Auf einem Futon schlafen – Futon statt Bett

Auf einem Futon schlafen: Foto eines weissen Futons auf einem Holzdielenboden

 

Das Futon im minimalistischen Schlafzimmer

„Auf einem Futon zu schlafen, wie ist das eigentlich?“ Diese Frage wird mir häufig gestellt. Bei der Überlegung, wie ein minimalistisches Schlafzimmer gestaltet werden kann, taucht diese Überlegung sehr oft auf. Ich verwende seit längerem ein Futon zum Schlafen und fühle mich sehr wohl damit. Hier nochmal einige ergänzende Informationen und Anmerkungen dazu:

 

Ein Futon ist ein Futon

– keine „Art Isomatte“ (wie es in diesem TV-Interview mit mir genannt wurde). Dauerhaft auf einer Isomatte zu schlafen, wäre selbst mir zu hart. Gerade im asiatischen Raum, aber auch im arabischen Kulturkreis ist ein Futon eine durchaus übliche und „normale“ Art zu schlafen. Inbesondere in Japan sind die Wohnungen oft sehr klein, Futons werden einfach tagsüber zusammen gerollt und der Platz dann zum Wohnen benutzt.

 

Tatami

Ein Tatami, wie es in Japan oft üblich ist und als Unterlage für das Futon genutzt wird, hat lediglich optische Gründe. Es wird in Japan auch als normaler Fußbodenbelag genutzt.

 

Individuelle Lösungen suchen – nicht für jede/n passt alles

Ob ein Futon der ideale Schlafort ist, lässt sich so generell nicht sagen. Für manche Menschen ist es ideal, für andere nicht. Wer es liebt, eher hart zu schlafen, wird mit dem Futon besser zurecht kommen, als jemand, der gerne weich liegt. Für mich war es die ersten beiden Tage etwas ungewohnt, da das übliche Federn der „normalen“ Matratzen fehlt. Mehrere Tage Anpassung, sind durchaus normal. Wer öfter campt und an Luftmatratzen, Feldbetten oder Isomatten gewöhnt ist, hat auch mit einem Futon vermutlich keine Probleme.

 

Die Pflege eines Futons

Die Pflege eines Futons ist wichtig. Es gibt inzwischen auch Futons mit Latex-, Roßhaar- oder sonstigen Kombinationen, dort wird das Futon nahezu wie eine normale Matratze mit Lattenrost und einem Bettgestell genutzt. Will man ein Lattenrost und ein klassisches Futon nutzen, sollte dies engere Abstände haben, als die üblichen Lattenroste, damit sich die Baumwollfüllung nicht im Laufe der Zeit in die Zwischenräume drückt.

Hat man ein klassisches Futon, ist es wichtig, dies regelmäßig zu lüften, aufzurollen und auch zu wenden.  Auch ein gelegentliches Sonnenbad auf dem Balkon soll wegen der desinfizierenden Wirkung gut sein. Ich habe mir angewöhnt, das Futon täglich aufzurollen und regelmäßig zu wenden. Dies wird schnell zur täglichen Gewohnheit, der Aufwand ist aber natürlich schon etwas höher, als beim normalen Bettenmachen. Ich habe mich für einen abnehmbaren Bezug entschieden, so dass sich dieser auch waschen lässt.

Auf einem Futon schlafen: Foto eines aufgerollten Futons

 

 

 

 

 

Futon und Gesundheit

Die gesundheitlichen Aspekte sind ebenfalls sehr unterschiedlich und ich würde hierzu nie allgemeine Aussagen treffen. Daher verzichte ich auch an dieser Stelle auf allgemein gültigen Tipps. Es gibt Menschen mit Rückenproblemen, die davon profitieren und denen es auf Dauer besser geht, für andere Menschen mit den gleichen Rückenproblemen ist es ein Desaster. Ich selbst habe durch meine regelmäßige Achtsamkeitspraxis inzwischen eine recht gute Körperwahrnehmung und bekomme dadurch viel besser mit, was mit gut tut oder nicht. Ich empfehle all denen, die mit Rückenproblemen oder körperlichen Einschränkungen zutun haben, auf jeden Fall zu erhöhter Vorsicht. Im Zweifel lieber auf ein Futon verzichten.

