Einen festen Ort für die Dinge finden

Einen festen Ort für die Dinge finden – das ist eine wichtige Grundlage jedes einfachen Aufräumens und erspart mühsames Suchen. Meine bisherigen beiden Schränke habe ich abgeschafft und nutze, wie bereits im vorletzten Beitrag erwähnt, nun die Abstellkammer als begehbaren Schrank. Als klassische Schränke gibt es ansonsten nur noch die Küchenschränke und einen Schreibtischcontainer.

Welche festen Orte für die Dinge passen nun?

Ein minimalistischer Lebensstil macht beim Finden des festen Ortes für die Dinge mal wieder besonders viel Sinn. Weniger Dinge zu besitzen ermöglicht mehr Flexibilität, das Auf- und Umräumen ist einfacher und schneller. Mir ermöglicht es, auch so etwas Gewöhnliches, wie das Anordnen und Verstauen von Dingen achtsamer zu gestalten und gezielt zu experimentieren. Ich beobachte derzeit meine Alltagsabläufe genauer und schaue, welche Dinge ich häufig nutze und welche selten. Das, was ich selten benötige, kommt ganz nach oben oder nach unten ins Regal, häufig genutzte Dinge befinden sich in bequemer Greifhöhe. Weniger Dinge als der Durchschnitts-Europäer zu besitzen, bedeutet nicht, dass mir Dinge egal sind. Im Gegenteil. So habe ich zwar nicht übermäßig viel Kleidung, aber jedes einzelne Bekleidungsstück bedeutet mir etwas und es ist mir wichtig, dass die Kleidung zusätzlich staubgeschützt ist. Daher habe ich den überwiegenden Teil der Bekleidung inzwischen in einigen Kisten verstaut. Für die restliche Bekleidung werde ich dies auch noch umsetzen. Immer wieder wandert noch das ein oder andere Ding von einem Regalfach ins nächste. Ich probiere aus, ich spüre hin, welcher feste Ort für die Dinge passend ist und welcher nicht. Hätte ich eine große Menge an Besitztümern, wäre dies viel mühsamer und aufwändiger. So, wie es jetzt ist, ist es eher spielerisch und experimentell. Es macht einfach auch Spaß. Genau dies ist ein Teil der Einfachheit, die den minimalistischen Lebensstil so interessant und lebenswert machen, nachdem die überflüssigen Dinge endlich entrümpelt sind.

Wo haben Minimalisten eigentlich ihren „unfotogenen“ Kram?

Thorsten stellte neulich in einem Kommentar die Frage, wo Minimalisten eigentlich ihre Drucker haben. Die sind auf Fotos nämlich in der Regel nicht zu sehen.  Da steht meistens ein einzelner Laptop auf einem ansonsten leeren Schreibtisch. Stimmt. Es gibt Dinge, die sich auch in einem minimalistischen Haushalt befinden, aber die nunmal nicht so fotogen sind und auf einem Bild nicht so schickt aussehen. Zwei Beispiele von mir:

Bei mir stand der Drucker immer in irgendeiner Zimmerecke. Da ich den Drucker aber wirklich nur äußerst selten benötige, ist er inzwischen auch in meinen begehbaren Schrank gewandert.

Blick auf das 2,26m hohe Holzregal in einer Abstellkammer. Im zweituntersten Regalfach links steht ein Drucker. Der Drucker ist mit einem Pfeil markiert.

Die wenige Male im Jahr kann ich ihn auch eben hervorkramen. Das stört mich weniger, als das Teil ständig im Zimmer herumstehen zu haben. Ich habe genau gesagt einen Monochrom-Laserdrucker mit Scan- und Kopierfunktion. Das Teil hält und hält und hält. Gäbe es den Drucker nicht, würde sich ein neues Gerät nicht mehr für mich lohnen. Die paar Ausdrucke könnte ich dann auch in einem Copyshop machen. Aber da ich das Gerät habe, nutze ich es halt – wenn auch selten.

Noch nicht alles hat übrigens einen guten Ort gefunden. Da ich mein Futon tagsüber aufrolle, muss irgendwo das Bettzeug hin. Derzeit lagert es noch nach dem Auslüften aufgerollt auf der Wäschekiste. Irgendwo muss halt auch diese Variante von unfotogenem Zeugs hin.

 Blick Richtung Tür. Links vorne ist ansatzweise das Futon zu sehen. Dann ein Schreibtischcontainer. Daneben einen Holzwäschekiste mit Bettzeug drauf. Dann folgt die Tür. Rechts von der Tür ein Klappfuton und ansatzweise ein Sofa.

Ansonsten sieht es in meinem Wohn-Schlafraum jetzt so aus:

Wohnzimmer. Blick von der Tür aus Richtung Fenster. Links ein Sofa, am Fenster ein kleiner eckiger Tisch mit Stuhl. Rechts das Futon und der Berliner Hocker

Das Sofa ist neu hinzugekommen. Es stammt vom Fairkaufhof Dortmund. Im Fairkaufhof werden neben den üblichen Gebrauchtmöbeln von Privatleuten, auch Spenden der umliegenden Möbelhäuser verkauft, die zwar gut erhalten und oft noch neu sind, aber dort nicht mehr verkauft wurden. So landen die Möbelstücke nicht auf dem Müll, sondern werden weiter verkauft. Manchmal sind wirkliche Schnäppchen dabei, so wie mein Sofa. Neuwertig, stabil, gutes Polster für 150€ mit Lieferung an den Aufstellort. Gleichzeitig erhalten einige zuvor arbeitslose Menschen, eine neue Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeit. Ein Gewinn für Mensch und Umwelt. Das habe ich doch gerne unterstützt.

 

Balkon-Meditation und Kochimprovisation

Nun sitze ich hier auf dem Balkon der neuen Wohnung. Ich genieße es, einen Nordbalkon zu haben. Während die Südbalkoner schwitzen, ist es hier angenehm mit einem herrlichen Blick auf wunderschöne und hochgewachsene Bäume.

Blick auf hochgewachsene Bäume. Im Vordergrund rechts unten ansatzweise der Rand einer Balkonmauer

Es erinnert ein wenig an „Mitten in der Stadt am Waldrand“. Meditation auf dem Balkon, dazu in einem Campingsessel – sicher etwas ungewöhnlich, aber wunderbar. Beim Ein- und Ausatmen höre ich das Zwitschern der Vögel und das Rauschen der Bäume, ich fühle den Wind auf meiner Haut und bemerke, wie unglaublich unwichtig meine Überlegungen sind, ob ich ergänzend zu den Jalousien nun Vorhänge will und wenn ja welche oder auch nicht.

Alles ist noch ein wenig improvisiert. Als ich hier meinen ersten Kaffee kochte, dachte ich spontan: „Wenn ich Kaffee kochen kann, ist die Küche fertig“ und musste lachen. So ganz stimmt das natürlich nicht. Einige größere Teile, die sich weder zu Fuß, noch mit dem kleinen Carsharingauto transportieren lassen, fehlen noch. Dazu gehören auch ein paar Küchenmöbel, die erst Anfang Juni in die neue Wohnung kommen.

