfsmittel oder Veränderungen in Haltung und Ablauf ein wenig auszugleichen, erscheint mir viel sinnvoller.

Die wichtigste Achtsamkeitsübungen für Menschen mit orthopädischen Handicaps

Die äußere Haltung sollte so sein, dass sie hilft, zu einer inneren Haltung zu finden. Bei Menschen mit orthopädischen Handicaps muss diese äußere Haltung individuell an die Einschränkungen angepasst und immer wieder überprüft werden. Die aus meiner Sicht wichtigste und zentralste Achtsamkeitübung für diesen Personenkreis ist daher die, immer wieder aufs Neue achtsam auszuprobieren und erspüren, was möglich ist und was hilft, besser in den Prozess des Meditierens hinein zu finden.

Die Meditationstipps für Menschen mit körperlichen Handicaps sind auch als kostenloser Download im PDF-Format, sowie zusätzlich in einer Version für Blinde erhältlich:

 

PDF-Download: Meditationstipps für Menschen mit orthopädischen Handicaps

barrierefreie Version für Blinde:  Meditationstipps für Menschen mit orthopädischen Handicaps

E-Book ist jetzt da! Wenig Dinge braucht das Glück

Wenig Dinge braucht das Glück - Buchcover
Cover: © Lingenverlag

Der Lingen Verlag hat fleißig gearbeitet und nun ist mein Buch „Wenig Dinge braucht das Glück“ neben der Printversion, auch als E-Book erhältlich. Dies freut mich insbesondere für die E-Book-Fans und die Leser/-innen meines Blogs, die auch gezielt nach einem E-Book gefragt haben.

Das Buch ist in den gängigen Formaten verfügbar. Beispielsweise hier im ePUB-Format, im Kindle-Format oder bei Apple.

Viel Spaß beim Lesen und insbesondere einige Inspirationen für ein entspannteres und glücklicheres Leben mit weniger Dingen.


Kurzinfo zum Buch

Lingen Verlag
ISBN:  978-3-96347-006-6
Erscheinungstermin: 15.8.2018
Gebundene Ausgabe, 144 Seiten
Preis:
Printversion: 9,95 €
E-Book: 7,99 €

Walfreiheit

Mitgefühl für Andere – diese wesentliche Übungspraxis der Metta-Meditation, ist immer auch verankert im Alltag, so wie dies Tanja Heller in Ihrem folgenden Gastbeitrag deutlich werden lässt:

Die Wale gehören euch nicht

Als Delfine unser Schiff auf hoher See in Griechenland begleiten – die Akrobaten der Meere – bin ich sehr dankbar. Da wir in den 80ern eine Orcashow in Spanien fluchtartig verließen. Bevor ein Delfin lächelnd durch einen Reifen sprang. Oder ein Orca fröhlich Wasser aus dem Schwimmbecken spritzte. Die Hüter der Meere legen in Freiheit 160 Kilometer am Tag zurück. Und tauchen 300 Meter tief. Sie in winzige Becken zu sperren, wie Zirkusclowns vorzuführen und für die Unterhaltungsindustrie zu unnatürlichen Kunststücken zu zwingen, bis sie sich zu Tode langweilen, ist falsch!

Bitte kauf auch du keine Eintrittskarte in dieses Tierleid aus Massenschlachtungen, Isolationshaft und Familientrennungen – man hört die Trauergesänge der Wale kilometerweit! Boykottiere Orcashows: Ein Leben in einem engen Betongefängnisse, das den Majestäten der Meere alles nimmt, was Freiheit ausmacht. Die Wale gehören euch nicht! Schließt die Delfinarien und setzt die sensiblen und klugen Säugetiere in betreuten Meeresbuchten aus, wo sie annähernd natürlich leben können.

Wären meine Eltern sitzengeblieben, hätte ich gelernt, dass das Entreißen eines Tieres aus seinem natürlichen Lebensraum zu meiner Belustigung völlig in Ordnung ist. Am liebsten hätte ich alle Tiere mit in die Freiheit genommen.

Für Tilikum. Geboren in Freiheit. Gestorben in SeaWorld.

 

Portrait Tanja HellerTanja Heller ist Freie Werbetexterin und Minimalistin aus Leidenschaft.