Meine persönliche Motivation und Situation:
Weder bin ich sportlich, noch gehöre ich zu den Menschen, die das haben, was man einen „gesunden Rücken“ nennt. Im Gegenteil. Mein 5. Lendenwirbel ist verschoben bzw. anders geformt. Die Bandscheibe an dieser Stelle hat dadurch bereits gelitten und ist dort schon recht dünn. Aufgrund einiger anderer, weiterer körperlicher Einschränkungen könnte man auf die Idee kommen, ich bräuchte eine orthopädische Spezialmatratze. Dem ist aber nicht so. Auch mit Rücken und Gelenken geht es auf dem Futon deutlich besser, als bei einer normalen Matratze. Ich gehöre außerdem zu den Leuten, die so ziemlich jede Unebenheit, gerade im Liegen spüren. Ich habe mich früher schnell unwohl gefühlt, schlecht geschlafen, ständig neue Matratzen gekauft. D.h., das Schlafen auf dem Futon wirkt zwar sehr minimalistisch, aber der eigentliche Grund ist Komfort: Ich schlafe dort besser, ich fühle mich besser, es geht mir besser.

 

Auf einem Futon schlafen, wenn man älter wird:

Da ich des öfteren auch gefragt werde, wie ich das denn so auf Dauer, gerade im Alter machen will: Das wird die Zeit zeigen. Entscheidend ist, womit ich mich wohl fühle und womit es mir gut geht. Mit jetzt 56 Jahren geht es mit dem Futon noch prima. Die ersten Tage war es durchaus mühsam, von dem Futon ins Stehen zu kommen, heute ist das kein Problem mehr. Übung macht den Meister, auch mit 50+.  Im Zweifelsfall würde ich mir dann eher ein Podest bauen und die Matte darauf legen, als das ich wieder zu klassischem Bett, Lattenrost und üblicher Matratze wechsle.

 

Platzsparend und multifunktional:

Es gibt zusammenfassend keine einheitliche Empfehlung, die ich aussprechen kann, denn ob Futon ja oder nein, ist eine sehr individuelle Entscheidung. Nicht zu verachten finde ich aber in Zeiten hoher Kosten fürs Wohnen, dass ein Futon recht wenig Platz benötigt. Außerdem kann es durchaus multifunktional benutzt werden. Für mich ist es u.a. auch eine ideale Unterlage für die Sitzmeditation oder auch um dort als eine Art Sofaersatz zu „chillen“, zu lesen und mich einfach zu entspannen. Das ist sicher alles ein wenig unkonventionell. Aber statt einem Futon hätte ich ansonsten: Bett, Zabuton (Unterlage f. Sitzkissen zum Meditieren) und Sofa. Genau an der Stelle ist ein Futon eben doch minimalistisch. Es spart Möbel, Aufwand, Platz und ich fühle mich mit dieser Art des Weniger sehr bereichert.

 

Auf einem Futon schlafen: Foto eines Futons, dass zu eine Art Sofa zusammengefaltet ist.

 

 

Minimalismus – Wohnbedürfnisse erkennen

Wie wohne ich eigentlich und warum?

Mir wird rückblickend deutlich, dass ich mich früher immer wieder selbst damit behindert habe, indem ich dachte, ich müsse mal “normal” wohnen. Minimalismus kannte ich als Begriff und Lebensform noch nicht. D.h., vielleicht irgendwann doch mal eine ordentliche Einbauküche, Wohnzimmerschrank, Sofa, Kleiderschrank, Bett. Weil irgendwann wird “man” ja auch älter und irgendwann müsste „man“ ja eigentlich irgendwie mal “normal” sein.

Lange hielt ich diese Vorstellung aber nie durch. Ich stellte mir zwar was in die Wohnung hinein, aber es dauerte nicht lange, da flog es auch wieder hinaus. Erst seit dem ich mich intensiver mit Achtsamkeit und Minimalismus beschäftige, werden mir meine eigentlichen Wohnbedürfnisse deutlicher und ich kann jetzt auch dazu stehen:

 

Wohnbedürfnisse erkennen – individuelle Lösungen finden

Wo steht eigentlich geschrieben, dass ein Wohnzimmer immer ein Wohnzimmer ist und ein Schlafzimmer ein Schlafzimmer? Wer hat festgelegt, dass ein Sofa ein Sofa ist, ein Bett ein Bett? Kann ich nicht auch ganz andere Lösungen finden für das persönliche Wohlfühl-Wohnen finden?

Immer mal wieder habe ich mich früher von Aussagen beeindrucken lassen, ich hätte aber wenig in meiner Wohnung stehen und so kamen und gingen die Sofas bei mir ebenso wie Kleiderschränke, Bettgestelle, Kommoden, Fernseher und Regale. Für dieses Mögen oder Nicht-Mögen gab es nicht wirklich logische und vernünftige Gründe, es war nur einfach nicht mein persönliches Wohlfühl-Wohnen.