Ich finde es unglaublich spannend, eine Wohnung erst nach und nach zu beziehen. Ich kann mir diesen Luxus leisten, da neue und alte Wohnung nur rund 200 Meter entfernt sind. Erstmal die leeren Räume erspüren, die Atmosphäre, das Licht und ausprobieren, ob ich lieber hier oder da schlafen will. Genialerweise habe ich jetzt so etwas wie einen begehbaren Schrank. Genau gesagt, ist es eine ca. 1qm große Abstellkammer und abgesehen von einigen Bad- und Küchenutensilien passt alles hinein, was ich so an Zeugs besitze. Die auf dem Foto zu sehende Einordnung ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber reicht für den ersten schnellen Überblick.

Blick auf ein Ivarregal mit 2,26m Höhe und ca. 85cm Breite. Untergebraucht sind von unten nach oben: Renoviermaterial, Nähmaschine und Nähzeugs, Büroartikel und Aktenordner, Kleidung und einige Taschen, sowie ein Rucksack. Im Vordergrund rechts eine kleine Leiter, links ein Staubsauger

Ohne einen minimalistischen Lebensstil und die immer wieder neue Ausrichtung darauf, was und wieviel Dinge ich wirklich benötige bzw. nicht benötige, hätten die letzten Monate so nicht stattgefunden. Weder hätte ich neben meiner normalen Arbeitsstelle, Zeit und Nerven gehabt, zwei Bücher zu schreiben, noch wäre ich in der Lage gewesen, einen „normalen“ Umzug mit „normal vielen Dingen“ zu stemmen. Doch selbst meinen überschaubaren Besitz habe ich als sehr viel empfunden, als er in Kisten, Taschen und Tüten gepackt war. Um mehr Zeugs möchte ich keinesfalls kümmern. Statt irgendwelche Unmengen an Besitz einzusortieren, sitze ich lieber hier und genieße Balkon-Meditationen und Kaffeekoch-Improvisationen. Seit heute gibt es auch die Cover für die Bücher, die ich natürlich nicht vorenthalten möchte:

Wenig Dinge braucht das Glück - Buchcover
Cover: © Lingenverlag
Buchcover: Mein Aufräumtagebuch
Cover: © Lingenverlag

 

 

 

 

 

 

 

 

Infos zu den Büchern gibts hier: https://achtsame-lebenskunst.de/meine-buecher/

 

 

 

Minimalismus – der Blick auf das Wesentliche

Ich habe noch einmal sehr deutlich gespürt, dass vieles von dem, was ich in den letzten Monaten gemacht habe, nie ohne meinen minimalistischen Lebensstil funktioniert hätte. In den letzten 4 Monate lag mein Fokus ganz klar auf meiner normalen Berufstätigkeit und dem Schreiben des Buches, sowie der nötigen Erholung dazwischen. Mit einem „üblichen“, d.h. annähernd durchschnittlichem Konsumstil wäre in meinem Berufsfeld eine Vollzeitstelle nötig. Dann hätte ich aber nie ein Buch schreiben können, schon gar nicht wäre ich dann in der Lage gewesen, jetzt auch noch umzuziehen. Der Blick auf das Wesentliche, also auf das, was hier und jetzt gerade so ansteht, erleichtert mir wirklich vieles.

Die Manuskripte für meine Bücher „Wenig Dinge braucht das Glück“ sind inzwischen beim Verlag. Entrümpeln, Aufräumen und Achtsamkeit miteinander zu verbinden, ist schon etwas ungewöhnlich. Aber mir gefällt es. Natürlich hätte ich noch dies, das und jenes schreiben können. Irgendwann war ich aber an dem Punkt, an dem ich bemerkte, dass alles, was ich noch hinzufüge, in den Bereich der Verschlimmbesserung gehen würde. Irgendwann ist es dann einfach genug mit dem Schreiben – selbst dann, wenn ich einzelne Themen noch ins Unendliche ausweiten könnte. Aber wenn die Leser_Innen vor lauter Lesen nicht zum Aufräumen kommen, ist das ja auch irgendwie unsinnig 😉. Nun warte ich gespannt auf die Layouts für das Cover des Buches.

Fast wie ganz nebenbei, habe ich dann auch noch die neue Wohnung gefunden, in die ich bald einziehen werde. Als ich gestern aus dem Fenster schaute, sah ich zufällig, wie jemand schräg gegenüber auszog und erstmal alle Dinge draußen auf die Wiese vor das Haus stellte. Lieber Himmel bin ich froh, weniger Besitztümer zu haben. Ein „normaler“ Umzug hat etwas von Horror pur. Meine Sachen einzupacken war zum Glück kein großer Aufwand und ich bin in diesem Punkt sehr entspannt.

Eine Zimmerecke, in der 2 größere und 2 kleinere Kartons stehen, sowie 5 unterschiedlich große Taschen und 1 Koffer stehen. Am rechten Bildrand ein auseinander genommener Schrank.

Auf dem Bild oben fehlen nur noch einige Dinge aus Küche und Bad, die derzeit noch in Verwendung sind. Einiges Werkzeug und Putzutensilien landen ja ohnehin immer als erstes in der neuen Wohnung.

Blick in Küchenunterschrank: rote Kiste mit Putzuntensilien, 2 Holzkästen mit einigen Küchenutensilien. Vor dem Schrank stehend: 1 Werkzeugkiste, rechts daneben eine weiße Box mit Nahrungsmittelvorräten
Die wesentlichen Dinge für die Zeit kurz vor und nach dem Umzug.

Der einzige Haken dieses minimalistischen Umzuges ist eigentlich nicht wirklich ein Haken: Ein Umzug mit Umzugsunternehmen hätte sich weder für mich, noch für das Umzugsunternehmen gelohnt. Zuwenig Kram. So etwas nenne ich Luxusproblem. Also lasse ich mir etwas mehr Zeit. Das ein oder andere Teil wird sogar zu Fuß in der rund 200 Meter entfernten neuen Wohnung landen. Ganz einfach deshalb, weil ich sowieso häufiger dort entlang gehe. Dann werden noch ein paar Teile mit dem Carsharingauto transportiert und Anfang Juni die Möbel. Beim nächsten Minimalismus-Stammtisch Ruhrgebiet am 3.6. ist dann alles in der neuen Wohnung. Dass zwischendurch alles ein wenig improvisiert ist, stört mich nicht – ganz im Gegenteil. Es macht mir sogar Spaß. Mich erinnert es an Camping mit den eigenen Möbeln und somit empfinde ich eher Urlaubsgefühle, als Umzugshorror. Es muss einfach nicht immer perfekt sein. Wenn ein paar Dinge mal nicht ständig griffbereit sind, stört es in keinster Weise. Ich kann essen, schlafen, mich erholen. Der Blick auf das Wesentliche fällt mir leichter als früher. Das entspannt und befreit.

im Vordergrund ein Holztisch auf dem eine Kaffeetasse, Wasserflasche, Glas und Laptop stehen. Im Hintergrund ein Fenster. Es sind 2 Baumkronen zu erkennen.

