Minimalismus: Mehr Lebensqualität durch „Null-Wachstums-Strategie“

„Don’t worry if you feel you can only do one tiny good thing in one small corner of the cosmos. Just be the Buddha body in that one place.“ Thich Nhat Hanh

 

Dieses Zitat von Thich Nhat Hanh entdeckte ich bei Facebook mit der Überschrift „You are enough“. Da ich dieses Zitat so wunderbar finde, habe ich ihn mir aufgeschrieben und als Hintergrund auf meinen Computer-Desktop eingefügt. Nach so vielen Jahren, die ich Menschen professionell berate und begleite, macht dieses Zitat mir sehr gut klar, um was es geht. Es sorgt dafür, dass mich weder das Gefühl von Unersetzlichkeit, noch das der Sinnlosigkeit überflutet. Insbesondere dann, wenn ich das Gefühl habe, es bewegt sich nichts mehr, sage ich mir: Ok, es ist genug, ich bin genug. Meine Ansprüche an mich müssen nicht ins Unermessliche wachsen, aber auch nicht ins Bodenlose sinken. Auch mit meinen – vielleicht auch nur kleinen, bescheidenen – Möglichkeiten bin ich genug. Es kann und darf hier und jetzt auch nur einen kleiner Schritt sein, an einer winzigen Ecke, in einer kleinen Situation. Einfach etwas tun und sei es noch so wenig und noch so klein – aber dort ganz wach und präsent. Manchmal ist es sogar das Einzige, was ich tun kann: ganz wach und präsent sein – und auch das hat eine Wirkung.

Der oben zitierte Satz hilft mir aber auch sehr im Umgang mit unserer Lebenssituation als solches, in unserer Welt, wie sie nun mal ist. Wir haben insbesondere in unseren Breitengraden von vielem längst genug. Der ständige Zwang zum wirtschaftlichen Wachstum und zu mehr Konsum ist zu einer Zeit- und Lebensfalle geworden. Wie oft zappeln wir in dieser Falle hin und her, verwechseln dies mit Lebensqualität und zerstören damit genau das, was wir eigentlich suchen und brauchen?

John Naish zeigt in seinem Buch „Genug“ eine ganz  praktische Möglichkeit auf, wie wir – ganz präsent – in unserer ganz persönlichen kleinen Ecke unseres Alltags einen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität finden können – ohne uns zu überfordern, ohne zu resignieren und ohne in der Zeit- und Lebensfalle hin und her zu zappeln. Er nennt es: „unsere persönliche Null-Wachstum-Kauftaktik“.Wie diese konkret aussehen kann, beschreibt John Naish so:

„Null-Wachstum an persönlichem Besitz

Wenn ein Gegenstand nicht mehr zu reparieren ist, muss er ersetzt werden. Und weil wir alle an den Fortschritt glauben, soll der Ersatz in der Regel größer und leistungsfähiger ausfallen und mehr Funktionen haben. Doch das muss nicht so sein. Die Erwartungs-Inflation zerrt uns oft über den Punkt des Genughabens hinaus in die sinnlose Verschwendung. Um das zu verhindern, können wir unsere persönliche Null-Wachstum-Kauftaktik anwenden, besonders bei teuren Produkten.

Stellen Sie sich dazu die folgenden fünf Fragen:

1. Brauche ich wirklich ein größeres oder leistungsfähigeres Gerät?
Wenn es zum Beispiel um eine neue Kühltruhe geht: Werden Sie ab jetzt mehr essen? Und bei einem neuen Wagen: Helfen mir ein stärkerer Motor und ein schwereres Chassis, schneller aus dem Stau zu kommen?

2. Ist der neue Gegenstand effizienter als der alte?
Man sollte meinen, dass neue Konsumgegenstände weniger Ressourcen verbrauchen als ihre Vorgänger. Doch viele elektronische Neugeräte verbrauchen mehr Strom. Plasmabildschirme können bis zu viermal so viel Energie fressen wie ein herkömmlicher Fernseher. Der Anteil am Verbrauch irdischer Ressourcen durch Geräte der Unterhaltungselektronik wird sich zwischen 2005 und 2010 verdoppeln, sagt der Energy Saving Trust.

