Mit Achtsamkeit und Minimalismus durch die Weihnachtszeit

Alle Jahre wieder …

Derzeit fällt es mir wieder besonders auf: Spätestens Mitte bis Ende November werden plötzlich die Menschen in U-Bahnen und Geschäften hektischer, es wird voller. Taschen, Tüten, Pakete werden durch die Straßen geschleppt. Weihnachtsgedudel klingt aus Lautsprechern, gereizte Stimmen weisen Kinder und U-Bahn-Nachbar zurecht oder legen sich mit der Kassiererin im Supermarkt an. Mit blinkenden Weihnachtsmützen dekorierte Männer- und Frauengruppen bahnen sich leicht alkoholisiert den Weg zum Weihnachtsmarkt. Man will schließlich Spaß haben vor Weihnachten. Wie jedes Jahr wird immer noch gekauft, als gäbe es demnächst nichts mehr.
Natürlich gibt es inzwischen Menschen, die anders denken und handeln, die sich mit „Zeit statt Zeug“ beschäftigen, die statt Geschenkberge, Erlebnisse verschenken oder sich einfach Zeit für Andere nehmen. Aber machen wir uns nichts vor:  Das sind nur wenige, die meisten Menschen hat der weihnachtliche Konsumkoller voll im Griff.

 

Kinder brauchen uns –  nicht unsere Hektik

Dass Kinder doch Weihnachten so lieben, erscheint mir wie eine faule Ausrede. Denn Kinder sind durchaus in der Lage, mit viel weniger glücklich zu sein. Und natürlich haben Kinder Wünsche (die haben wir Erwachsene ja auch), aber sie wollen vor allem eins: mit einem vertrauten und liebevollen Erwachsenen zusammen sein. Als neulich ein Kind einen Weihnachtsmann bunt wie einen Clown malte – und dies auch so benannte – dachte ich: wie passend hat dieses Kind das vorweihnachtliche Treiben erfasst!
Die Menge an Dingen macht weder Kinder, noch uns selbst glücklicher, schon gar nicht wird Weihnachten schöner, wenn wir uns nach der üblichen vorweihnachtlichen Hektik erschöpft auf Weihnachten freuen und sich die wochenlange Anspannung dann in den üblichen Familienstreitereien entlädt.

 

Besinnlich – tun, was meinen Sinnen wirklich gut tut

Alljährlich merke ich, dass mir diese vorweihnachtliche Sintflut an Geräuschen, Gerüchen, Hektik und Anspannung gewaltig auf die Nerven geht. Ich genieße es, diesen vorweihnachtlichen Zirkus nach Möglichkeit zu vermeiden. Ich verstehe es gut, wenn Kinder Spaß an weihnachtlicher Dekoration haben, aber für mich als Erwachsene liebe ich es dekofrei. Keine Tannennadel findet den Weg in meine Wohnung, kein Glitzersterne, einfach nichts von all dem Zeug. Ich mag es einfach nicht. An Weihnachtsgeschenken hat in den letzten 30 Jahren lediglich mein Patenkind etwas bekommen, aber nachdem dies längst erwachsen ist, genieße ich die völlige Geschenkefreiheit. Es entspannt mich und ich erfreue mich daran.

Stattdessen liebe ich das Hell-Dunkel-Spiel der Jahreszeiten. In der dunklen Jahreszeit lässt sich das Aufgehen der Sonne so wunderbar am Fenster beobachten. Auch schaue ich gerne, wieviel Licht ich gerade in meiner Wohnung haben will. Dazu reichen mir meine normalen Lampen, die ich ohnehin habe. Manchmal darf es dann sogar eine Kerze sein.
Da ich eher zu den Frühaufstehern gehöre, setze ich mich z.Z. oft einfach mit einem leckeren Kaffee ans Fenster und schaue zu, wie die morgendliche Dunkelheit allmählich dem Licht des Tages weicht. Nichts ist für mich schöner, als den Kaffeegeruch in die Nase steigen zu lassen, den Geschmack zu genießen, während es draußen langsam heller wird.
Ich liebe es auch ganz besonders, nach Hause zu kommen und dann: Tür zu, Fenster zu: Ruhe! Kein Weihnachtsgedudel, keine lärmende Werbung. Einfach erholen, Atem holen und diese Zeit, diesen Freiraum, diesen wunderbaren Klang der Stille einfach und bewusst zu genießen.

Die kleinen Dinge, die kleinen Wunder des Lebens immer wieder zu sehen, zu entdecken und zu würdigen – das ist für mich Weihnachten und sogar ganzjährig erlebbar. Achtsam und minimalistisch gestaltet, sind solche Momente für mich eine Erholung für die Sinne und ein Atemholen für die Seele.

 

 

Momente genießen, statt Dinge horten

Die Jagd nach Glück und Zufriedenheit

Immer wieder scheinen wir zu meinen, die Zufriedenheit wartet hinter der nächsten Straßenbiegung oder wird mit dem Kauf des nächsten schicken Pullover oder technischen Gadget automatisch hergestellt. Dabei ändert sich dann, wenn wir schon ausreichend dieser Dinge besitzen, genau genommen nichts – außer, dass wir einer Illusion hinterher laufen. Was uns dabei eigentlich in Bewegung hält, ist die Vorfreude auf das eine Ding, von dem wir uns mehr Glück und Zufriedenheit erhoffen. Die Hoffnung, dass dann endlich Zufriedenheit und Glücksgefühl entsteht.