Buch verfügbar – E-Book folgt

Wenig Dinge braucht das Glück – Printversion und E-Book

Inzwischen ist mein Buch „Wenig Dinge braucht das Glück“ als Printversion in den üblichen Onlinestores erhältlich und kann auch in jeder Buchhandlung bestellt werden. Sobald die E-Book-Version verfügbar ist, informiere ich noch einmal darüber. Es wird voraussichtlich. nicht mehr lange dauern.

Kaufen und gleichzeitig etwas Gutes tun

Wer das Buch online kaufen möchte und mit dem Kauf automatisch auch etwas Gutes tun möchte, kann mal bei Buch7, dem Onlineshop mit der sozialen Seite, nachschauen. Buch7 spendet 75% der Gewinne an soziale, kulturelle oder ökologische Projekte.   Eine, wie ich finde, prima Idee.

Links

Vorschau – Downloads

Die kostenlose Vorschau einzelner Seiten aus dem Buch sind hier per Download erhältlich:

Wenig Dinge braucht das Glück

 

4 Buch-Exemplare zu gewinnen: Wenig Dinge braucht das Glück

4 auf einem Tisch liegende Bücher von "Wenig Dinge braucht das Glück"

Mein Buch „Wenig Dinge braucht das Glück. Aufräumen für ein entspannteres Leben“  steht kurz vor der Veröffentlichung. Das Buch wird in einigen Tagen nicht nur als klassische Print-Version (Softcover mit Klappen) erhältlich sein, sondern auch als E-Book.

Schon jetzt gibt es aber bei mir zwei kleines Highlights vorab:

1. Verlosung

Der Lingen-Verlag hat mir freundlicherweise einige Exemplare des Buches zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Meinen herzlichen Dank dafür!

Wer eins von vier Buch gewinnen möchte, kann in hier auf dieser Seite unten in den Kommentaren einen kurzen Hinweis oder Kommentar hinterlassen. Bitte auch die Emailadresse angeben. Diese ist hier öffentlich natürlich nicht zu sehen, aber Voraussetzung, um im Lostopf zu landen, da ich die Gewinner per Email benachrichtigen werde.

Teilnahmeschluss ist der 19. August 2018. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Umtausch oder Barauszahlung des Gewinns sind nicht möglich. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Viel Glück!

2. Vorschau auf die Inhalte

Niemand kauft gerne „die Katze im Sack“, daher gibt es einzelne Seiten aus dem Buch, die hier als Vorschau (PDF-Datei) kostenlos herunter geladen werden können.

Hinweis für Blinde: Menschen, die auf eine barrierefreie RTF-Version angewiesen sind, können diese bei mir anfordern – entweder per Email oder durch einen Hinweis in den Kommentaren. Zum Zusenden benötige ich die Emailadresse. Die Emailadresse nutze ich selbstverständlich nur und ausschließlich zum Versand der Datei. Sie wird danach wieder von mir gelöscht.

Downloads – Auszüge aus: Wenig Dinge braucht das Glück

 


Gabi Raeggel
Wenig Dinge braucht das Glück . Aufräumen für ein entspannteres Leben
Lingen Verlag
ISBN: 978-3-96347-006-6

 

Die leeren Räume füllen

Ich gehöre nicht zu denen, die ihre Wohnung irgendwann mal sehr vollgestopft hatte und entsprechend viele Dinge entrümpeln müsste. Aber ich habe den Hang, zu viele Dinge kommen und wieder gehen zu lassen. Dieses Rein und Raus von Dingen finde ich nervtötend. Trotzdem muss ich aufpassen, dies nicht ständig zu wiederholen. Kürzlich wurde mir ein wichtiger Grund deutlich, warum ich dazu neige: Horror vacui – Wir können leere Räume schlecht ertragen und neigen dazu, diese leeren Räume füllen zu wollen.

Die Küche empfinde und empfand ich beispielsweise immer noch unfertig. Stundenlanges Nachdenken, ob ich eine Essecke dorthin machen will oder lieber ein Sofa oder eine gemütliche Küchenbank oder doch einen Sessel – ein ständiges rein und raus an Ideen. Bis ich mir dann irgendwann endlich die Frage stellte, ob mir irgendwas in der Küche fehlen würde, wenn der Raum kleiner wäre und nur das hinein passt, was sich dort gerade befindet. Ihr ahnt vermutlich schon die Antwort… in einem kleineren Raum hätte ich das Gefühl gehabt, dass alles  vollständig ist und nichts fehlt.