 

Beispiel Kleiderschränke:

Kleiderschränke sind beispielsweise eigentlich eine tolle Erfindung. Aber ich fand sie immer fürchterlich. Warum dies so ist, habe ich früher nie wirklich verstanden. Spüre ich heute in mich hinein, wird mir deutlich, dass der mit dem Kleiderschrank zuvor verbundene Einkauf von Kleidung ja in der Regel schon ein mittleres Desaster für mich war. Hosen waren generell nahezu immer zu kurz, es sei denn ich ging in Männerabteilungen, aber ich wollte keine Männerhosen kaufen und Internetkäufe gab es früher noch nicht. Dann Farben: Als Rothaarige steht mir kein pink und rosa und ich mag es auch nicht. Ebenso wie Pastellfarben. Tja, dann trug ich halt jahrelang blau, eher aus der Not als aus wirklichem Wunsch heraus. Schuhe passen fast nie, da ich sehr schmale Füße habe. Schuhe kaufen machte also auch keinen Spaß. Die meiste Zeit war shoppen für mich ein frustrierendes Erlebnis. Was soll ich dann mit einem großen und für mich fast monströsen Kleiderschrank? Und warum sollte ich diesen Kleiderschrank dann auch noch schön finden? Ich bin froh, dass ich jetzt endlich Kleidungsstücke von guter Qualität habe, die mir gut gefallen und diese möchte ich nicht in irgendeinem großen und überfüllten Schrank sehen. Ich möchte sie auf einen Blick sehen, genießen und entscheiden können, was ich anziehe.

 

Beispiel Betten:

Mit Bettgestellen und Matratzen war das auch immer so eine Sache. Es dauerte nicht lange, bis ich mich nachts ständig unruhig von rechts nach links drehte. Die Matratze – egal welche – hatte binnen kürzester Zeit irgendwelche durchgelegenen Stellen. Wieso war das eigentlich immer bei mir und nicht bei anderen? Erst nachdem ich durch die formellen Achtsamkeitsübungen ein sehr viel besseres und differenzierteres Körpergefühl habe, fällt mir auf, dass die “Prinzessin auf der Erbse” wohl irgendeine Vorfahrin von mir sein muss. Ich spüre beim Liegen wirklich so ziemlich jede Unebenheit, die (vermeintlich) durchgelegene Stellen der Matratze, selbst die Unebenheiten, die für andere Menschen überhaupt nicht spürbar zu sein scheinen. Flexible Lattenroste sind ebf. ein Horror für mich. Ich bemerke, ob der Fußboden etwas schief ist und wenn ich dies nicht ganz bewusst wahrnehme und registriere, verkrampfe ich mich unbewusst, schlafe schlecht und wache mit Rückenschmerzen auf. Erst seit ich mich für ein Futon entschieden habe, dieses auf die Erde gelegt habe, kehrt Ruhe ein. Ich liebe es, auf einem eher harten Untergrund zu schlafen. Das Futon verschiebe ich einfach wenige Zentimeter, wenn mich etwas stört und dann passt es endlich.

 

Gibt es das ideale Wohnen und ideale Möbel?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich finde es auch unwichtig. Viel wichtiger finde ich, dass Bedürfnisse und Wohlfühlen beim Wohnen sehr unterschiedlich sein können. Mir gehts z.B. wie beschrieben super gut mit dem Futon. Für einen anderen Menschen kann so ein Futon der blanke Horror sein und wäre somit völlig fehl am Platz.

 

Was ist Wohn-Luxus?

Wohn-Luxus ist für mich weder eine große Wohnung, noch eine üppige Ausstattung. Ich brauche keine riesigen Fernsehbildschirme, mich interessieren nicht die Hightech-Lautsprecherboxen. Wirklicher Wohn-Luxus ist für mich, wenn ich die eigenen wirklichen Bedürfnissen kennenlerne und von den spontanen Wünschen, Launen, aktuellen Stimmungslagen, von Gewohnheiten, modischen Trends und Beeinflussung durch Werbung unterscheiden kann.

 

Wohnqualität durch Achtsamkeit und Minimalismus

Mir hat meine Achtsamkeitspraxis sehr viel deutlicher klar gemacht, was wirkliche Wohnqualität ist, als alle Wohnmagazine und Wohntipps, von denen ich je irgendwo etwas gelesen oder gehört habe. Durch Achtsamkeit hat sich meine Wahrnehmung von mir und meiner Umwelt so verbessert, dass ich meinem Bedürfnis nach einem minimalistischen Lebensstil heute sehr viel mehr Raum gebe und dies sehr befreiend erleben und genießen kann.

