Minimalismus = Konsum reduzieren. Was bedeutet das für mich?

Minimalismus ist verbunden mit reduziertem Konsum. Für mich bedeutet dies: letztlich eine Form von Luxus. Denn, wo nichts bzw. nur das Nötigste ist, gibt’s nicht mehr viel zu reduzieren. weder die Wohnung, noch den Blick auf sich selbst zu verstellen einen klareren Blick für das Wesentliche zu bekommen finanzielle Entlastung, in Teilzeit arbeiten können das, was da ist, bewusster genießen mehr von: Wie geht es mir? Wie fühle ich mich? Was will ich? Was will ich nicht? mehr Unabhängigkeit von…

Zufriedenheit kaufen?

Es gab Zeiten, da habe ich mich völlig reizüberflutet gefühlt. Ständig neue (und z.T. sehr faszinierende) Technik, steigende Arbeitsbelastung mit immer mehr Leistung in immer weniger Zeit. Dann immer mehr Internet-Login-Daten zu weiß ich was alles für Accounts. Endlos scheinende Entscheidungen, wie: Nehme ich jetzt dieses oder jenes Handy? Welcher Tarif ist am günstigsten? Welcher Anbieter am besten? Brauche ich ein mobiles Internet wirklich? Brauche ich nicht vielleicht doch auch mal diese oder jene schicken Klamotten? Und wenn Freunde, Nachbaren,…

Geplante Obsoleszenz?

Ich bemerke bei mir schon seit längerer Zeit, dass ich schlichtweg keine Lust mehr habe, ständig wegen irgendwelcher, zu kaufender Dinge durch Geschäfte zu laufen oder das Internet zu durchstöbern. Da ich bereits seit 1982 nicht mehr im “Hotel Mama” wohne, kann ich auf langjährige Erfahrung als Konsumentin zurückblicken. Ich stelle fest: Die zeitliche Frequenz, in der mal wieder irgendein Neukauf ansteht, hat sich in den letzten Jahren deutlich verkürzt. Ein paar kleine Beispiele: 1988 kaufte ich eine Waschmaschine, diese hielt bis…

Minimalismus ist Luxus

Der Konsum und die Fixierung auf immer mehr Besitz, Geld, immer das Neueste, hat in unseren gesellschaftlichen Breitengraden ein Ausmaß erreicht, dass es oft schlichtweg unsinnig geworden ist. Zählen wir wirklich noch als Mensch oder sind wir längst zu einer Art „Homo Konsumentus“ geworden: fleißig arbeiten, um konsumieren zu können – oder um einen Kredit fürs Konsumieren zu bekommen? Beides möglichst zeitlich umfangreich: viel Arbeiten, viel kaufen – dann bleibt wenig Zeit zum Nachdenken. Beispielsweise darüber:  Ob die x-te Überstunden wirklich…

Impressionen aus einem Kaufhaus: Konsum-Prozession

Ich hatte versprochen, beim Tragen einiger Teile zu helfen und so war ich gestern im Möbel-Konsumtempel unterwegs. Als ich eine zeitlang einfach nur wartete, beobachtete ich die Menschen, die mit vollgepacktem Einkaufswagen, wie in einer Konsum-Prozession, an mir vorbei zogen: Strahlende junge Erwachsene, die sich gegenseitig ihre “Beute” zeigten, weinende Kleinkinder, genervte Eltern, angespannt diskutierende Paare. Erstaunlicherweise befand sich im Einkaufswagen in der Regel gar nicht mal vorrangig Möbelteile („wohnst du schon oder schraubst du noch…“), sondern aller erdenklicher Krims und…

Tipp: Papierkram reduzieren

Wer kennt das nicht: Für alle möglichen Haushalts- und Elektronikgeräte sind in der Regel Bedienungsanleitungen vorhanden. Broschüren, die dann irgendwo im Regal, Schrank oder sonstwo lagern. Gerne unpassend in ‘zig verschiedenen Größen, in endlos vielen Sprachen. Ein einfacher Weg, hier zu reduzieren ist, auf der Homepage des Herstellers nachzusehen. Meistens ist die Bedienungsanleitung dort auch als PDF-Download zu bekommen. Ist ein Gerät erst einmal in der Anwendung verstanden, wird die Bedienungsanleitung danach in der Regel nur noch höchst selten genutzt….

Minimalistische Spurensuche – Rückblick: 80ger Jahre

Es war 1984. “George Orwell-Jahr” sozusagen, für mich fühlte es sich aber ganz anders an: Ich hatte eine Arbeitsstelle für 4 Monate in Dortmund bekommen. Da ich nicht genau wusste, was danach ist, habe ich erstmal 2 kleine möblierte Zimmer bezogen: Wohnzimmer mit Schreibtisch, In der Küche stand ein Bett mit dreiteiliger Matratze (oder wars Schlafzimmer mit Küche??), Bad außerhalb auf dem Flur. – Irgendwann der Entschluss: ich bleibe in Dortmund, aber es sollte eine andere Wohnung sein, dreiteilige Matratzen…

Minimalistische Spurensuche – Rückblick: 70ger Jahre

Überflüssigen Ballast loswerden, nicht so viel Zeug haben: Rückblickend erkenne ich diesen minimalistischen Drang immer schon – und ich habe positive Erfahrungen damit: In den 70ger Jahren sind wir als Teenies mit einer Gruppe des Jugendherbergsverbandes gewandert. Alles wichtige war im Rucksack verstaut. Da war kein überflüssiges Teil, schliesslich musste alles geschleppt werden. Jedes T-Shirt hatte ich vorher genau ausgewogen, das Stück Seife halbiert: Nur nicht mehr tragen als nötig. Einziger Luxus: Kleine Wandergitarre (abwechselnd getragen) und Mundorgel-Liederbuch. Die Jugendherbergen…