3. Habe ich nicht schon genug technisches Spielzeug?
Ressourcen werden massenweise verbraucht, um zusätzliche Funktionen in herkömmliche Geräte einzubauen, die uns das Leben erleichtern sollen. Aber trifft dies wirklich zu? Wenn nicht, dann werfen wir unser Geld sozusagen auf die Müllhalde. Das Paradebeispiel ist der einst so bescheidene Einwegrasierer. Es wird immer schwieriger, Modelle mit zwei Klingen zu ergattern und ohne überflüssige Kinkerlitzchen wie Gleitstreifen oder Schwingkopf. Doch inzwischen haben die Hersteller schon wieder weitere Extras dazugepackt. Ich hielt es für den Gipfel der Lächerlichkeit, als Gillette vor ein paar Jahren den Rasierer mit sechs Klingen herausbrachte. Aber das reichte noch nicht. Nun wird er bereits mit einem kleinen batteriebetriebenen Vibrationsmotor angeboten.

4. Ist es haltbar?
Oft werden Produkte aufgerüstet oder aufgepeppt, um auf äußerst kostenintensive Weise von ihrer schlechten Qualität abzulenken. Statt aus stabilen, haltbaren Komponenten gefertigt zu sein, wurden sie so billig wie möglich produziert. In solchen Fällen sollte man lieber ein wenig mehr Geld in etwas Haltbares investieren, auch wenn es keine ultimative Neuheit ist.

5. Lässt es sich reparieren?
Falls das Konsumgut defekt ist, kann ein Techniker vor Ort es dann einigermaßen kostengünstig reparieren, oder muss ich es gleich auf den Müll schmeißen, weil es aus versiegelten Komponenten besteht – deren Austausch so viel kostet, dass es billiger kommt, ein neues und ebenso irreparables Gerät zu kaufen? Ältere Modelle sind oft wirtschaftlicher, da sie repariert werden können.“

(Quelle: John Naish, Genug. Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen. Übersetzung aus dem Englischen von Barbara Förster, Bastei Lübbe-Verlag, E-Book, Kapitel: 7. Genug Wachstum)

 

Der aktuelle Achtsamkeits-Hype – einige kritische Gedanken

Achtsamkeit in aller Munde… Vorhin las ich mal ein wenig, was zum Begriff Achtsamkeit so bei den sog. News in Internet-Suchmaschinen so auftaucht. Drei Themen sind mir besonders ins Auge gefallen – oder sollte ich sagen: ins Auge missfallen…?

Neben Achtsamkeit im Leistungssport (siehe z.B. hier: Welt.de – Achtsamkeit bei Hochleistungssport), fiel mir Achtsamkeit als Burn-Out-Strategie mit positivem Denken für Banker auf (siehe hier:  http://www.der-bank-blog.de/) , und dann noch „Achtsamkeits-Quickies“ bei Initiative Mittelstand (siehe hier: Achtsamkeits-Quickies)

Achtsamkeit im Leistungssport

Ok, Achtsamkeit im Sport: warum nicht? In dem Artikel der Welt wird beschrieben, dass es darum geht, dass die Sportler schneller den sog. Flow-Zustand erreichen. Der Sportler soll so auf seine Aufgaben konzentriert sein, dass die Dinge um ihn herum an Bedeutung verlieren, Selbstzweifel schwinden.

Dazu kann ich nur sagen: Nimmt der Sportler Achtsamkeit wirklich ernst und integriert sie in sein Leben, dann KANN es sein, er bzw. sie ist wirklich konzentriert und weniger abgelenkt bei der Sache. Ebenso gut kann es aber auch sein, dass die Selbstzweifel nicht ab-, sondern zunehmen. Oder die Zweifel, an dem, was er bzw. sie da tut. Vielleicht sind es auch Zweifel an dem, was die Trainer verlangen oder die Sponsoren erwarten. Achtsamkeit ist keine Flow-Medizin, keine Wunderpille. Und wohin Achtsamkeit führt? Wer weiß es? Ich denke im besten Fall immer zu der ganz eigenen Realität, zur Wahrnehmung von dem, was gerade ist.