Aber wenn nun schon 20 Pullover im Schrank sind, was soll da der 21. Pullover bewirken? Wenn das aktuelle Smartphone noch klaglos seinen Dienst versieht, was soll da ein neues? Irgendwelche kleinen Funktionen, Geschwindigkeiten, etwas größer oder kleiner? Was ändert sich wirklich, außer, dass wir mit einer gewissen Vorfreude, die Hoffnung auf ein persönliches Glücksgefühl anheizen, dem irgendwann dann doch das schale Gefühl des grauen Einerlei weicht?

Und was bedeutet es für mich, wenn „alle das so machen“? Wird das unnötige Konsumieren dadurch sinnvoller, werde ich wirklich zufriedener? Wieviel Energie, wieviel Lebenszeit wird der Jagd nach dem Glück, der rastlosen Suche nach Harmonie und Zufriedenheit geopfert, statt einfach den jeweiligen Moment zu genießen?

 

Wirkliche Begegnung benötigt keinen unnötigen Plunder

Wirkliche Begegnung benötigt keinen unnötigen Plunder. Wir können die Jagd nach all dem unnötigen Zeugs aufgeben, auch gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit. Statt dessen können wir endlich wieder Platz, Zeit und Raum schaffen. Wirkliche Begegnung benötigt keine falschen Illusionen, erst Recht keine unnötigen Dinge. Wirkliche Begegnung braucht Menschen, braucht uns. Und es braucht Achtsamkeit, um auch den leisen Klang des Lebens, die kleinen Momente von Zufriedenheit und Glück immer wieder neu zu spüren. Das kann die aufgehende Sonne und der stille Moment des beginnenden Tages sein. Vielleicht ist es diese eine Tasse Tee, ein Lachen, welches vom Kinderspielplatz herüber schallt, das Erleben der Natur und die vielen weiteren, manchmal winzig kleinen Momente des Tages.

 

Inneren und äußeren Raum schaffen

In der Achtsamkeit geht es nicht einmal um möglichst perfekte und „gute“ Meditation. Im Minimalismus als Lebensstil geht es nicht darum, möglichst wenig Dinge zu besitzen. Denn beides gerät schnell wieder zu einer Jagd nach Illusionen. Wichtig ist, den äußeren und inneren Raum zu schaffen, um Begegnungen und Dinge auch wirklich achtsam genießen und würdigen zu können. Es geht darum, wirklich zu fühlen, was und wieviel ich brauche oder eben auch nicht. Glück und Zufriedenheit entsteht nicht durch die Dinge selbst (seien es möglichst viel oder wenig), sondern durch meine wertschätzende Haltung und durch meine Achtsamkeit und Offenheit, wirklich auch sehen, hören und fühlen zu wollen.

 

Konsumfallen erkennen – Was zieht mir das Geld aus der Tasche?

Doch wieder unnötig einkauft?

Wer von uns kennt das nicht? Irgendwie doch wieder etwas gekauft, was eigentlich nicht hätte sein müssen. Doch wieder in die Konsumfalle getappt. Auch wer seinen Alltag achtsam gestaltet und einen minimalistischen Lebensstil hat, kann in diese Falle geraten.

Neulich hat nicht viel gefehlt, da wäre ich mitten hinein getappt in die Konsumfalle und hätte ich mir fast ein neues (gebrauchtes) Laptop gekauft. Wären nicht meine Umzugsvorbereitungen gewesen und damit wenig Zeit und auch nicht unbedingt das Geld, mich jetzt auch noch um ein anderes Laptop zu kümmern, hätte ich mir wohl tatsächlich ein neues Gerät gekauft. Aus jetziger Sicht wäre es schade gewesen, denn inzwischen läuft mein alter Laptop dank neuem Netzkabel und ersetzter fehlender Taste wieder gut. Meine Konsumfalle war meine Ungeduld mit dem zwischenzeitlich „zickenden“ alten Gerät, mein Ärger darüber, dass der Laptop nicht mehr perfekt lief und ich überhaupt Geld investieren musste. Letztlich war es aber auch meine digitale und technische Neugier, wie ich mit einem anderen Gerät und anderen Betriebssystem so klar komme. Eine Konsumfalle wäre der Neukauf eines Gerätes deshalb gewesen, weil ich nicht wirklichen Druck hatte, ein sehr gutes und perfekt laufendes Gerät zu besitzen. Meine komplette Datensicherung passt locker auf einen USB-Stick. Ich nutze den Laptop überwiegend nur zum Schreiben, ab und an Tabellen, manchmal einige Fotos, selten Musik, dann kommen noch Internet und Emails hinzu. So viel ist das nicht, kein Multimedia, keine aufwändigen Dateien oder Prozesse, schon gar nicht programmiere ich irgendwas. Eine komfortable digitale Schreibmaschine mit Internetanschluss und gelegentlich in kleinerem Umfang Fotos oder Musik – das reicht eigentlich.

Natürlich hat jede/r andere Bereiche, in denen er oder sie schwach wird. Einige können kaum an einem Schuhgeschäft vorbei gehen, andere liebäugeln mit dem neuesten Smartphone, denken über das neue Sportgerät nach und vieles mehr. Auch die ganz persönlichen Gründe, weshalb die Konsumfalle zuschnappt, sind sehr unterschiedlich. Es gibt die berühmten Stress- und Frustkäufe, den Belohnungskauf, Gewohnheiten, soziale Zugehörigkeiten, usw. usw. – Die EC-Karte ist schnell gezückt, das Geld mindestens ebenso schnell vom Konto gebucht und irgendwann taucht es auf, dieses flaue Gefühl, dass dieser oder jener Kauf doch eigentlich nicht hätte sein müssen, das neue Teil doch nicht die erwarteten Verbesserungen bietet oder der Kontostand ins Wanken geraten ist. Aber sich nur darüber ärgern bringt nicht viel.