Wohnen und Möbelstandards

Wohnen – Gedankenexperimente

Anlässlich meines bevorstehenden Umzuges wurde mir nochmal deutlich, dass Raumplaner auf dem Computer doch eine praktische Sache sind. Mir ging kürzlich ein Gedankenexperiment durch den Kopf, welches sich mit Wohnen und Möbelstandards beschäftigte. Ausgehend gesagt, ist meine künftige Küche ca. 15qm groß, der Wohn-Schlafraum ca. 16qm. Mir reicht dieser Platz locker aus, aber wie sieht das aus, wenn ich diese beiden Räume mal nach den üblichen Möbelstandards einrichte, wie ich diese in den entsprechenden Kaufhäusern und -katalogen so vorfinde? Also habe ich dies einfach mal mit den Raumplaner-Programm ausprobiert. Das Ergebnis:

links nach rechts: In Küche eine Küchenzeile 3,10m breit. Gegenüberliegend weitere Küchenunter- und -oberschränke 2m breit. In der Mitte ein Tisch mit 2 Stühlen. Im Wohnschlafraum ein Sofa mit Sofatisch davor. Daneben ein 2m breiter Kleiderschrank. Gegenüber: Bett mit 1,40 breite, 1 Nachttisch, 1 Fernsehgerät.

Ich bin mir nicht sicher, wieviele Menschen jetzt denken: Ok, sieht doch ganz „normal“ aus – außer, dass halt Wohnzimmer und Schlafzimmer kombiniert sind. In die eigentlich recht großen Küche habe ich aber nicht mal die heute so oft zu sehende Kücheninsel eingebaut, sie ist also eher einfach eingerichtet. Mich selbst überkam trotzdem schon beim „Einrichten“ der Räume ein Beklemmungsgefühl, insbesondere beim Wohn-Schlafraum. Alles so eng und vollgestellt. Der Kleiderschrank von 2 Meter Breite hat für mich etwas von Möbelmonster, aber so riesig groß scheint ein solcher Kleiderschrank heute nicht mehr zu sein. Es ist nicht einmal ein begehbarer Kleiderschrank. Wollte ich auch nur annähernd alles umsetzen, was heute „in“ „üblich“ oder sogar fast schon „Standard“ ist, müsste die Wohnung mindestens doppelt so groß sein.

Der aktuelle Stand bei mir

Mit meinen aktuellen Möbeln sähen die Räume ungefähr so aus:

Screenshot 3D-Sicht. Links eine kleine Abstellkammer mit Regalen, daran anschließend Küche mit 2,40m breiter Kücheneinheit. Gegenüber stehend ein Tisch mit 2 Stühlen. Auf der rechten Bildhälfte der Wohnraum. Ein Futon, kleiner Hocker. Gegenüber ein kleiner Tisch mit einem Stuhl, sowie einem kleinen Schränkchen.

Es ist erkennbar deutlich leerer. Natürlich gibt es Menschen, die sagen, dass dies doch fürchterlich leer ist. Aber mir gefällt es, weil ich dies als sehr viel freier und nicht so einengend empfinde. Ob und was noch genau noch an Einrichtung dazu kommt, wird sich zeigen. Ich werde künftig meine Kleidung gar nicht mehr im Kleiderschrank aufbewahren, sondern entweder in Kommoden unterbringen oder sogar in dem eigentlich als Abstellkammer gedachten Raum. Abstellkammern haben die Eigenschaft, dass sie irgendwann voll mit irgendeinem Gerümpel stehen. Da ich nicht so viele Dinge habe und nicht vor habe, diesen Raum vollzurümpeln, kann ich diese Abstellkammer auch für alles mögliche nutzen, selbst die Kleidung passt vermutlich problemlos dort hinein.

Wohnen und Alltagsachtsamkeit

Meine Überlegungen sind natürlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Außerdem: keine Ahnung, was mir nächste Woche oder nächstem Monat so einfällt. Schon gar nicht, will ich meine Varianten als irgendeinen neuen Standard erheben. Ich finde es einfach nur wichtig, sich von den üblichen Bildern, die uns als Werbung vor die Nase gesetzt werden, nicht verführen und zu stark beeinflussen zu lassen. Es ist viel sinnvoller, wirklich Alltagsachtsamkeit auch auf das Wohnen auszurichten, um so den eigenen Bedürfnisse besser entsprechen zu können. Ich erlebe dies sehr befreiend. Mein Bedürfnis ist es, einfacher und minimalistischer mit meiner Wohnraumgestaltung umzugehen. Für mich ist es verbunden mit dem wunderbaren Gefühl von Freiheit. Außerdem ist es sehr viel weniger Aufwand mit nervigem Aufräumen und Putzen. Ich möchte zudem auch nicht eine teure Miete für einen größeren Wohnraum bezahlen, um die üblichen, aber oft überflüssigen Möbelstandards unterzubringen, in denen ich dann u.a. all das überflüssige Zeugs horten kann, das ich weder brauche noch nutze. Das Geld und den Aufwand, den ich dafür hätte, spare ich mir und genieße dann lieber das Leben und die Freizeit auf meinem künftigen Balkon und in einer Wohnung, in der ich mich nicht eingeengt fühle.

Mein Achtsamkeits- und Minimalismus-Tipp:

Schaut und spürt wirklich genau hin, welchen Bedarf ihr habt, mit was ihr euch wohlfühlt und mit was auch nicht. Im Bedarfsfall mal ausprobieren und irgendein Teil mal testweise für einige Wochen im Keller oder auf dem Dachboden parken und dann schauen: Fühle ich mich dann besser oder schlechter oder ist es egal?

Der Wohnraumplaner ist übrigens eine Open-Source-Software und kostenlos verfügbar für die Betriebssysteme Windows, Mac, Linux und Solaris http://www.sweethome3d.com/de/

Mein Leben im JETZT

Bewegungen und Veränderungen

Mein Leben im JETZT ist gerade sehr bewegt. Solche Phasen im Leben hatte ich immer mal wieder. Meine beiden Bücher „Wenig Dinge braucht das Glück“ machen gute Fortschritte. Wesentliche Inhalte stehen und ich denke, dass ich in gut 3 Wochen fertig sein werde, die Veröffentlichung wird dann Mitte August sein. Inzwischen gibt es aber auch noch mehr Veränderungen. Ich werde zwischen Mitte Mai und Anfang Juni nochmal umziehen. Warum diese Entscheidung jetzt gefallen ist, hat viel mit Achtsamkeit auf meine Bedürfnisse zutun. Der Grund, warum ich diese ganzen Veränderungen und Bewegungen, neben meiner Berufstätigkeit gut hintereinander bekomme, ist mein minimalistischer Lebensstil.

Achtsamkeit – das Leben im jeweiligen Augenblick

Irgendwann in den letzten Monaten entdeckte ich die Tragweite und die unglaubliche Chance des Lebens im Augenblick. Leben findet tatsächlich JETZT statt. Zukunft ist nie bis ins letzte Detail planbar. Ich lebe im JETZT, genau in diesem Moment. Und das bedeutet für mich, ich brauche keinem Ziel, keinem Trend, keiner Mode, keiner Perfektion nachrennen. Bucketlist brauche ich nicht. Wirklich JETZT leben, bringt  Energien ins Fließen. Dadurch entwickelt sich genug – von ganz alleine.