Achtsamkeit und positives Denken bzw. positive Psychologie

Beides halte ich für sinnvoll, wenn der Kontext stimmt, d.h., zu den jeweiligen Personen in ihren jeweiligen Lebenssituationen passt. Aber in dem Beitrag von www.der-bank-blog.de stößt mir der Begriff „Strategie“ und „positives Denken“ auf. Beides gehört nicht zwangläufig zusammen. Und mir stellt sich unwillkürlich die Frage: Geht es da wirklich um Lebensqualität für den Einzelnen? Auf einem Blog für Banker?? Wäre schön, aber gehts vielleicht doch um besseres Funktionieren, um bessere Abschlüsse und Provisionen oder darum, im Finanzbetrieb weiter als perfektes Rädchen im Getriebe funktionieren zu können?

Achtsamkeit-Quickes

In dem Beitrag der Initiative Mittelstand geht’s um Gelassenheit im hektischen Alltag. Das finde ich erstmal gut, sinnvoll und hilfreich. Auch kann ich mit der Aufklärung über Achtsamkeits-Mythen durchaus etwas anfangen. Allerdings stößt mir dann der Begriff „Achtsamkeits-Quickes“ sehr auf. Das klingt sowas von schräg für mich. Ok, ich habe schon verstanden, dort geht’s um Alltagsachtsamkeit. Aber „Quickies“…???
Das suggeriert: Mal so eben schnell, zwischen durch, zeitsparend, effektiv, mit wenig Aufwand.  Na, dass passt ja prima zu unserer Leistungsgesellschaft und dazu, dass Ganze dann auch noch möglichst positiv zu sehen, weil man dann ja auch jünger aussieht…. Ok, vielleicht bin ich dann tatsächlich entspannter, wacher, ausgeglichener – aber: Wozu? Und für wen? Für mich? Für andere? Und für was? Um als perfektes Rädchen im Getriebe funktionieren zu können?

Aus meiner Sicht ist Achtsamkeit natürlich geeignet, um sich in belastenden Situationen, besser zurecht zu finden und Stress reduzieren zu können. Aber:

Wer Achtsamkeit wirklich in seinen Alltag integriert, wird vor allem eins:

Wacher! Das kann angenehm für sich selbst und das Umfeld sein, muss es aber nicht zwangsläufig. Es kann auch bedeuten, als Rädchen im Getriebe nicht weiter mitmachen zu wollen. Wacher werden bedeutet, dass beispielweise auch Fragen in den Vordergrund drängen können, die die aktuelle Situation hinterfragen, z.B.:

  • „Was mache ich hier eigentlich“?
  • Will ich überhaupt noch besser „funktionieren“?
  • „Muss ich wirklich noch erfolgreicher, noch besser, noch schneller sein?“
  • „Wie geht es mir eigentlich so, als vermeintlich perfektes Rädchen im Getriebe?“
  • „Will ich mich wirklich für das schicke Auto, Smartphone oder sonstigem Schnickschnack stressen?“
  • „Will ich mich von all den medialen Ablenkungen betäuben lassen?“
  • „Schmeckt mit überhaupt der Döner, die Pommes oder Currywurst, die ich gerade so nebenbei in mich hinein schiebe?“
  • Tanze ich aus Freude – oder vielleicht doch nur ums „goldene Kalb“?
  • Was bereichert mein Leben wirklich?

 

Wer Achtsamkeit ernst nimmt und praktiziert, dabei Achtsamkeit nicht nur vor den Karren einer Leistungsgesellschaft spannt, muss in der Konsequenz nicht unbedingt nach Erleuchtung suchen. Aber es werden definitiv doch diverse kleinere und größere Lichter sein, die im Alltag aufgehen werden. Und ich finde: Genau für diese Lichter lohnt es sich!