 

Konsumfallen konstruktiv nutzen

Wenn schon in die Konsumfalle gelaufen, dann lässt sich dieser Umstand auch konstruktiv nutzen. Wir können genau hinschauen, was da eigentlich genau passiert ist, in welcher Situation wir uns befunden haben, wie wir uns gefühlt haben und was vielleicht vorher gewesen ist. Nachfolgend einige Fragen, die helfen können, einen persönlich konstruktiven Umgang mit den großen und kleinen Konsumfallen zu finden:

 

  1. Gibt es vergleichbare Dinge, die mich immer wieder besonders ansprechen?
  2. Gibt es vergleichbare Situationen, in denen ich immer wieder „schwach“ werde?
  3. Welche Sinne waren vor dem Kauf besonders aktiv? (z.B. besondere Gerüche, Sehen von schönen Dingen)
  4. Was ist vor dem Kauf passiert?
  5. Welche Hoffnungen, Träume, Wünsche verbinde ich mit dem Produkt?
  6. Möchte ich mit dem Produkt „dazu gehören“? Wenn ja zum wem? Suche ich Anerkennung, Bewunderung, Aufmerksamkeit?
  7. In welcher Stimmung habe ich mich vor und beim Kauf befunden? Wollte ich mich mit dem Kauf trösten, Frust abbauen, belohnen, unangenehme Gefühle verdrängen, Langweile übertünchen?
  8. Erkenne ich Konsum-Ersatzhandlungen bei mir? (z.B. Ausgleich für stressigen Tag, Ärger mit Familie,…)
  9. Was könnte mir statt dessen wirklich helfen? 
  10. Was hätte ich wirklich gebraucht? Dieses Ding oder vielleicht etwas ganz anderes?

Diese Tipps sind auch als PDF-Datei zum Download erhältlich: Konsumfallen konstruktiv nutzen – Download

 


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5 Punkte-Liste gegen Fehl- und Frustkäufe

Spontankäufe, Frustkäufe, Fehlkäufe – Wer kennt das nicht und hat sich nicht anschließend schon einmal darüber geärgert. Die folgende 5-Punkte-Liste kann helfen, mehr Achtsamkeit für die eigenen Bedürfnisse zu entwickeln:

1. Möglichkeiten der Vorbereitungen Zuhause:

  • Nie hungrig einkaufen gehen
  • Einkaufsliste erstellen
  • Schränke etc. überprüfen: Was ist noch vorhanden und kann erst einmal aufgebraucht werden?
  • Was würde mit den vorhandenen Dingen zusammen passen (z.B.: Technik – Kompatiblität; Kleidung: Farben)

2. Auslösende Reize beim Einkaufen/Konsumieren erkennen:

  • Einen Atemzug lang innehalten:
    • Wo befinde ich mich jetzt?
    • Was sehe und höre ich um mich herum?
    • Welche körperliche Reaktionen spüre ich?
    • Wie fühle ich mich jetzt? In welcher Stimmung bin ich?

3. Auslösende Reize reflektieren:

  • Gehen Sie einige Schritte und überlegen Sie während Ihres Einkaufes (oder auch nachträglich):
    • Was ist gerade vor diesem Kaufreiz passiert?
    • Gibt es immer wieder vergleichbare Dinge, die mich besonders ansprechen?
    • Gibt es wiederkehrende Stimmungslagen, in denen ich gerne einkaufe? (z.B. Urlaubsstimmung, nach stressigem Tag usw.)
    • Handelt es sich beim Konsumieren gerade um „Ersatzhandlungen? – Was kann mir statt dessen wirklich helfen?

4. Zeit und Raum schaffen:

  • Spontankäufe vermeiden, denn der Reiz des Neuen ist oft ein Trugschluss.
    • Größere Anschaffungen auf eine 30-Tage Liste setzen
    • erstmal wieder aus dem Geschäft heraus gehen, Zeit vergehen lassen, eine oder mehrere Stunden später kaufen
    • beim Gang zur Kasse nochmal in den Einkaufskorb schauen: Will und brauche ich das wirklich?

5. Den Reiz des Neuen mildern:

  • 5 – 10 Minuten mit dem Kaufwunsch durch den Laden gehen, dann entscheiden: zurück legen oder kaufen?
  • Gedanklich in die Zukunft blicken: Wie wird es in einem Tag, in einer Woche, in einem Monat sein, wenn ich dieses Teil Zuhause haben werde? Wie sieht meine finanzielle Situation dann aus?
  • Wenn ich mir vorstelle, ich würde entscheiden, dieses Teil/Ding, nicht oder später zu kaufen: Was passiert dann? Wie geht es mir? Wie angespannt oder entspannt bin ich? Wie fühle ich mich?

 

Die Achtsamkeits-Treppe – die 6 Stufen des achtsamen Konsumierens

Was will und brauche ich wirklich? Gerade vor größeren Einkäufen, aber auch bei den täglichen kleinen „Konsumfallen“ stellt sich diese Frage. Um Fehlentscheidungen und später bereute Spontankäufe zu vermeiden, habe ich eine kleine Achtsamkeits-Treppe für das achtsame Konsumieren entwickelt – geeignet gerade mitten im Einkaufszentrum, vor dem nächsten unbedachten Klick im Internet-Shop.  Hierzu ein Link, um diese Achtsamkeits-Treppe (PDF-Datei) herunter laden zu können.