 

Ergänzung: Futon statt Bett

Da ich mehrmals darauf angesprochen wurde, wie das so genau aussieht mit meinem Futon, unten noch 2 ergänzende Bilder davon. Wichtig ist, dass das Futon regelmäßig zum Lüften und Lockern aufgerollt wird. Mein Futon ist genau gesagt, eigentlich eine Shiatsumatte und hat einen abnehmbaren und waschbaren Bezug. Wer sich für Schlafen auf Futon interessiert: Am besten Mal in ein Möbelgeschäft gehen bzw. in ein spezielles Futongeschäft (falls es sowas erreichbar gibt) und ausprobieren, wie das Liegegefühl ist. Vielleicht gibts ja auch Jemanden in der Nähe, der bzw. die so etwas Zuhause hat und dort mal ausprobiert werden kann. Es passt für manche Menschen super, für andere überhaupt nicht.

Zu Minimalismus im Schlafzimmer habe ich auch hier einen Gastbeitrag geschrieben: http://www.schlichtheit.com/minimalistisches-schlafzimmer/.
Weitere ausführlichere Informationen zum Schlafen auf einem Futon sind auch hier nachzulesen: Auf einem Futon schlafen

 

 

 

 

Gastbeitrag: #MoreMoments: Achtsame Lebenskunst und Minimalismus

Auf der Webseite von Minimalismus21 gibts die wunderschöne Blogreihe „#MoreMoments – Was wirklich wertvoll ist im Leben.“ Ich freue mich, mit einem Gastbeitrag dabei sein zu können. In diesem Gastbeitrag beschreibe ich, wie Achtsamkeit einen minimalistischen Lebensstil unterstützen und befruchten kann:

 

#MoreMoments 5: Achtsame Lebenskunst und Minimalismus

Eine – wie sie selbst sagt – „Phase deutlicher beruflicher Überlastung“ hat Gabi Raeggel zur sog. Achtsamkeit geführt. Wie diese Verhaltensweise (engl. „mindfulness“) einen minimalistis…

Weiterlesen auf: minimalismus21.de/2017/01/27/moremoments5-achtsame-lebenskunst/

 

 

 

 


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Filmtipp: „From Business to being“

„Wie wollen wir leben und arbeiten?“

mit dieser Frage beschäftigt sich der Dokumentarfilm „From Business to Being“, der am 2.2.2017 in die Kinos kommt und u.a. im Ruhrgebiet auch in Bochum im Endstation-Kino zu sehen sein wird. Die beiden Filmemacher Hanna Henigin und Julian Wildgruber schreiben zu diesem Film:

 

„Wir möchten in einer Gesellschaft leben, in der wir uns von Mensch zu Mensch begegnen, in der wir uns geliebt fühlen, und in der wir mit Begeisterung tun, was uns interessiert. Wir glauben, dass das keine Utopie ist, und wir wissen, dass wir dafür bei uns selbst anfangen müssen. Auf der Suche nach Wegen, wie diese Vision Wirklichkeit werden kann, haben wir uns von Begegnungen mit spannenden Menschen leiten lassen. Aus diesen Begegnungen ist dieser Film entstanden. From Business To Being ist daher sozusagen ein Experiment, das dazu einlädt, sich die Frage zu stellen: Wer bin ich? Was begeistert mich? Und wie lebe und handle ich entsprechend? Und gleichzeitig unsere Antwort darauf.“ (Quelle: http://business2being.com/de/)

 

In unserer heutigen Arbeitskultur, wo sich Mitarbeiter_Innen vieler Unternehmen einem enormen Druck ausgesetzt fühlen, erzählt dieser Film die Geschichte von drei Führungskräften, die den Weg aus diesem „Hamsterrad“ gesucht haben. Es wird der Frage nach gegangen, welche Fähigkeiten Führungskräfte künftig haben müssen und ob Meditation und Bewusstseinstraining helfen können, sich von stresserzeugenden Denk- und Handlungsmustern zu befreien. In dem Film wird thematisiert, was heute so häufig fehlt: Die Fähigkeit zum Innehalten, zur Achtsamkeit für das Hier und Jetzt. Denn mit dem Dauerstress geht uns auch eine wichtige Fähigkeit verloren: die Fähigkeit zu Kreativität und Innovation – gerade auch für die sozialen Herausforderungen unserer Zeit.

 

Die offiziellen Trailer zum Film (deutsch & englisch):

 

 

Kinotermine:

Vorführungen (Orte, Zeiten) können hier nachgelesen werden: Business2being und Mindjazz-Pictures

Im Ruhrgebiet ist der Film in Bochum-Langendreer im Endstation-Kino zwischen dem 9. und 15.2.2017 zu sehen. Das offizielle Programmheft für Februar erscheint Ende Januar und kann dann auch auf der Webseite eingesehen werden: http://endstation-kino.de/

Auf Anfrage hin, hat mir das Kino Endstation bereits die genauen Vorführzeiten genannt:

Donnerstag 09.02.17 18:15 From Bussiness to Being
Freitag 10.02.17 17: 15 From Bussiness to Being
Samstag 11.02.17 17: 15 From Bussiness to Being
Sonntag 12.02.17 17: 15 From Bussiness to Being
Montag 13.02.17 18:15 From Bussiness to Being
Dienstag 14.02.17 18:15 From Bussiness to Being
Mittwoch 15.02.17 17:15 From Bussiness to Being

 

DVD / Blue Ray:

Für Interessierte kann der Film auch als DVD / Blue Ray vorbestellt werden:

Vorbestellung

 

 


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Interview bei Sweetsixty.de

„…Gegenstände haben mir nie so viel bedeutet, aber Achtsamkeit kennenzulernen, war das beste Lebensgeschenk…“

 

Karin Austmeyer von sweetsixty.de hat auf ihrer Webseite mit den „Sonntagsfragen“ eine interessante Interview-Reihe. Kürzlich hat sie mich interviewt. Es ging – neben dem Älter werden – um Lebensphasen, Lebensträume, Erfahrungen und natürlich auch um Achtsamkeit und Minimalismus:

Sonntagsfragen an Gabi Raeggel – sweetsixtys.de

 


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Dem Leben Raum geben

Es ist Neujahr 2017 – ich habe derzeit weder den üblichen Jahresrückblick, noch Ziele, Vorsätze und was man und frau sich halt so zum Jahresanfang überlegt. Mir war und ist einfach nicht danach.

 

Aber es gibt ein Motto, welches mich beschäftigt und mich im kommenden Jahr begleiten wird:

“Dem Leben Raum geben”

 

Diese vier Worte sind so wunderbar vielfältig. Kürzlich habe ich bereits ein wenig darüber geschrieben und es “Einfach loslassen” genannt. http://achtsame-lebenskunst.de/2016/12/25/einfach-loslassen/
Dann entdeckte ich heute früh diesen sehr schönen Text von Afschin, der nach längerer Zeit wieder gebloggt hat und dies “Einfach planlos. Zumindestens Jetzt” genannt hat und dort die u.a. die Vorteile einer kreativen Leere angesprochen hat. Nachzulesen hier: http://blog.afschin.com/einfach-planlos/

Nach dem Lesen dieses Textes war ich mir nochmal sicherer: “Dem Leben Raum geben” ist so etwas wie ein Jahresmotto für mich, vielleicht sogar ein Lebensmotto? Mal schauen…

 

Muße statt Muss

Wir sind heute so oft so unglaublich strukturiert, getaktet, verplant – mit all den Todo-Listen, Zeitmanagement, smarten Zielen und dabei mit so viel Hochgeschwindigkeit unterwegs, dass mir, bei all diesem getakteten MUSS, vor allem eins oft fehlt: Muße.

Und so schön wie es ist, mir Gedanken zu machen, Dinge aufzuschreiben (so, wie ich das jetzt hier gerade tue), so sehr bin ich auch ein Mensch der Praxis. Und ganz konkret und praktisch, fallen mir zum Thema “Dem Leben Raum geben” zwei wesentliche Elemente ein, die ganz konkret und praktisch umsetzbar sind:

Alltagsachtsamkeit statt Multitasking

Dem Leben Raum geben, heißt für mich auch, die kleinen und ruhigen Momente genießen. Statt Multitasking mal genau nur das wahrnehmen, was gerade geschieht. Alltagsachtsamkeit ist hier eine wunderbare Möglichkeit: Ich kann z.B. versuchen, mich beim Zähneputzen einfach nur auf das Putzen der Zähne konzentrieren, statt schon wieder den nächsten gedanklichen Schritt zu planen. Es kostet keine einzige Minute mehr, aber ich bin mehr im Hier und Jetzt. Beim Warten an der Bushaltestelle kann ich einfach auch mal warten, anstatt im Smartphone rum zu daddeln. Vielleicht fällt mir dann auf, wie die Sonne aufgeht, der Regen plätschert. Vielleicht wird mir dann meine eigene Stimmungslage bewusst oder mir fällt die Hektik oder Entspanntheit der anderen Mitwartenden auf.
Selbst während der Arbeitszeit gibt es Momente der Muße, wenn ich sie mit Alltagsachtsamkeit fülle: Bin ich dienstlich im Auto unterwegs, ist z.B. das Radio grundsätzlich ausgeschaltet. Mein Fokus ist beim Fahren, immer wieder mache ich mir klar, DASS ich gerade fahre, nicht schon jetzt im nächsten anstehenden Termin bin – der kommt ja erst noch. Bin ich dann in diesem Termin, zählt nur dieser Termin und die Menschen, mit denen ich dann zutun habe. Ich muss nicht gedanklich jetzt schon bei der bevorstehenden Rückfahrt sein. Die kommt ja erst noch.  Im Büro angekommen, gehe ich den Flur hinunter zum Kopierer und bin tatsächlich gerade nur auf diesem Weg zum Kopierer und nicht gedanklich schon beim nächsten Telefonat. Das kommt ja erst noch. Mal 4 oder 5 Schritte lang nur den Bodenkontakt der Füße spüren und mir klar machen, dass ich gerade jetzt wirklich nur auf diesem Weg bin und nirgendwo anders – auch das ist für mich Muße, mitten im Alltag. Solche Momente der Alltagsachtsamkeit schaffen Raum: zum Atem holen, zum Bei-Mir-Sein und auch aufmerksam Bei-Anderen-Sein.