Achtsamkeit und Minimalismus – wie privat und wie gesellschaftlich ist das?

Selbstoptimierung und Perfektionierung

Immer mal wieder begegnet mir im Zusammenhang mit Minimalismus der Begriff „Selbstoptimierung“. Auch im Zusammenhang mit Achtsamkeit lese ich diesen Begriff öfter. Achtsamkeit und Minimalismus haben zunächst mal vorrangig mit mir ganz persönlich zu tun. Aber sich optimieren und perfektionieren: Für wen oder was denn eigentlich? Wirklich für mich? Oder für andere? Und ist das alles? Oder gibt es da noch viel mehr und viel wichtigeres?

Bewusstes Wahrnehmen und Handeln

Jon Kabat-Zinn nutzt im Zusammenhang mit Achtsamkeit gerne die Formulierung „aus dem Autopiloten auszusteigen“. Damit meint er, aus nicht mehr automatisch zu reagieren und zu handeln, sondern bewusst. Achtsamkeit ist ein Wahrnehmen der gerade aktuellen Situation. Aber mal „nur“ auf den Atem achten und schon bin ich automatisch wunderbar entspannt, relaxt und selbst optimiert – so einfach ist das nicht. Wer schon einmal meditiert hat, weiß, wie schnell das eigene Kopfkino einen Film nach dem anderen dreht, der Körper hier oder da zwickt und auch das eigene Gefühlsleben nicht nur schöne emotionale Blumenwiesen hervor zaubert.

Mit Minimalismus, also einem konsumreduzierten und konsumbewussten Lebensstil, ist es vergleichbar. Der Autopilot „kaufe ich“ wird bewusst angehalten und ich übernehme wieder selbst das Steuer. Denn auch beim Konsumieren gibt es z.B. das „Kopfkino“, welches automatisch in Aktion tritt. Beispielsweise dann, wenn ich anfange, mir Gründe ausdenke, warum ich dieses Teil unbedingt haben muss. Oder ich meine, dass ich mir ein Stück Wohlbefinden kaufen kann. Vielleicht habe ich mich aber auch nur „einlullen“ lassen und nicht wirklich hingeschaut, hingefühlt und schon gar nicht in Ruhe nachgedacht, was ich wirklich brauche – und schwupps, waren schon wieder irgendwelche Teile im Einkaufswagen, die überhaupt nicht dort hin sollten.

Von der privaten Haltung zur gesellschaftlichen Dimension von Achtsamkeit und Minimalismus

Für mich bedeutet Achtsamkeit und Minimalismus vorrangig, mein Leben nicht meinem eigenen Autopilot zu überlassen, aber auch nicht den Heilsversprechen der Werbeindustrie oder sonst wem. Ich möchte mich auch nicht selbst perfektionieren, sondern einfach bewusster leben und entscheiden. Dabei gelange ich dann irgendwann automatisch auch über die rein private Dimension hinaus. Denn, wenn ich weniger konsumiere, hat das immer eine Wirkung – nicht nur auf den Inhalt meines Portemonnaie’s. Ich bin mir sicher, dass die Konsumindustrie schnell reagieren und sich umstellen würde, wenn nicht nur einzelne, sondern viele Menschen nicht mehr so einfach sang- und klanglos kaufen und konsumieren würden. Ich bin mir ebenfalls sicher, die Angebote würden sich über kurz oder lang ändern. Ich halte die Appelle, der Konsum müsse zur wirtschaftlichen Entwicklung gesteigert werden, nicht für eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern für Phantasielosigkeit beim Entwickeln neuer Wege.