 

Bild von beschrifteten Stufen, angeordnet wie eine Treppe.

Link: Die Achtsamkeits-Treppe, PDF-Download

 

Anleitung: Insbesondere vor größeren Käufen, aber auch bei den täglichen kleinen „Konsumfallen“, können Sie diese Achtsamkeits-Treppe nutzen, um zu einer bewussten Entscheidung zu kommen und mögliche Fehlentscheidungen und Spontankäufe zu vermeiden.

 

 

 

 

 

Digitaler Minimalismus: Wechselfestplatte entrümpelt

Was brauche ich wirklich? Diese Frage stellt sich für mich auch für all die Dinge, die sich so auf dem Computer ansammeln. Das ist ja nun mal irgendwie auch Kram.  Daher ist digitaler Minimalismus auch ein wichtiges Thema für mich. und Ich möchte mich auch bei den digitalen Daten nicht lange mit sammeln, suchen und sichern befassen.

Suggerierte Ängste

Die Werbung suggeriert uns nahezu täglich alle möglichen Wünsche und nicht nur Wünsche werden suggeriert, auch Ängste. Beispielsweise die Angst, die Festplatte des Computers könnte abstürzen und alle Daten sind weg. Also bitte unbedingt alles sichern, am besten mehrfach – auf externen Wechselfestplatten beispielsweise. Am besten regelmäßig auch neue von diesen Festplatten kaufen. Denn schließlich weiß man ja nie, wie lange diese halten. Und es gibt ja auch immer wieder etwas Neues: Erst USB 2.0, dann 3.0, Firewire 400, dann Firewire 800, Thunderbold und weiß ich was. Dann ist die neue Wechselfestplatte ja vielleicht auch viel größer und das ganze Daten-Sammelsurium passt prima drauf. Aber so etwas kostet Geld und es steht mal wieder ein Teil mehr in der Wohnung herum. Genau genommen könnte ich in einer wunderbar leeren minimalistischen Wohnung sitzen und statt digitalem Minimalismus habe ich endlos viel Zeugs gespeichert und zigfache Geräte Zuhause. Aber wozu?

Meine persönlichen Wechselfestplatten-Dramen

Ich habe auch so meine Geschichte mit den externen Wechselfestplatte. Denn bei mir sind diese die einzigen, die je vorzeitig ihren Geist aufgegeben haben. Viele Fotos waren dadurch unwiderruflich hinüber. Ich hatte diese (leichtsinnigerweise) nicht auf dem Computer, sondern nur auf der Wechselfestplatte gespeichert und dadurch unrettbar verloren. Wenn ich zurückblicke: Weder hatte ich jemals eine defekte CD, noch einen defekten USB-Stick und die integrierte Laptop-Festplatte war auch noch nie kaputt. Was soll das also?

Mich hat das damals mit den defekten Wechselfestplatten sehr geärgert, außerdem hat mich dieses Kabelwirrwarr auch gestört. Ich habe dann überlegt, was ich nun machen werde. Ständig neue Festplatten kaufen jedenfalls schon mal nicht. Ich befasste mich daher mit dem, was eigentlich am einfachsten erscheint:

Die Daten, die ich nicht sammle, muss ich nicht extra sichern

Zu Minimalismus gehört für mich auch, dass ich immer wieder durchforste, welche Digitaldaten ich nun wirklich sammeln möchte und welche nicht. Schrittweise habe ich daher meine digitalen Daten von rd. 11 GB auf derzeit rd. 3 GB, einschließlich Fotos, Musik, digitalisierten Dokumenten, einiger Backups und allem drum und dran.

Daten entrümpeln

Musik und E-Books: 
Ich besitze noch genau 2 CD’s, die mir so wichtig waren, dass ich diese immer noch habe. Seit Jahren habe ich keine CD mehr gekauft, aber einzelne Musikstücke im Internet. Dort kann ich sie jederzeit wieder neu herunterladen. Bei den E-Books ist es vergleichbar. Die muss ich nicht selbst horten und doppelt sichern. Ich gehöre zu den Leuten, die nicht ständig endlos Mengen an Büchern lesen oder dauernd Musik hören. Es ist mal ein E-Book oder einige ganz wenige ausgewählte Musikstücke. Den Rest habe ich dann einfach auch nicht direkt auf meinem Laptop – wozu auch…Mir reicht es völlig aus, wenn ich diese Daten bei Bedarf einfach nochmal neu herunter lade. Da sollen sich doch die Musik- und E-Book-Anbieter ihre Räume mit riesigen Servern und Mega-Speicherplatz voll stellen.

Fotos:
Fotos sortiere ich regelmäßig aus. Ich muss nicht jede Situation auf Foto bannen. Als es noch analoge Fotoapparate gab, bin ich mit einem 24er-Film den ganzen Urlaub ausgekommen. Warum sollte ich jetzt plötzlich 100 oder 200 Fotos machen? Ich stelle mir jeweils immer kurz vor, ob ich das, was ich da gerade durch Fotoapparat oder Handykamera sehe, tatsächlich so schön und wichtig ist, dass ich diese Erinnerung wirklich hinterher noch mal anschauen möchte. Und das eine Motiv muss dann ja wirklich nicht gleich in 10-facher Ausführung sein. Die verbliebenen Fotos schaue ich später immer mal wieder durch. Einige Fotos bleiben, andere lösche ich. Der Abstand zu den Ereignissen relativiert dann irgendwann die Bedeutung einzelner Fotos und diese können dann auch weg.
Für die mir wichtigsten Fotos der zurückliegenden Jahrzehnte habe ich dann tatsächlich auch noch mal ein Fotobuch anfertigen lassen. Ich schaue nicht oft hinein, aber hin und wieder ja und es gefällt mir.