Das Problem ist also nicht, dass die Küche unfertig ist, sondern dass sie mehr Platz hat, als ich brauche. Aber muss und will ich wirklich einfach nur den Raum füllen? Und wenn ja, wozu und für wen? Für mich? Nein! Aber es ist noch immer etwas ungewöhnlich und manchmal fühlt es sich für mich  „unnormal“ an, so viel Platz in einer Einzimmer-Wohnung mit knapp 42qm zu haben. Also neige auch ich genau deshalb dazu, die leeren Räume füllen zu wollen. Dann habe ich auch immer so endlos viele Ideen dazu, die sich bestimmt prima umsetzen ließen und es sähe vermutlich sehr schick aus. Aber ich fühle mich in vollen Räumen nunmal nicht wohl. Da nützt mir „schick“ auch nichts.

Deshalb will und werde ich mir definitiv nichts mehr in die Wohnung stellen, was ich weder brauche, noch mag. Ich möchte mich nicht mit irgendeiner Deko abquälen, auf die ich überhaupt keine Lust habe. Ich möchte auch nicht irgendwas neu anschaffen, was ich hinterher sowieso wieder hinaus werfe.

Auch das ist ein wichtiger Aspekt von Minimalismus: Den eigenen „Marotten“ und tatsächlichen Bedürfnissen auf die Spur kommen und schauen, was man selbst wirklich will und braucht. Daher gilt für mich: Die leeren Räume füllen – ja, aber nur mit Leben, nicht mit unnötigem Kram.

 

Weiße Wand mit buntem Wandteppich. Davor steht ein Tisch mit 2 Stühlen.weiße Küchenzeile mit Holzplatte, Spüle, Einzelkochplatte. Außerdem Milchaufschäumer, Glasflasche, Espressokocher, Plastikbox mit Spümittel, Spülbürste, Spüllappen

Nur ein Atemzug…

Mitunter ist es nur ein Atemzug lang, da sind dann plötzlich die Zweifel da. Wachliegend durchwandern vielerlei Gedanken Kopf und Herz: Wo sind die Tage, all die Jahre hin? So vieles erlebt all die Zeit. Hat sich das gelohnt, die ganzen Anstrengungen, die Mühen?

Manches ist einfach viel zu sehr Zufall: Die Zeit, in die man hinein geboren wurde, der Ort, die Familie, das gesellschaftliche Umfeld. Manchmal erscheint mir mein Leben sehr beliebig. Gibt es irgendetwas, was mich von der Fliege an der Wand, dem Kieselstein im Bach oder vom verwelkenden Blatt unterscheidet, welches bald zu Boden fällt?

See mit Bäumen im Hintergrund. Auf der rechten Bildseite im Vordergrund einige Blätter, die fast zu Boden zu fallen scheinen

Will ich nicht doch etwas Besonders erreichen oder darstellen? Was ist schon eine Fliege an der Wand? Vielleicht lieber Erfolg haben? Karriere machen? Häuschen bauen? Urlaub planen? Von der finanziellen Unabhängigkeit träumen? Oder wenigstens ein kleines bisschen die Welt retten?

Und so Leben wir unser Leben oder basteln wir uns nur irgendeine Vorstellung davon zusammen? Leben verläuft nämlich selten gradlinig. Irgendwas ist immer. Es ist ein auf und ab, ein hin und her. Gerade mal was geplant, schon läuft irgendetwas anders.

Und vielleicht darf das einfach auch so sein. Es ist überhaupt nicht notwendig, das ganze Leben zu verplanen. Leben ist letztlich immer nur ein Atemzug – genau der Atemzug, der jeweils gerade stattfindet.

Einatmen – ausatmen, so simpel und so wunderbar. Einatmen – ausatmen – das ist Leben. Es ist immer nur ein Atemzug, aber dieser Atemzug ist Leben und er bringt in stetiger, achtsamer Wiederholung, irgendwann Stabilität, Gelassenheit und die Freude zurück. Es ist völlig egal, ob jünger oder älter, ob Mensch oder Fliege, Kieselstein oder verwelkendes Blatt – all das ist Leben.