Umzug und Älterwerden

Den jetzt anstehenden Umzug hatte ich eigentlich erst in ein paar Jahren vorgesehen, irgendwann zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr. Mir war beim Einzug in diese Wohnung von vorne herein klar, dass ich nicht mit 65 und älter, noch in die 4. Etage klettern und unter der Dachschräge duschen will. Als mir mein Leben im JETZT bewusst wurde, tauchte die Frage tauchte auf, wozu ich denn so lange warten will? Mir fehlt JETZT ein Balkon. Und bereits in den heißen Tagen des letzten Sommers, hat mich das abendliche Gemurmel der Gaststättenbesucher von Gegenüber, doch mehr gestört, als es vorher absehbar war.

Die neue Wohnung befindet sich hier in meiner Wohngegend, knapp 200m entfernt. Sie liegt in der 1. Etage, hat neben einem Balkon eine große Wohnküche, einen Wohn-Schlafraum, Bad und eine kleine Abstellkammer.

Grundriss der neuen Wohnung. Links: Wohnschlafraum, rechts daneben schließt sich die Küche an. Davon geht eine Abstellkammer und Balkon ab. Von der Küche geht es in den Flur. Im Flur der Zugang zum Bad.

Künftig gibt es also keine „Bergbesteigungen“ in die 4. Etage mehr. Damit ist die künftige Wohnung sogar fürs Älterwerden geeignet. Ich denke also im JETZT durchaus auch an das, was noch kommt. Manche Menschen mögen Gedanken an das Wohnen beim Älterwerden mit 57 Jahren zu früh finden. Ich nicht. Ich habe nämlich in den letzten Jahren mehrfach gesehen, wie es Menschen gehen kann, die sich um solche Themen nicht rechtzeitig kümmern. Irgendwann sitzen sie in Ihren Wohnungen und weil u.a. auch das Treppensteigen beschwerlicher geworden ist, gehen sie kaum noch vor die Tür. So möchte ich keinesfalls leben.

Ich kann mich nun viel unbeschwerter auf mein Leben JETZT konzentrieren. Dies zu einem Zeitpunkt, wo ich mich gut fühle und ich auch noch mit Einkaufstaschen problemlos in 4. Etagen klettern kann. Ich muss nicht warten, bis ein evtl. Desaster vor der Tür steht, ich kann es einfach frühzeitig umschiffen und so viel befreiter leben.

Minimalismus – das Leben im JETZT gestalten

Wie anfangs erwähnt, ist es gerade mein minimalistischer Lebensstil, der mir all die Veränderungen und Bewegungen in meinem Leben stressfrei ermöglicht. Ohne minimalistischen Lebensstil hätte ich keine Teilzeitstelle. Ohne Teilzeitstelle würde es die Bücher, die ich schreibe, definitiv nicht geben. Erst recht hätte ich es mir mit Vollzeitjob derzeit angetan, auch noch umzuziehen. Mit einem „normalen“ Hausstand eines üblichen westlichen Lebensstil, wäre das mehr als reichlich Arbeit, viel Vorbereitung und somit eine große Hürde. Die Dinge in meiner Wohnung sind dagegen schnell und in überschaubarer Zeit ein- und wieder ausgepackt. Immer wieder konzentriere ich mich auf das JETZT Wesentliche. Ich habe gerade durch diesen minimalistischen Lebensstil mehr Freiheit, mehr Optionen, wie ich mein Leben im JETZT gestalten kann – und ich genieße dies sehr.

Ich werde in den nächsten Wochen noch einige Male das Thema „Umzug – Minimalismus – Achtsamkeit“ aufgreifen und mich damit auseinandersetzen, was es für Gründe für und gegen einen Umzug gibt und wie man solche Phasen stressfrei gestalten kann.

 

Braucht der Mensch Möbel?

Ich denke immer noch über die Anschaffung einiger Möbel nach, wie beispielsweise eine Art Gestell für mein Futon oder evtl. doch ein Sofa. Auf dem Futon schlafen ist super, aber ich möchte ungern so niedrig am Boden sitzen. Ich kann dies mit meinen langen Beinen und eingeschränkter Hüftbeweglichkeit auch nicht wirklich gut. Daher wäre es auf Dauer doch schön, wenn ich etwas höher sitzen könnte. Deshalb schaue ich mich vereinzelt nochmal hier und dort um, auch heute.

Wieder einmal habe ich festgestellt, dass mir die meisten Sachen nicht gefallen. Es ist erstaunlich, was heute so alles für alles in die Möbel verbaut wird. Neben den üblichen Span- und Hartfaserplatten, sowie jeder Menge Kunststoff, wird sogar Papier verwendet. Plastik-Papp-Möbel sind derzeit modern – wie lange sollen die eigentlich halten? Immer wieder entdeckte ich irgendwelche Hochglanzfronten – lieber Himmel, wer putzt sowas freiwillig??

Natürlich gibt es auch noch Massivholzmöbel, aber da gibt es einmal die Möbel, die für meinen Geldbeutel ungeeignet sind und dann die Massivholzmöbel, wo nach einiger Zeit das Holz hier oder da nachgibt – vermutlich war das Holz vor der Verarbeitung nicht lange genug gelagert. Ach ja, dann gibt es natürlich auch die Massivholzmöbel, die mir nicht gefallen.

Hinzu kommt: Ich habe eine Möbelmarotte, aber die kenne inzwischen recht gut. Diese Möbelmarotte schleppe ich schon seit Jahrzehnten mit mir herum und besteht darin, dass ich es mit den meisten Möbeln nicht lange aushalte. Möbel können schön sein, wie sie wollen, irgendwann fliegen sie raus. Punkt.

Kleiderschränke finde ich beispielsweise praktisch, aber seit Jahrzehnten gähnend langweilig und irgendwie fürchterlich. Ich habe es nie lange damit ausgehalten. Sofas sehen für mich alle nahezu gleich aus, sie haben etwas von bequemen Möbelmonstern. Mir käme auch nie in den Sinn für eine schicke Küche irgendwelche Reichtümer auszugeben und ein normales Bettgestell ist für mich Platzverschwendung. Diese Marotte hat natürlich keinen logischen Sinn. Es hat nicht einmal das geringste mit Minimalismus zutun, sondern ist halt das, was es ist: eine hartnäckige Marotte. Aber: Diese Marotte darf jetzt einfach da sein. Sie gefällt mir sogar. Die Marotte und ich, wir beiden kommen inzwischen prima miteinander klar.

Jahrelang habe ich mit „normalen“ Möbeln gegen diese Marotte angekämpft, weil ich dachte, mit zunehmendem Alter müsste ich mal „normaler“ werden. Erfolglos. Inzwischen spare ich mir diese Möbel-rein-und-raus-Spielchen – erst Recht in Zeiten von Plastikpappmöbeln. Und wenn ich dann noch die mit Plastik-Samoa-Eiche dekorierten Kleiderschränke sehe, schüttelt es mich.