Filme
Filme interessieren mich nicht sonderlich. Schon gar nicht gekaufte Filme. Keine Ahnung, warum. Es ist so. Da gibts nicht viel zu sammeln.

Text-Dateien
Text-Dateien nehmen nunmal zum Glück kaum Platz weg. Da ist also nicht viel Datenmenge, die gesichert werden muss. Aber die Übersichtlichkeit: Ich probiere immer mal wieder an der Ordnerstruktur herum, um zu schauen, wie ich was am besten und schnellsten wieder finde. Auch generell schaue ich regelmäßig durch, ob nicht was dabei ist, was weg kann. Irgendwas finde ich dann dort immer, vereinzelt doppelte Dateien oder Briefverkehr, der sich längst erledigt hat. Sowas fliegt kategorisch raus.

Elektronische Post
Emails: Ich habe 3 Unterordner angelegt, in denen sich ein paar wichtige Emails befinden bzw. wo ich noch was erledigen oder regeln will. Das Posteingangsfach ist nach Möglichkeit leer. Alles, was fertig ist, sich erledigt hat, wird gelöscht.
Chats: Nutze ich eher wenig und wenn, dann lösche ich die Chats immer wieder. Da wird nichts gesammelt.

Datensicherung jetzt

Durch diese Struktur haben sich die digitalen Besitztümer, die dann wirklich gesichert werden müssen, deutlich reduziert. Letztlich wichtig sind davon ja eigentlich vorrangig auch nur einige Logindaten und selbst die lassen sich im Bedarfsfall neu besorgen. Das wäre halt nur ein Aufwand, den ich mir gerne ersparen möchte. Ich komme jetzt auf jedenfalls problemlos ohne Wechselfestplatten aus, ein USB-Stick plus Cloud reicht locker aus. Zusätzlich ist ja mal alles auch noch auf dem Laptop. Da der alte USB-Stick langsam „zickt“, brauchte ich einen neuen, 16GB Speicherplatz und wunderbar minimalistisch klein und kompakt.

Nicht kirre machen lassen

Mein wichtigstes Datensicherungs-Kriterium: Die digitalen Daten, die ich nicht brauche, muss ich auch nicht sichern. Ausserdem möchte ich meine Daten gut und einfach wieder finden.  Was ich keinesfalls möchte ist, mich verrückt machen lassen von irgendwelchen künstlich geschürten Verlustängsten. Ich habe hier nun mal keine geheimen oder teuren Neuentwicklungen eines Mega-Unternehmens und weder gehört fotografieren noch filmen zu meinem Hobby, erst Recht nicht zu meinem Beruf.  Die genaue Datenmenge interessiert mich eigentlich nicht. Ob das nun ein paar MB’s oder GB’s mehr – was solls. Das hängt u.a. auch von Hobbys und Interessen ab, ob ich nur private oder auch geschäftliche Daten auf dem PC habe. Wichtiger ist mir die Frage, ob das, was sich so digital ansammelt, dann wichtig für mich ist oder nicht. Wirkliche ernsthafte Sorgen müsste ich mir erst dann machen, wenn es um existentielle Dinge geht und ich Sorgen haben muss, dass es für lebensnotwendige Dinge nicht mehr reicht. Wechselfestplatten gehören jedenfalls nicht zu den Dingen, die für mich so wichtig sind. Sie kommen frühestens dann in meine Wohnung, wenn sich meine Lebensumstände so geändert haben sollten, dass es notwenig für mich ist, jede Menge Daten zu horten – Möge es hoffentlich nie dahin kommen 😉

Minimalismus: Eigene Bedürfnisse statt verwirrender Kaufanreize

Verwirrende Shopping-Center und Konsum-Meilen

In den letzten Jahren sind ja immer wieder hier oder da größere Shopping-Center entstanden. Damit meine ich diese großen Einkaufszentren mit den vielen Gängen und den endlos vielen Geschäften – alles unter einem Dach. Seit ein paar Jahren haben wir so etwas in Dortmund auch.
Ich gehe dort nicht gerne hin, vermeide es wo es geht. Ich finde die Anordnung verwirrend, es ist mühsam und anstrengend, mich durch all die Gänge und Etagen zu kämpfen. Mal so eben in ein und derselben Etage auf die gegenüber liegende Seite gehen, funktionierte nicht, man muss etliche Umwege in Kauf nehmen. Die paar Male, die ich dort war, habe ich mich jedes Mal darüber geärgert. Die Logik der Anordnung ein oder anderen Rolltreppe erschließt sich mir nicht immer. Hinzu kommt dann noch die Lautstärke – fürchterlich. Lärm, Geräusche können über die gesamten Etagen dringen. Stimmengewirr, Musik hier und da aus den Geschäften. Wenn ich dort überhaupt mal einkaufe, dann möchte ich möglichst gezielt in irgendein bestimmtes Geschäft. Dazu muss ich mich entweder sehr gut auskennen, weil ich schon x-mal dort war oder einen Plan am Eingang sehr genau studieren und mir einprägen und dann versuchen, dass Geschäft zu finden. So wirklich gezielt gehen, ist dann aber immer noch schwierig. Und das fand ich jedes Mal nervtötend.