Raum schaffen

Zeit-Raum:
Zeit-Räume schaffen kann ich, indem ich meinen Kalender nicht so vollstopfe, dass kaum Zeit für mich bleibt. Fällt es mir schwer, Zeiträume für mich zu schaffen, kann ich diese notfalls sogar ganz konkret in den Kalender eintragen: “Ich-Zeit” “Nix-Zeit” “Muße-Zeit” – mit welchem Begriff auch immer.

Wohn-Raum:
Auch Platz in meinen privaten Räumen kann ich ganz praktisch überlegen, umsetzen und ggf. verändern. Minimalismus als Lebensstil ist hier ein wunderbarer Ansatzpunkt – er funktioniert auch bei Nicht-Minimalisten(!):

Es schafft in der Regel viel Raum, immer mal wieder mit dem folgenden Blick durch die Wohnung zu gehen:

  • Brauche ich dieses Ding wirklich – oder will ich es einfach nur haben?
  • Hilft mit dieser Gegenstand auch langfristig – oder verstopft er nur mein Leben?
  • Kann ich mich noch frei durch die Wohnung bewegen?
  • Geht es auch einfacher?
  • Geht es auch mit weniger Dingen, geht es vielleicht sogar viel besser?
  • Ist die Zeit überschaubar, die ich für Wohnung reinigen und abstauben etc. benötige? Oder steht so viel herum, dass dies zur Tortur wird?
  • Ist der Aufwand, den es macht, mich um die Anschaffung eines neuen Dings zu kümmern, die Anschaffung wirklich wert?  (Was will ich kaufen, wie ist die Qualität, wo gibt es das, etc. etc.?) Oder gibt es Schöneres? Was bräuchte ich jetzt wirklich?

 

Frei-Raum 
Frei-Raum ist ganz konkret und praktisch auch der Platz, den ich mir zeitlich und räumlich geschaffen habe und nun nutzen kann, um mal genauer hinzuschauen:

  • Was bereitet mir wirklich Freude?
  • Welche schönen (großen oder kleinen) Ereignisse sind mir im Tagesverlauf aufgefallen?
  • Welche Begegnungen haben mich besonders angesprochen?
  • Welche Aktivitäten haben mich besonders gefreut?
  • Was hat mir einfach gut getan?
  • Was hat mich besonders motiviert?

 

Dem Leben Raum geben …

… das muss eben nicht bedeuten, möglichst viele Dinge oder Aktivitäten hinein zu packen. Wir sind in unserer Gesellschaft längst an dem Punkt angelangt, an dem dieses Viel nicht mehr viel hilft und längst zu einem Weniger geworden ist: Zu einem Weniger an Lebensqualität.

Dem Leben wieder mehr Raum geben: Das kann ich, indem ich aufmerksamer, achtsamer und bewusster mich, mein eigenes So-Sein, den jeweiligen Augenblick und die mir begegnenden Menschen und Situationen wahrnehme. In der Achtsamkeitspraxis sagt man auch gerne “zwischen Reiz und Reaktion eine Achtsamkeitspause einlegen.“ Ergänzen kann ich: Und acht geben, dass ich vor lauter Aktivität, Multitasking und unsinnigem Immer-Mehr nicht übersehe, wo das Leben gerade stattfindet oder möglicherweise auch an mir vorbei rauscht.

 

 

 

Einfach loslassen

Wenigstens einige Augenblicke lang loslassen: All die Sorgen, Gedanken, Grämungen, Perfektionen, Ehrgeiz und die unglaublich wichtige eigene Wichtigkeit.

Einfach loslassen: All den Krempel, der nur Wohnung, Leben und unsere Energiebahnen verstopft.

Einfach loslassen und entdecken, dass das Leben auch ohne permanente Kopfkirmes und ohne den unnötigen Krempel weiter geht und so unglaublich lebendig sein kann.

Einfach loslassen: Das, was wir für das Leben halten, aber nur unnötige Unwichtigkeiten sind. Die Ampel schaltet nicht deshalb schneller auf grün, weil wir uns gerade vor der roten Ampel ärgern.