Ich gehöre eher zu den Menschen, die ich mal „Inhouse-Nomaden“ getauft habe. Ich wohne wirklich gerne genau in dieser Gegend, wo ich jetzt lebe und werde dort bleiben. Aber innerhalb der Wohnung muss und darf bloß nicht immer alles am gleichen Platz sein. Tisch und Futon sind mal hier, mal da, mal dort. Gerade so, wie mir der Sinn danach steht und wie die Sonne ins Fenster fällt. Möbel sollten mobil und multifunktional sein, idealerweise mit wenig Aufwand beim Abstauben. Am liebsten wäre es mir, Möbel tauchen gerade dann auf, wenn ich sie brauche und ich klatsche einmal in die Hände und das Zeugs löst sich bis zum nächsten Gebrauch in Luft auf.

Ok, das werde ich wohl in diesem Leben nicht mehr hinbekommen. Mal schauen, welche anderen Lösungen mir im Laufe der Zeit noch einfallen oder auch nicht. Finde ich nichts passendes, dann stehen halt nur sehr wenig Möbel bei mir herum. Was auch immer ich mir dann für die erhöhte Sitzgelegenheit einfallen lassen werde… Wenig Möbel haben ja auch Vorteile, mehr Platz beispielsweise und die Möbel, die nicht da sind, brauche ich auch nicht wieder aus der Wohnung rauswerfen 😉

Wenige Möbel - ein Blick in ein fast leeres Zimmer: Stühle - auf einem Stuhl steht ein Drucker. Rechts im Bildrand ein Schrank. Am linken Bildrand ein unnutzer großer Spiegel.

10 Tipps für die Gestaltung einer Minimalismus-Wohnung

Eine Minimalismus-Wohnung einrichten und gestalten

Mit wie vielen und mit welchen Dingen sollte eine Minimalismus-Wohnung eingerichtet werden? Der Minimalismus als Lebensstil bezieht sich hier nicht auf den Minimalismus als Designstil, sondern darauf, wie wir mit weniger Dingen zu mehr Zufriedenheit finden können. Aber wie wenig Dinge sollten es sein? Welcher Besitz macht denn nun Sinn? Was macht glücklich? Was passt?

Lebensverhältnisse sind unterschiedlich

Unsere Lebensverhältnisse sind genau genommen viel zu unterschiedlich, als das sich so mal eben festlegen ließe, dass dieses oder jenes ganz spezielle Ding oder gar eine bestimmte Anzahl an Dingen Sinn macht oder auch nicht. Ich würde mir nie anmaßen, die allein seligmachende Lösung zu haben. Ich halte viel davon, individuelle und zur jeweiligen Lebenssituation passende Lösungen zu entwickeln. Daher habe ich nachfolgend einige Tipps zusammen gestellt, die vorrangig als Orientierungs- und Reflexionshilfe gedacht sind. Ich möchte dazu ermuntern, einmal genauer zu erspüren und auszuprobieren, wie die persönliche passende Lösung für das eigene minimalistische Wohnen aussehen kann.

Orientierungs- und Reflexionshilfen für das minimalistische Wohnen

  1. Wohndauer: Wie dauerhaft, wie kurz oder wie lang werde ich voraussichtlich dort wohnen bleiben, wo ich jetzt wohne? Wer gerne und viel unterwegs ist, sollte sich nicht mit schweren und großen Möbeln quälen. Wer voraussichtlich immer am gleichen Ort bleibt, für den ist dieser Punkt zweitrangig, kann ggf. auch Einbauten vornehmen.
  2. Aufpassen im Möbelhaus: Sinnvoll ist es gerade beim Gang durch ein Möbelhaus, sich gedanklich immer die eigene Wohnung zu vergegenwärtigen. Ggf. einfach vorher nochmal einige Fotos auf dem Handy speichern und die Wohnung ausmessen. Die Ausstellungsräume von Möbelhäuser sind in der Regel sehr großzügig und es wird oft unterschätzt, dass ein Möbelstück dann später in der eigenen Wohnung sehr viel mehr Raum einnimmt und größer ist, als es im Kaufhaus vorher gewirkt hat.
  3. Verzichte auf Spontankäufe, achtsames Konsumieren ist auch bei der Wohnungseinrichtung sinnvoll – insbesondere, wenn du gerade in den den Abteilungen für Dekoration oder Unterhaltungselektronik unterwegs bist. Die ganze angebotene Ware wird über Nacht nicht aus den Geschäften verschwinden und kann auch ganz entspannt zu einem späteren Zeitpunkt gekauft werden – sofern sie dann überhaupt noch interessant ist.
  4. Möbel multifunktional nutzen: Einen minimalistischen Lebensstil kommt sehr entgegen, wenn Dinge, also auch Möbel, multifunktional genutzt werden können. Nicht jeder Mensch benötigt zwingend einen Schreibtisch, da kann auch einfach mal der Esstisch freigeräumt werden. Ein Bett kann als Sofa oder auch das Sofa als Bett genutzt werden. Küchenunterschränke können so in den Raum gestellt und mit einer etwas breiteren Arbeitsplatte versehen werden, dass sie sich nicht nur als Arbeitsfläche, sondern auch als Essplatz nutzen lassen. Idealerweise wird dann auf viele herum stehende Geräte und Untensilien verzichtet. Wer isst schon gerne mit der Kochkelle vor der Nase.
  5. Farben und Materialien – Achte auf eine persönlich stimmige Auswahl an Farben und Materialien. Oft ist hier weniger wirklich mehr. Einzelne ausgewählte Möbel oder besondere Erinnerungsstücke kommen besser zur Geltung, wenn sie nicht durch den restlichen darum herum angesammelten Kram „erschlagen“ werden.
  6. Vermeiden wilden Möbel- und Dekomix. Immer mal wieder ist mir aufgefallen, dass wir oft dazu neigen, alle möglichen einzelnen Teile schön zu finden (ein Möbelstück, dieses oder jenes einzelne Dekoteil), ohne wirklich darauf zu achten, ob eins zum anderen passt.
  7. Nicht zu viel auf einmal: Gerade beim Neueinrichten einer Wohnung oder ggf. auch nach einem Umzug, empfiehlt es sich, nicht gleich die Wohnung voll zu stellen. Versuche zunächst den Raum und die Atmosphäre des Raums, das einfallende Licht wahrzunehmen und zu erspüren. Überlege in Ruhe, welche Möbelstücke vorrangig sind und ob das ein oder andere Teil nicht vielleicht doch noch warten kann. Es macht keinen Sinn, sich eine größere Anzahl von Schränken oder Regalen zu kaufen, wenn man noch gar nicht weiß, ob man sie überhaupt voll bekommt. Und steht da erstmal ein halbleerer Schrank, ist es sehr verführerisch, ihn wieder mit (unnötigem) Kram zu befüllen.
  8. Schaffe oder nutze geschlossenen Stauraum: Für eine minimalistische Wohngestaltung macht es Sinn, sich geschlossene Stauräume zu schaffen, diese aber nicht mit einem Krempel-Sammelort zu verwechseln! Ggf. reicht es auch, einfach die ganzen Kleinteile im Regal in Kisten oder Schachteln zu verstauen und diese Kisten ins Regal zu stellen. Auch in der Küche macht es Sinn, möglichst viele Dinge im Schrank unterzubringen. Dann kann man immer noch im Alltag ausprobieren, welche einzelnen Teile doch auf der Arbeitsplatte abgestellt werden sollten.
  9. Erlaube dir eigene Wege und Lösungen, anstatt dich nur auf die Ideen der Möbelindustrie zu verlassen. Gönne dies auch den Menschen, mit denen du zusammen wohnst und lebst.
  10. Überstürze nichts, lass dir Zeit. Es geht nicht um Wettbewerb, sondern um Wohlfühlen. Dies ist insbesondere bei einem Umzug sinnvoll. So lässt sich erstmal wirklich ausprobieren und verändern, bis die richtige Lösung gefunden ist.