Wahrnehmen, statt ärgern oder unnötig kaufen…

Genau in einem solchen Shopping-Center hinein gehen und dort weder einzukaufen oder zu bummeln ist dann doch sehr erhellend. Es fiel mir während der Dreh-Aufnahmen für das WDR-Interview auf. Ich schaute für eine Szene von oben auf das Shopping-Center hinunter. An dieser Stelle hatte ich zuvor noch nie gestanden, wäre auch selbst nie auf diese Idee gekommen. Ich sah die für mich verwirrende Anordnung von Gängen. Von oben konnte ich bis ganz nach unten sehen. Und als ich dann so in dieses Shopping-Gewirr schaute, wurde mir klar, dass es nicht allein um irgendwelche architektonischen Überlegungen geht, sondern welchen Sinn dies vermutlich haben wird: Ablenkungen, Eindrücke, die uns Kunden zum Kaufen animieren, uns von unseren eigentlichen Kaufplänen ablenken sollen. Überall Dinge, die wir kaufen können, kaufen sollen. Mal so eben geplant, gezielt einkaufen ist schwierig. Wieviele Heerscharen von Marketingstrategien, Werbepsychologen haben sich dort wohl ausgetobt? Alles, damit wir möglichst spontan auf die ganzen Kaufreize reagieren, uns ablenken lassen und noch mehr kaufen, konsumieren. Aber dem sind wir ja nun mal nicht hilflos ausgeliefert.

Achtsam Einkaufen – Konzentration auf die eigenen Bedürfnisse

Ich merke, dass es sehr hilfreich für mich ist, mir die oben genannten Verkaufsstrategien klar zu machen. Wenn ich weiß, dass diese merkwürdige und verwirrenden Anordnungen System haben, gehe ich deutlich entspannter damit um. Dann brauche ich mich nämlich erst gar nicht damit aufhalten, mich darüber zu ärgern, sondern mich einfach darauf konzentrieren, in diesem Gewirr trotzdem einfach nur das zu finden, was ich einkaufen will und fertig.
Grundsätzlich habe ich es natürlich immer noch gerne klarer und einfacher. Wenn es irgendwie möglich ist, vermeide ich solche Konsumtempel. Aber wenn ich dort doch mal hin muss, werde ich mir – egal wo – klar machen, dass es einen Grund hat. Vielleicht geht es darum, dass ich als Kunde einfach nur zum Kaufen animiert werden soll. Und es liegt an mir, ob ich mich von meinen ursprünglichen Plänen ablenken lasse oder nicht. Ich werde mich nun nicht mehr an meinem Ärger über diese Art von Shopping-Center aufhalten. Wenn es geht, vermeide ich sie. Wenn nicht, konzentriere mich möglichst nur darauf, dass zu bekommen, was ich ursprünglich haben wollte und all die sonstigen Eindrücke einfach mal an mir vorbei ziehen zu lassen. Letztlich mache ich das ja in der Atem-Meditation genauso: Das eigene Kopfkino entspinnt in einer Meditation immer wieder Ablenkungen mit neuen Geschichten, Gedanken oder es machen sich Gefühle, Stimmungen breit. Ich registriere dies, lasse all dies wieder los und kehre einfach zur Wahrnehmung des Atmens zurück. Und so mache ich das in solchen Geschäften auch: registrieren, loslassen und wieder auf mein ursprüngliches Vorhaben konzentrieren.

Achtsames Reduzieren – Minimalismus befreit innerlich

Dinge mit Erinnerungswert reduzieren

Lange Jahre habe ich aktiv Musik gemacht, viele Jahre aktiv im Chor, auch Gesangs-Solistin, Jazz, Swing, Brazilian Music – Musik finde ich klasse, bis heute. Aber ich mache nur noch wenig aktiv Musik – und wenn, dann eigentlich vorrangig für mich. Ich spiele dann eher Klavier. Dass ich hier meilenweit von irgend so etwas wie Können entfernt bin, stört mich zum Glück wenig.  Ich genieße die Musik – es tut einfach gut.

Mit meiner Schwerhörigkeit ist mir das häufige Singen im Laufe der Zeit einfach zu belastend und anstrengend geworden. Schon während meiner aktiven Zeit war dies belastend und auch anstrengend, es war mir jedoch nicht bewusst. Mir war nicht klar, dass ich einige Töne und Frequenzen nicht oder nur schlecht gehört habe. Dass mir ein HNO-Arzt bereits vor langen Jahren mal gesagt hatte, dass ich einige höhere Töne nicht so gut höre – verdrängt. Ich kannte noch nichts von Achtsamkeit – und bin einfach über meine Anstrengung hinweg gegangen, auch über die Anstrengung, dass ich eigentlich nicht über längere Zeit gut stehen kann.

All dies wurde mir letztlich erst nach und nach durch Achtsamkeit auf meinen Körper klar und dass es mir nicht gut tut, mich mit einem „ich-will-das-aber-trotzdem“ herum zu quälen, sondern einfach mal die vorhandenen Einschränkungen zu sehen, zu akzeptieren und einen behutsameren Umgang damit zu erlernen.

Ungenutzte Dinge belasten

Was für mich immer ein wenig ein Stachel im Fleisch ist bzw. war, sind einige Dinge, die ich noch aus der aktiven Zeit hier habe. Konkret: Gesangsmikrofon, Mikrofon-Ständer, ein Mischpult. Immer mal wieder ging mir durch den Kopf, dass ich diese Dinge seit Jahren nicht benutzt habe und auch absehbar nicht nutzen werde. Auf die Idee, diese loszuwerden, bin ich lange nicht gekommen. Denn: Oh, diese Anschaffungen waren ja teuer, ob ich sie doch noch mal nutze??? Eigentlich war aber klar, dass ich sie nicht mehr benutze. Und so hatte ich immer dann, wenn ich diese Dinge gesehen habe, ein mulmiges Gefühl, manchmal auch Ärger, weil sie nun nur herum lagen: die ungenutzten, ehemals teuren Dinge. Auch dachte ich immer wieder an all die Zeit, Energie und Geld, welches ich in die Musik insgesamt gesteckt hatte und dadurch nun mit eher negativen Gefühlen verbunden waren.