Einfach loslassen: Auch die Angst vor der vielleicht anfänglichen Leere … Leere ist niemals wirklich leer, sie ist nur sehr viel stiller, als all der Lärm der Welt.

Unsere Sinne nutzen, die Stille hören, unseren inneren Stimmen lauschen. Irgendwann sehen, hören und fühlen wir dann, wie das Leben durch uns hindurch fließt, Leidenschaften wach und neue Energien geweckt werden. Wir können einander begegnen, ohne all diesen unnötigen Krempel, den wir üblicherweise auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten, Trends, Meinungen und Moden zur Schau tragen.

Ich gebe zu: Einfach ist nicht immer so einfach. Und loslassen ist auch nicht immer so einfach. Aber es lohnt sich 🙂

 


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Mit Achtsamkeit und Minimalismus durch die Weihnachtszeit

Alle Jahre wieder …

Derzeit fällt es mir wieder besonders auf: Spätestens Mitte bis Ende November werden plötzlich die Menschen in U-Bahnen und Geschäften hektischer, es wird voller. Taschen, Tüten, Pakete werden durch die Straßen geschleppt. Weihnachtsgedudel klingt aus Lautsprechern, gereizte Stimmen weisen Kinder und U-Bahn-Nachbar zurecht oder legen sich mit der Kassiererin im Supermarkt an. Mit blinkenden Weihnachtsmützen dekorierte Männer- und Frauengruppen bahnen sich leicht alkoholisiert den Weg zum Weihnachtsmarkt. Man will schließlich Spaß haben vor Weihnachten. Wie jedes Jahr wird immer noch gekauft, als gäbe es demnächst nichts mehr.
Natürlich gibt es inzwischen Menschen, die anders denken und handeln, die sich mit „Zeit statt Zeug“ beschäftigen, die statt Geschenkberge, Erlebnisse verschenken oder sich einfach Zeit für Andere nehmen. Aber machen wir uns nichts vor:  Das sind nur wenige, die meisten Menschen hat der weihnachtliche Konsumkoller voll im Griff.

 

Kinder brauchen uns –  nicht unsere Hektik

Dass Kinder doch Weihnachten so lieben, erscheint mir wie eine faule Ausrede. Denn Kinder sind durchaus in der Lage, mit viel weniger glücklich zu sein. Und natürlich haben Kinder Wünsche (die haben wir Erwachsene ja auch), aber sie wollen vor allem eins: mit einem vertrauten und liebevollen Erwachsenen zusammen sein. Als neulich ein Kind einen Weihnachtsmann bunt wie einen Clown malte – und dies auch so benannte – dachte ich: wie passend hat dieses Kind das vorweihnachtliche Treiben erfasst!
Die Menge an Dingen macht weder Kinder, noch uns selbst glücklicher, schon gar nicht wird Weihnachten schöner, wenn wir uns nach der üblichen vorweihnachtlichen Hektik erschöpft auf Weihnachten freuen und sich die wochenlange Anspannung dann in den üblichen Familienstreitereien entlädt.

 

Besinnlich – tun, was meinen Sinnen wirklich gut tut

Alljährlich merke ich, dass mir diese vorweihnachtliche Sintflut an Geräuschen, Gerüchen, Hektik und Anspannung gewaltig auf die Nerven geht. Ich genieße es, diesen vorweihnachtlichen Zirkus nach Möglichkeit zu vermeiden. Ich verstehe es gut, wenn Kinder Spaß an weihnachtlicher Dekoration haben, aber für mich als Erwachsene liebe ich es dekofrei. Keine Tannennadel findet den Weg in meine Wohnung, kein Glitzersterne, einfach nichts von all dem Zeug. Ich mag es einfach nicht. An Weihnachtsgeschenken hat in den letzten 30 Jahren lediglich mein Patenkind etwas bekommen, aber nachdem dies längst erwachsen ist, genieße ich die völlige Geschenkefreiheit. Es entspannt mich und ich erfreue mich daran.

Stattdessen liebe ich das Hell-Dunkel-Spiel der Jahreszeiten. In der dunklen Jahreszeit lässt sich das Aufgehen der Sonne so wunderbar am Fenster beobachten. Auch schaue ich gerne, wieviel Licht ich gerade in meiner Wohnung haben will. Dazu reichen mir meine normalen Lampen, die ich ohnehin habe. Manchmal darf es dann sogar eine Kerze sein.
Da ich eher zu den Frühaufstehern gehöre, setze ich mich z.Z. oft einfach mit einem leckeren Kaffee ans Fenster und schaue zu, wie die morgendliche Dunkelheit allmählich dem Licht des Tages weicht. Nichts ist für mich schöner, als den Kaffeegeruch in die Nase steigen zu lassen, den Geschmack zu genießen, während es draußen langsam heller wird.
Ich liebe es auch ganz besonders, nach Hause zu kommen und dann: Tür zu, Fenster zu: Ruhe! Kein Weihnachtsgedudel, keine lärmende Werbung. Einfach erholen, Atem holen und diese Zeit, diesen Freiraum, diesen wunderbaren Klang der Stille einfach und bewusst zu genießen.