 

 

Mein Leben mit weniger Dingen

Ich entdecke es immer wieder: Mein Leben mit weniger Dingen ist das, was zu mir passt. Der achtsame Umgang mit den Dingen hat für mich viel zutun mit Achtsamkeit für mich selbst. Minimalismus ist nichts anderes für mich, als achtsamer mit mir und meinem Bedürfnissen umzugehen. Warum das so ist, lässt sich genau genommen recht leicht erklären.

Rückblende 80er-Jahre – Versuche, „konventionell“ Wohnen zu wollen…

Meine erste eigene Wohnung bezog ich 1982. Einige Gebrauchtmöbel waren die erste Ausstattung, später waren es zwei möblierte Zimmer mit Gemeinschaftsbad auf dem Flur. Es folgte eine Wohnung mit einem bunten Gemix aus Gebraucht- und Neumöbeln, Mitte der 80er Jahre eine WG mit erster eigener Waschmaschine statt Waschsalon und das erste Festnetztelefon statt Telefonhäuschen. Was für ein Ereignis! 1987 folgte eine 2-Zimmer-Wohnung, die ich lange Jahre alleine, danach in einer Beziehung bewohnte.

Auch in den 80er-Jahren habe ich habe es schon immer geliebt, Dinge zu verändern, Möbel umzustellen, irgendwelche Wohnimprovisationen auszuprobieren. Es ging mir gut damit. Bis ich dann irgendwann Mitte bis Ende der 80er-Jahre überlegte, ob ich nicht doch mal langsam irgendwie „konventionell“ werden müsste, also so, wie halt der Durchschnitt der Leute so wohnt. Sowohl privat, als auch beruflich waren die meisten Menschen längst gut ausgestattet mit eleganten Küchen, phantastischen Sitzgarnituren und allerlei Schnick und Schnack. Und ich stand da und hatte immer noch die Baumarktspüle aus den 70er-Jahren.

Blick auf die beschriebene 70er Jahre-Baumarktspüle

Küche der 80er Jahre: von links nach rechts: Ansatzweise kleiner Gefrierschrank, weißer Unterschrank mit handbetriebener Brotschneidemaschine. Ytonsteine und Holzbrett als Regal mit kleinem Radio darauf. Rechts in der Ecke eine Jaffa-Kiste mit alter Kaffeemühle. Im rechten Vordergrund: weißer Stuhl und ansatzweise erkennbarem Tisch auf dem eine rötliche Decke liegt.

 

 

 

 

 

Also machte ich mich auf die Suche nach irgendwelchen Einbauküchen, die mir aber nie gefielen oder mir zu teuer erschienen. Sofas kamen und gingen, Fernsehgeräte kamen und gingen, sonstiges Mobiliar ebenfalls. Kaum hatte ich einige Zeit irgendwas „Schönes“ in der Wohnung, entsorgte ich es wieder. Gerade in den Zeiten, in denen ich alleine wohnte, war es besonders heftig. Da musste ich mich ja nur mit mir selbst einigen – das ging schnell 😉 . Einerseits gefielen mir diese ständigen Veränderungen, andererseits bekam ich es mit dem, was ich mir unter „konventioneller Einrichtung“ vorstellte, nie hin. Heute muss ich fast darüber lachen.

Eigene Bedürfnisse erkennen durch Achtsamkeit und Minimalismus

Meinen wirklichen Wohnbedürfnissen näherte ich mich genau genommen erst, als ich 2010 die Achtsamkeit für mich entdeckte und kurz darauf den Minimalismus als Lebensstil. Leben mit weniger Dingen. Oh, ist das phantastisch. Es ist nämlich egal, wie „man“ wohnt. Wichtig ist, mit welchen Dingen ich mich wohlfühle. Und ich fühle mich nunmal definitiv wohler, wenn nicht so viel Zeugs um mich herum steht.

Als ich irgendwann dann mal von Marie Kondo und ihrer Konmarie-Methode las („behalte nur das, was dich glücklich macht“), dachte ich spontan: „Ok, diese Methode konsequent zu Ende gedacht, gibts ja nur wenig Dinge, die mir wirklich etwas bedeuten.“

Blick ins Wohnzimmer: Kleine Kommode mit Wlan-Router und Steckerleiste. Daneben Stehlampe. Dann ein Tisch. Darauf ein Laptop, ein Glas, eine Glaskaraffe. Über dem Tisch an der Wand ein Bild mit Gräsern. Rechts vom Tisch ein zum Sofa zusammengefaltetes Futon. Rechts vom Futon: ein Hocker mit Bild, Klangschale, Lampe.

Klangschale auf Holzfußboden

 

 

 

 

 

Mein Futon gehört dazu, dann gefallen mir Tisch und Stuhl und der Computer, mit dem ich gerade diesen Text erstelle. Ganz neben: Es sieht aktuell schon wieder ganz anders aus, als auf dem Foto und vielleicht ist es nächste Woche schon wieder eine neue Variante….  Ich besitze eine Klangschale, die dann tatsächlich einfach nur den Sinn hat, dass ich sie schön finde und die mich gelegentlich einfach an meine formelle Achtsamkeitspraxis erinnert. Aber auch diese Dinge wären im Bedarfsfall austauschbar. Der Rest meiner Besitztümer machen mich nicht glücklich, sie sind aber praktisch und nützlich (z.B. Reinigungsgeräte wie Staubsauger oder Schrubber, aber auch meine Brille, die Hörgeräte, Kleidung, Dinge für die Küche, usw..).

Heute verstehe ich, warum bei mir zu früher viele Dinge und Besitztümer kamen und gingen. Ich dachte, all diese Dinge müssten mir viel bedeuten. Das war aber nicht so. Ich habe die Dinge benutzt – auch gerne benutzt. Manche waren schön, manche praktisch, manche beides. Manche Dinge haben mich sehr lange begleitet, wie z.B. meine Baumarktspüle. Aber ich habe mich nie über irgendwelche Besitztümer definiert. Viel wichtiger war und ist es mir, dass ich mich wohl fühle, dass die Dinge sich an meinen jeweiligen Bedarf anpassen lassen und bloß nicht immer alles wie in Zement gemeißelt, gleich ist.

Mein Leben mit weniger Dingen in der Zukunft

Wohin genau mich mein Leben mit weniger Dingen führt, weiß ich nicht genau. Die Gegend, in der ich jetzt wohne, gefällt mir. Ich möchte hier wohnen bleiben und maximal in der Nähe irgendwann in Erdgeschoß oder 1. Etage ziehen. Zur Nomadin werde ich daher nicht mutieren. Es dürfen daher immer auch einige Möbel sein, die ich nutze. Die einzige Voraussetzung ist eine gewisse Mobilität dieser Möbel. Ich räume nämlich immer noch liebend gerne um. Ich experimentiere gerne. Möbel und Dinge müssen sich an meinen jeweiligen Bedarf anpassen lassen. Und Veränderungen sollten kein großer Zeitaufwand, schon gar kein Kraftakt sein. Ob meine Art mit weniger Dingen zu wohnen, dann konventionell oder unkonventionell ist, ist mir zum Glück heute völlig egal. Ich muss nicht zu den Dingen passen, sondern die Dinge müssen zu mir passen.

