Geplante Obsoleszenz?

Ich bemerke bei mir schon seit längerer Zeit, dass ich schlichtweg keine Lust mehr habe, ständig wegen irgendwelcher, zu kaufender Dinge durch Geschäfte zu laufen oder das Internet zu durchstöbern. Da ich bereits seit 1982 nicht mehr im “Hotel Mama” wohne, kann ich auf langjährige Erfahrung als Konsumentin zurückblicken. Ich stelle fest: Die zeitliche Frequenz, in der mal wieder irgendein Neukauf ansteht, hat sich in den letzten Jahren deutlich verkürzt. Ein paar kleine Beispiele: 1988 kaufte ich eine Waschmaschine, diese hielt bis…

Minimalismus ist Luxus

Der Konsum und die Fixierung auf immer mehr Besitz, Geld, immer das Neueste, hat in unseren gesellschaftlichen Breitengraden ein Ausmaß erreicht, dass es oft schlichtweg unsinnig geworden ist. Zählen wir wirklich noch als Mensch oder sind wir längst zu einer Art „Homo Konsumentus“ geworden: fleißig arbeiten, um konsumieren zu können – oder um einen Kredit fürs Konsumieren zu bekommen? Beides möglichst zeitlich umfangreich: viel Arbeiten, viel kaufen – dann bleibt wenig Zeit zum Nachdenken. Beispielsweise darüber:  Ob die x-te Überstunden wirklich…

Impressionen aus einem Kaufhaus: Konsum-Prozession

Ich hatte versprochen, beim Tragen einiger Teile zu helfen und so war ich gestern im Möbel-Konsumtempel unterwegs. Als ich eine zeitlang einfach nur wartete, beobachtete ich die Menschen, die mit vollgepacktem Einkaufswagen, wie in einer Konsum-Prozession, an mir vorbei zogen: Strahlende junge Erwachsene, die sich gegenseitig ihre “Beute” zeigten, weinende Kleinkinder, genervte Eltern, angespannt diskutierende Paare. Erstaunlicherweise befand sich im Einkaufswagen in der Regel gar nicht mal vorrangig Möbelteile („wohnst du schon oder schraubst du noch…“), sondern aller erdenklicher Krims und…