Entscheidung zur Reduzierung:

Vorgestern dann endlich meine Entscheidung: Ich gebe diese Dinge ab: der Mikrofonständer ist bereits verschenkt, mein Mikrofon und Mischpult wird verkauft. Und nun merke ich eine Befreiung in mir:

Endlich mal eine Lebensphase verabschieden und damit verbunden merke ich nun auch, dass mir früher die Achtsamkeit für meine wirklichen Bedürfnisse gefehlt hat: Ich habe nämlich eigentlich lieber im Chor oder Vocalensemble als Solo gesungen. Solo war eine Art Notlösung, da ich eine zeitlang mit meinem Stimmumfang nicht so gut in den typischen Chor-Stimmen klar kam. Genau aus diesem Grund hatte ich auch Gesangsunterricht genommen, mich dann aber eigentlich mehr in das Solo-Sängerinnen-Dasein geflüchtet, als dass ich mich wirklich dafür entschieden hatte. Dies klappte dann auch noch gut. Begabungen ohne Achtsamkeit können halt schnell aufs Glatteis führen. Ich bekam wirklich sehr positive Feedbacks,  kaufte mir die Gesangsanlage – und hatte eins übersehen: Singen mit mehreren Menschen macht einfach mehr Spaß. Ich hatte dies – ohne meine jetzige Achtsamkeitspraxis – einfach verdrängt. Es machte mir nicht einmal viel aus, vor einem Publikum Solo zu singen, hatte nur minimal Lampenfieber. Es bedeutete mir aber auch positiv nicht wirklich etwas. Der Kick, den viele andere haben, hatte ich einfach nicht, bekam ihn auch nie. Die Gesangsanlage habe ich kaum benutzt. Die paar Male hätte ich mir locker auch etwas ausleihen können, der Kauf war rückblickend betrachtet unnötig, ein klassischer Fehlkauf.

Reduzieren von Dingen – Minimalismus befreit innerlich

Jetzt merke ich, dass ich mich befreiter fühle, wo ich mich genau von diesem Fehlkauf verabschiede, verabschiede ich mich auch von den damit verbundenen Gefühlen und Gedanken an „war teuer, deshalb MUSS ich es doch vielleicht noch nutzen – aber es passt ja nicht mehr“. Mit dem Abgeben dieser Dinge, kann ich auch innerlich besser loslassen und mich von diesem Lebensabschnitt besser verabschieden.

Und nun tauchen auch wieder die ganzen positiven Gefühle auf: Es war – trotz allem, was ich in dieser aktiven Musikzeit nicht wahrgenommen habe – eine wunderschöne Zeit. Nun kann ich dies auch wieder sehen und genießen. Darüber freue ich mich wirklich. Musik ist heute nicht mehr so dominant, aber es gibt sie noch, aber weniger und an meine Schwerhörigkeit angepasst. Ich fühle sehr genau hin, was und wieviel mir gut tut, womit ich mich und mein Gehör wirklich erfreue und nicht überfordere.

Die Dinge abzugeben ist befreiend, denn ich lasse jetzt endlich auch die damit verbundenen negativen Stimmungen und Gedanken los. Genau dies ist ein wesentlicher Aspekt an Achtsamkeit und Minimalismus für mich, weil inneres und äußeres Loslassen miteinander verbunden ist.

Was bleibt ist die schöne Erinnerung, meine immer noch vorhandene Liebe zur Musik  – aber jetzt entspannt, angepasst an meine jetzige Lebenssituation, angepasst an meine körperliche Befindlichkeit und orientiert an dem, was mir gut tut.

Minimalismus: Spontankäufe vermeiden – Hilfe durch Achtsamkeit

Vermutlich haben es die meisten von uns schon erlebt: Irgendein Einkaufskoller und schwupps, dieses oder jenes Ding spontan gekauft, um sich später dann zu fragen: Was will ich damit eigentlich???? Und wie verhindere ich sowas künftig?

Dem Einkaufskoller nicht erliegen – praktische Tipps 

Es gibt eine ganze Reihe wertvoller praktischer Tipps, um nicht solchen Spontankäufen zu erliegen. So stösst man in Minimalismus-Kreisen auf die Anregung, sich Kaufwünsche nicht sofort zu erfüllen, sondern diese auf eine 30-Tage-Liste zu setzen oder die 10-Minuten-Regel zu nutzen (z.B.: erst nochmal aus dem Geschäft rausgehen oder mit dem gewünschten Teil erstmal noch ein wenig durch den Laden laufen, bevor ich zur Kasse gehe). Auch die EC- und Kreditkarte zu Hause zu lassen und nur begrenzt eine kleinere Menge Bargeld mitzunehmen, ist ein wertvolle Hilfe. Allein durch solche Tipps habe ich mir schon so manchen unsinnigen Einkauf erspart.

Bei diesen Anregungen geht es darum, nicht spontan einzukaufen, sondern einen zeitlichen Abstand zu schaffen zwischen „will ich haben“ und „kaufe ich“ Insbesondere, wer einen Hang zu Spontankäufen hat und immer mal wieder dem „Einkaufskoller“ erliegt, ist mit solchen Tipps ein gutes Stück gegen Spontankäufe und Einkaufskoller gewappnet.