 


Ergänzend noch ein aktueller, kurzer Hinweis:
Ich bin inzwischen nicht mehr über Facebook und Twitter oder sonstige soziale Netzwerke erreichbar. Einige Infos dazu hier: https://achtsame-lebenskunst.de/2018/02/11/kurzer-hinweis-kein-facebook-mehr/

 

Wohnen mit Nicht-Minimalisten

Gemeinsam Wohnen von Minimalisten mit Nicht-Minimalisten – geht das überhaupt?

Ich bin inzwischen des öfteren angesprochen worden, wie der persönliche Minimalismus in einer Beziehung/Familie/WG gelebt werden kann. Ist es schon mitunter schwierig, für sich selbst heraus zu finden, welche Dinge nun wirklich wesentlich sind, wieviel schwieriger ist es dann, mit Nicht-Minimalisten einen gemeinsamen Weg zu finden. Daher einige Tipps:

Minimalisiere deinen persönlichen Kram zuerst

Es lässt sich natürlich immer gut über den überflüssigen Kram anderer Menschen aufregen, aber viel effektiver ist es, bei sich selbst zu beginnen:

  • Welche Dinge gehören nur mir persönlich?
  • Was davon verwende nur ich?
  • Was steht eigentlich nur herum und ist überflüssig?

Meine Erfahrung ist: Es findet sich (fast) immer auch vieles vom ganz persönlichen, eigenen Kram, der eben auch in der Wohnung herum liegt, nicht genutzt wird, überflüssig ist.

Entrümple nicht den Besitz der Anderen ohne deren Zustimmung

Minimalismus ist freiwillig. Niemand kann zu einem solchen Lebensstil gezwungen werden. Auch in der engsten und liebevollsten Beziehung geht es überhaupt nicht, eigenmächtig, die Dinge des bzw. der Partner_in zu entsorgen.

Persönliche Minimalismus-Oasen schaffen

Um nicht irgendwann das Gefühl zu haben, als Minimalist/-in eigentlich nur noch in und mit den Dingen der Anderen zu leben, schaffe dir eine Art Oase: Dies kann bei ausreichend Platz ein eigenes Zimmer sein, indem dann wirklich nichts steht, was nicht wirklich dort hinein sollte. Es kann aber auch der Teil eines Raumes sein, wie der persönliche Arbeitsplatz, die Hobby- oder Leseecke und vieles mehr.

Vorleben statt missionieren

Gerade auch im Zusammenleben mit Kindern wirkt vorrangig das persönliche Beispiel. Lebe vor, was dir wichtig ist, statt dein Umfeld ständig missionieren zu wollen. Redest du nur über dein minimalistisches Wohlbefinden oder ist es auch ohne Worte, alleine durch dein praktisches Tun und deine innere Haltung, zu erkennen?

Gemeinsamkeit und Individualität

Schafft Klarheiten miteinander. Gemeinsam Wohnen bedeutet immer auch, gemeinsame Regeln und auch Kompromisse zu finden. Mach dir bewusst, dass Minimalismus erstmal etwas ist, was dich ganz persönlich interessiert – nicht zwangsläufig auch die Menschen in deinem Umfeld. Setzt euch zusammen und versucht, gemeinsame Lösungen zu finden:

  • Welche Dinge, Räume werden gemeinsam genutzt?
  • Wieviele gemeinsam genutzte Gegenstände sind nötig?
  • Welche Dinge können, dürfen und sollten sich in den gemeinsam genutzten Bereichen befinden und welche nicht?

Gemeinsamer Besitz

Über die Dinge, die von allen genutzt werden, sollte grundsätzlich gemeinsam entschieden werden. Kinder sollten dem Alter und Entwicklungsstand entsprechend beteiligt werden.

Interessens-Balance

Stellt euch vor, alle Mitbewohner (also Familie, Partner, WG-Mitglieder,…) stehen auf einem schwankenden Untergrund. Dieser schwankende Untergrund wird dann stabil, wenn eine (Interessens-)Balance hergestellt wird. Jede/r sollte die Möglichkeit haben, seine Individualität auszuleben und zwar so, dass auch die Anderen diese Möglichkeit haben. Ist der Partner beispielsweise Sammler, wieviel Raum darf und sollte die Sammlung haben, ohne dass die Bedürfnisse der anderen Mitbewohner davon zu sehr eingeschränkt werden? Besteht eine Balance oder Disbalance von Interessen?

Persönliche Dinge-Räume schaffen

Je mehr Personen zusammen wohnen, um so wichtiger ist es, dass persönliche Dinge-Räume geschaffen werden. D.h., die persönlichen Dinge haben einen Ort, auf den man sich gemeinsam geeinigt hat. So kann verhindert werden, dass sich z.B. die persönlichen Dinge einer einzelnen Person in der ganzen Wohnung verteilen, während kaum noch Raum für die Dinge von Partner/-in, Kinder oder WG-Mitglieder bleibt.

Kinder und Minimalismus

Wie bereits erwähnt: Kinder lernen am besten durch das Vorbild der Erwachsenen. Man kann z.B. kaum erwarten, dass Kinder irgendwann aufräumen lernen, wenn die Eltern selbst alles mögliche herum liegen lassen.

Werfe Kinder nicht mit Dingen und Geschenken zu. Meistens sind wir Erwachsenen es, die so gerne die strahlenden Kinderaugen sehen, wenn die Geschenke ausgepackt werden. Aber: der EINE Lieblingsteddy ist letztlich für das Kind wichtiger, als das 30. Stofftier im Regal. Gemeinsame Zeit ist wichtiger, als viel Zeug. Vielleicht können Oma und Opa ja auch einen gemeinsamen Ausflug oder Urlaub verschenken, statt des 30. Puzzles? Oder die Verwandten können ein Sparbuch bzw. Tagesgeldkonto anlegen, welches immer ein wenig aufgefüllt werden kann. Mit zunehmendem Alter entwickeln die Kinder von ganz alleine Wünsche, die einfach auch teurer sind.

Grundsätzlich ist es völlig normal für die meisten Kinder, dass sie gerne Dinge sammeln. Diese persönlichen Besitztümer sollten dann aber im eigenen Zimmer aufbewahrt werden und sich nicht in der gesamten Wohnung verteilen.

Je kleiner die Kinder, desto eher suchen und benötigen sie die Nähe der Erwachsenen. Daher wollen die Kinder auch lieber in Küche oder Wohnzimmer, als im eigenen Kinderzimmer spielen. Damit sich das Spielzeug aber nicht dauerhaft in der gesamten Wohnung verteilt, ist es eine einfache Möglichkeit, die Mengen zu begrenzen. Das kann eine Spielecke im Wohnzimmer sein, z.B. mit einem extra Teppich oder Kisten/Regalen begrenzt. Es ist aber auch möglich, eine Art mobile Spielekiste zu nutzen. Das Kind wählt aus seinem Kinderzimmer Dinge aus, mit denen es z.B. im Wohnzimmer spielen will. Die Menge begrenzt sich durch die Größe der Kiste. Möchte das Kind etwas anderes spielen, kann es das Spielzeug in der Spielekiste ausgetauschen. Hat diese Kiste dann auch noch Rollen, kann das Kind die Kiste auch alleine bewegen und irgendwann auch selbständig die Spielzeuge austauschen.