Die kleinen Dinge, die kleinen Wunder des Lebens immer wieder zu sehen, zu entdecken und zu würdigen – das ist für mich Weihnachten und sogar ganzjährig erlebbar. Achtsam und minimalistisch gestaltet, sind solche Momente für mich eine Erholung für die Sinne und ein Atemholen für die Seele.

 

 

Interview beim Unruhewerk

Das Unruhewerk hat mich zu meinem Blog Achtsame Lebenskunst, meine Art zu bloggen, das Älter werden und über den Austausch über Generationsgrenzen hinweg, interviewt.

Interessierte können das Interview hier nachlesen:  Impressionen Blogs50plus: achtsame Lebenskunst und Älterwerden….

 

Impressionen Blogs50plus: achtsame Lebenskunst und Älterwerden….

Momente genießen, statt Dinge horten

Die Jagd nach Glück und Zufriedenheit

Immer wieder scheinen wir zu meinen, die Zufriedenheit wartet hinter der nächsten Straßenbiegung oder wird mit dem Kauf des nächsten schicken Pullover oder technischen Gadget automatisch hergestellt. Dabei ändert sich dann, wenn wir schon ausreichend dieser Dinge besitzen, genau genommen nichts – außer, dass wir einer Illusion hinterher laufen. Was uns dabei eigentlich in Bewegung hält, ist die Vorfreude auf das eine Ding, von dem wir uns mehr Glück und Zufriedenheit erhoffen. Die Hoffnung, dass dann endlich Zufriedenheit und Glücksgefühl entsteht.

Aber wenn nun schon 20 Pullover im Schrank sind, was soll da der 21. Pullover bewirken? Wenn das aktuelle Smartphone noch klaglos seinen Dienst versieht, was soll da ein neues? Irgendwelche kleinen Funktionen, Geschwindigkeiten, etwas größer oder kleiner? Was ändert sich wirklich, außer, dass wir mit einer gewissen Vorfreude, die Hoffnung auf ein persönliches Glücksgefühl anheizen, dem irgendwann dann doch das schale Gefühl des grauen Einerlei weicht?

Und was bedeutet es für mich, wenn „alle das so machen“? Wird das unnötige Konsumieren dadurch sinnvoller, werde ich wirklich zufriedener? Wieviel Energie, wieviel Lebenszeit wird der Jagd nach dem Glück, der rastlosen Suche nach Harmonie und Zufriedenheit geopfert, statt einfach den jeweiligen Moment zu genießen?

 

Wirkliche Begegnung benötigt keinen unnötigen Plunder

Wirkliche Begegnung benötigt keinen unnötigen Plunder. Wir können die Jagd nach all dem unnötigen Zeugs aufgeben, auch gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit. Statt dessen können wir endlich wieder Platz, Zeit und Raum schaffen. Wirkliche Begegnung benötigt keine falschen Illusionen, erst Recht keine unnötigen Dinge. Wirkliche Begegnung braucht Menschen, braucht uns. Und es braucht Achtsamkeit, um auch den leisen Klang des Lebens, die kleinen Momente von Zufriedenheit und Glück immer wieder neu zu spüren. Das kann die aufgehende Sonne und der stille Moment des beginnenden Tages sein. Vielleicht ist es diese eine Tasse Tee, ein Lachen, welches vom Kinderspielplatz herüber schallt, das Erleben der Natur und die vielen weiteren, manchmal winzig kleinen Momente des Tages.

 

Inneren und äußeren Raum schaffen

In der Achtsamkeit geht es nicht einmal um möglichst perfekte und „gute“ Meditation. Im Minimalismus als Lebensstil geht es nicht darum, möglichst wenig Dinge zu besitzen. Denn beides gerät schnell wieder zu einer Jagd nach Illusionen. Wichtig ist, den äußeren und inneren Raum zu schaffen, um Begegnungen und Dinge auch wirklich achtsam genießen und würdigen zu können. Es geht darum, wirklich zu fühlen, was und wieviel ich brauche oder eben auch nicht. Glück und Zufriedenheit entsteht nicht durch die Dinge selbst (seien es möglichst viel oder wenig), sondern durch meine wertschätzende Haltung und durch meine Achtsamkeit und Offenheit, wirklich auch sehen, hören und fühlen zu wollen.