Durch meine Achtsamkeitspraxis ist mir sehr viel deutlicher bewusst geworden, was um mich herum geschieht. Ständige Ablenkungen und Reizüberflutungen beispielsweise. Äußerer Lärm kann inneren Lärm prima übertönen, leider aber auch so etwas wie die eigene „innere Stimme“. Selbst bei einem Sonntagsspaziergang im Wald fällt mir auf, wieviele Menschen von der Natur nur noch wenig mitzubekommen scheinen. Es wird in schicker Funktionskleidung gewandert, gejoggt, gewalkt oder mit dem Mountainbike die Hänge hoch und runter gefahren. Es wird lautstark erzählt. Wie wäre es damit, einfach mal hinzuschauen, wie z.B. das Wechselspiel von Licht und Schatten oder hinzuhören auf die Geräusche des Waldes?  Selbst das Geräusch des Regens kann interessant werden, wenn ich ihm einfach mal bewusst und aufmerksam zuhöre.

Verarmt mitten in materiellen Besitztümern

Immer wieder wird mir bewusst, wie sehr wir als Gesellschaft dabei sind, in mitten unseres ganzen materiellen Besitz und mit all den tausenderlei Ablenkungsmöglichkeiten zu verarmen. Als Sozialpädagogin habe ich in vielen Jahren meiner Berufstätigkeit, schon so viele Situationen erlebt, in denen Menschen bis zum Rand des eigenen Ruins konsumiert haben (und auch darüber hinaus). Das ist keine neue Erscheinung, sondern gab es z.B. in den 80er-Jahren auch schon, wenn auch nicht so extrem wie jetzt. Viele Kinderzimmer habe ich im Laufe der Zeit gesehen. Diese Kinderzimmer quollen über vor Kleidung, Spielzeug und technischen Geräten. Mittendrin die Kinder, die damit völlig überfordert waren und liebend gerne ihren ganzen Krempel gegen die Aufmerksamkeit eines Erwachsenen getauscht hätten. Und nahezu täglich Pizza oder Döner vor dem Fernseher, das lieblos servierte Wurstbrot auf dem Fußboden des Kinderzimmers oder das fast schon berühmte trockene Brötchen im Kinderwagen: Keine Gemeinschaft, kein gemeinsames Essen, kein Tisch decken, kein Erzählen, Begegnen. Wer so aufwächst ist bitterarm. Bitterarm mitten in einer mit Konsumkram vollgestopften Wohnung einer völlig überdrehten Gesellschaft.

Dass das, was wir zu viel haben, denen fehlt, die anderswo in bitterster materieller Armut leben, kommt noch hinzu.  Unsere Konsumberge werden oft unter menschenunwürdigsten Bedingungen produziert. Wie achtsam ist es eigentlich, wenn wir solche Dinge kaufen? Wir schaden mit der oft gnadenlosen Ausbeutung von Resscourcen und Menschen aber nicht nur anderen, sondern letztlich uns selbst. Endloses Wachstum halte ich für eine Illusion und schlichtweg nicht menschenwürdig möglich. Alternativen dazu müssen nicht nur überlegt, sondern vor allem probiert und praktisch erprobt werden.

Jeder kleine Schritt zählt

Selbst dann, wenn jede/r Einzelne nur kleine Schritte der Veränderung geht, zählt das. Unsere Kinder brauchen zudem gerade in der heutigen Situation etwas ganz anderes, als irgendwelche Konsumberge. Sie brauchen uns. Sie brauchen Erwachsene als verantwortlich handelnde Menschen. Kinder benötigen Beziehung, Orientierung, Sicherheit, Zeit, reale Vorbilder.

Jedes Kleidungsstück oder Elektronikgerät, welches wir langfristig nutzen, nach Möglichkeit reparieren statt weg werfen und jede Minute, die wir uns Zeit für Kinder nehmen, statt sie nur mit Kram und schlechtem Essen vollzustopfen: All das zählt, all das ist wichtig. Natürlich nicht als Lösung für alles, aber es ist sind praktische und konkrete Schritte. Diese Schritte mögen manchmal noch ein noch so kleines, zaghaftes Probieren sein, sie sind trotzdem wichtig und wertvoll. Und selbst holprigste Versuche etwas zu verändern, sind immer noch besser, als mitten im ganzen Konsumkrempel den Zustand der Welt zu beklagen und dann die nächste Shoppingtour zu planen.