Konstruktive Lösungen – eine Frage der Balance

Letztlich ist es immer eine Frage, die richtige Balance von Interessen zu finden und gleichzeitig die gemeinsamen Bedarfe im Blick zu behalten. Gelingt dies, dann ist es auch keine unüberwindbare Hürde, wenn Minimalisten und Nicht-Minimalisten zusammen wohnen und leben.

Wer sich intensiver mit einigen hilfreichen theoretischen Grundlagen dieser Balance befassen möchte, findet hierzu interessante Informationen in der TZI, der themenzentrierten Interaktion nach Ruth Cohn. Dort gibt es die Balance des TZI-Dreieck und das Vierfaktorenmodell. Im gemeinsamen Wohnen kann dieses Hintergrundwissen hilfreich sein, um die unterschiedlichen Bedarfe und deren Ausgewogenheit wirklich im Blick zu behalten. Interessant sind ergänzend auch die sog. Hilfsregeln der TZI. Sie sind eine gute Grundlage, wenn es darum geht, durch eine verbesserte Kommunikation, sinnvolle und konstruktivere Lösungen zu finden. Hier einige Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Themenzentrierte_Interaktion#Vierfaktorenmodell.

 

Mehr Zeit, mehr Freiheit, weniger Ballast

Rückblende – richtige Entscheidungen?

Vor einigen Tagen bemerkte ich, dass ich immer wieder auf meine langjährige Arbeitszeit zurück blickte. Habe ich mich richtig entschieden? Immerhin gibts durchaus  Berufe, wo ich weniger Stress und mehr Geld hätte. Wäre es nicht besser gewesen, vielleicht doch irgend etwas anderes beruflich zu machen, als ausgerechnet Sozialpädagogin?

Nein! Allen Widrigkeiten und Schwierigkeiten zum Trotz. Ich kann nur hoffen, es scheitert nicht irgendwann daran, dass der gesamte Sozialbereich restlos kaputt gespart ist. Ich habe zwar einen mitunter schwierigen, aber auch sehr lebendigen Beruf. Es geht nicht ohne eigenverantwortliches und selbständiges Handeln. Das mag ich sehr. Ich habe mit konkreten, lebendigen Menschen zu tun. Nie käme ich damit klar, irgendwelche Dinge, Versicherungen und was auch immer zu verkaufen. Das würde gnadenlos scheitern, weil es mich einfach überhaupt nicht interessiert. Ich brauche mich auch nicht durch die Strukturen eines Lehr- und Stundenplans einer Schule quälen. Das wäre mir viel zu eng und ich wäre garantiert den ganzen Tag damit beschäftigt, all diese starren Regeln auf den Kopf zu stellen. Genau das wäre aber Sisyphusarbeit. Weder hätte das Schulsystem, noch ich etwas davon.

Zuviel Zeit investiert

Was mich an meinen zurückliegenden Arbeitswelten gestört hat: Ich habe viel zu viel Zeit investiert. Arbeiten bedeutete, eine Zeit lang auch an Wochenenden tätig zu sein, Bereitschaftsdienste und die „Normalität“, 12 Tage ohne Pause durchzuarbeiten. Es gab Wechelsdienste, Arbeitsverdichtungen sowieso. Dazu die lange Fahrzeiten, in denen ich entweder mit dem Auto im Stau stand, in vollen Zügen saß oder an kalten Bahnsteigen auf verspätete Züge wartete. Irgendwann bemerkte ich dann, dass sich der Wunsch breit gemacht hatte, mir durch Konsum, daß Leben ein wenig aufzuhübschen. Aber es entlastete mich nicht und meine Unzufriedenheit und der Wunsch, etwas zu verändern, nahm zu.

Mehr Zeit

Das, was mir inzwischen wirklich wichtig geworden ist: Zeit. Einfach das Leben und die Lebendigkeit in mir spüren. Den Kaffee beispielsweise nicht hektisch zu schlürfen, sondern ihn zu genießen. Beobachten, wie der Tag langsam heller wird. Stille einatmen. Dem Rhythmus des eigenen Lebens folgen. So viel Zeit und Energie haben, dass ich  meine Arbeitswelt noch immer gestalten kann und nicht nur ein Punkt nach dem anderen Punkt abhaken muss.

Weniger Ballast

Dinge, die unnötig sind, engen ein. Sie kosten nicht nur Geld, sondern auch die Zeit, die ich investiere, das Geld zu verdienen und auszugeben. So etwas empfinde ich wie einen riesigen Rucksack, der wie Blei auf meinen Schultern lastet. Jahrelang habe ich Wohnstandards viel zu wenig hinterfragt. „Man“ hat eben ein Bettgestell, ein Sofa, ein Kleiderschrank, usw.. Aber geht es mir überhaupt gut damit? Minimalismus war eine Befreiung für mich. Ich habe mich mit den meisten Möbeldingen nie richtig wohlgefühlt und so kamen und gingen diese Dinge immer wieder. Ich widmete ihnen viel zu viel Aufmerksamkeit. Wie verrückt ist das, viel Geld für einen Schrank auszugeben, damit ich darin u.a. das Zeug horten kann, welches ich eh nicht nutze und brauche?

Mehr Freiheit

Die meisten Menschen können nach wie vor kaum nachvollziehen, warum die relativ wenigen Dinge, die sich in meiner Wohnung befinden, für mich nicht wenig Dinge sind. Es ist mir eher immer noch zu viel. Ich folge damit nicht irgendwelchen modischen Entwicklungen. Wozu auch? Die ändern sich ja ohnehin immer wieder. Mit 56 Jahren gehöre ich definitiv nicht zur Generation Y, die so oft mit Minimalismus als Lebensstil in Verbindung gebracht wird. Erst recht muss ich nicht irgendwelchen Teenie-Träumen folgen. Ich gehöre auch nicht zu denen, die in Kindertagen mit Konsum überspült worden sind und nun die Nase davon voll haben. Ich muss mich aber auch nicht an die Gewohnheiten und Standards „meiner Generation“ anpassen. Ich wollte mich nie für ein Eigenheim quälen. Selbst von meinen derzeitig bewohnten 35qm, sind 10qm überflüssig. Ich muss nicht einmal die Welt retten. Ich bin außerdem so froh, dass ich mich nicht mehr um die Blechkiste auf 4 Rädern kümmern muss. All das ist für mich wirkliche Freiheit, wirklicher Luxus und purer Lebensgenuß.

Blick in ein fast leeres Zimmer: 3 Stühle - auf einem Stuhl steht ein Drucker. Rechts im Bildrand ein Schrank. Am linken Bildrand ein unnutzer großer Spiegel.
Blick auf die ca. 10 qm meiner Wohnung, die ich kaum nutze.