Achtsamkeit – sich den eigenen inneren Raum erschließen

Genau der oben beschriebene entstehende zeitliche Abstand kann auch dazu genutzt werden, sich den eigenen inneren Raum zu erschließen und sich näher mit den eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Sehnsüchten auseinander zu setzen. Ich kann also z.B. nicht einfach „nur“ abwarten, ob sich der Kaufwunsch vielleicht nach einer gewissen Zeit von alleine erledigt hat, sondern die Gelegenheit zu nutzen, einmal sehr genau hinzuschauen und hinzufühlen:

 

  • Was spielt sich da eigentlich in dem Moment in mir ab, wenn gerade mal wieder so ein Kaufwunsch in mir auftaucht (sei dies nun ein gebrauchtes oder neues Teil…)?
  • Welche körperlichen, emotionalen Reaktionen spüre ich in mir?
  • Was geht mir an Gedanken durch den Kopf?
  • Welche Verbesserungen erhoffe ich mir von diesem Gegenstand?
  • Gibt es vielleicht noch ein ganz anderes Bedürfnis, welches ich jetzt habe?
    Wenn ja, welches?
  • Und erfüllt dieses Ding mein Bedürfnis wirklich?

 

Bei mir selbst habe ich beispielsweise auf diese Weise entdeckt, dass es manchmal einfach Gewohnheiten waren, die sich verselbständigt hatten (z.B. im Sommer an einer Eisdiele vorbei kommen – klingeling: „Ich will ein Eis…“). Gewohnheiten lassen sich ja dann auch mal ändern … Oft war es auch der Versuch, meinen erlebten Stress auszugleichen – dazu gab es bei genauerer Betrachtung auch bessere Alternativen, als durch volle Kaufhäuser zu laufen. Immer wieder hatte ich aber auch das Problem, dass ich mich schwer damit tat, gleich ein hochwertigeres und besseres Gerät zu kaufen, mit dem ich dann auch wirklich zufrieden bin. Statt dessen besorgte ich mir etwas Preiswerteres, was dann doch nicht ausreichte und binnen kurzer Zeit musste wieder was Neues her. Das war Minimalismus an der völlig falschen Ecke – mehr Dinge, statt weniger und unter’m Strich hatte ich auch nichts gespart. Durch die zunehmende Übung von Achtsamkeit im Alltag, wurden mir meine Reaktionen deutlicher bewusst und ich hatte dann auch die Chance, sie wirklich zu verändern.

Achtsam in den Blick zu nehmen, was bei Kaufwünschen in mir geschieht kann zu innerer Freiheit und großer Erleichterung führen, anstatt sich Wünsche „nur“ zu versagen. Linda Lehrhaupt hat dies in den nachfolgenden Zeilen noch einmal sehr schön formuliert:

 

„Linda Lehrhaupt. – Dem Begehren neue Räume öffnen

In der Achtsamkeitspraxis geht es nicht darum, unsere Wünsche und Sehnsüchte „wegzumeditieren“. … Es geht vielmehr darum, unsere Wünsche und Sehnsüchte, unser Verlangen und Begehren als Teil unserer Menschlichkeit anzunehmen und zugleich zu erkennen, in welchem Ausmaß wir von ihnen dominiert werden. Die Zen-Lehrerin Geri Larkin machte dies einmal in ihrer einfühlsamen und sehr praktischen Art und Weise deutlich: „Ich selbst habe mich immer sehr erleichtert gefühlt, sobald ich mir eingestehen konnte, dass ich etwas unbedingt haben wollte. Denn dann konnte ich damit aufhören, so zu tun, als ob ich es nicht haben wollte. Und dann stellte sich das, was mir so begehrenswert erschienen war, als eine reine Wunschvorstellung dar. Wenn wir unsere Wünsche einfach als das sehen, was sie sind – Wünsche – dann verlieren sie ihre Macht über uns.“

Raum schaffen
Wir brauchen also nicht gegen unsere Begehren anzukämpfen. Alles, wogegen wir ankämpfen wird dadurch sowieso nur noch stärker. Ebenso wenig brauchen wir diese Gefühle zu verdrängen, denn das Verdrängte findet immer Schleichwege, um in verzerrter Form in unser Leben zurückzukehren.
Anstatt uns also von unseren Sehnsüchten und unseren Begehren abzuwenden, versuchen wir, diesen mit aller Offenheit zu begegnen. Dies hat mit Nachgiebigkeit übrigens nichts zu tun. Es beinhaltet vielmehr die Verpflichtung, so genau und sorgfältig wie möglich die Auswirkungen zu erforschen, die dieses Begehren in uns auslöst. Hierfür loten wir den Unterschied aus zwischen dem ursprünglichen Wunsch und dem daraus entstehenden Drang, diesen zu erfüllen. Wir schaffen einen Raum zwischen Spüren und Handeln, denn dann müssen wir nicht mehr sofort reagieren und dem ersten Impuls nachgehen. Wir bleiben erst einmal bei dem, was ist und was wir spüren. Dadurch erhalten wir neue Perspektiven und können uns bewusst zwischen verschiedenen Handlungsoptionen entscheiden.“
[Quelle: Linda Lehrhaupt, die Wellen des Lebens reiten. Mit Achtsamkeit zur inneren Balance, Kösel-Verlag, E-Book, Kapitel „Dem Begehren neue Räume öffnen“]

 

Wenn Kaufen zu Zwang oder Sucht wird

Manchmal reichen solche beschriebenen Tipps und Anregungen nicht aus. Wer ernsthafte Probleme hat und immer wieder mehr kauft, als er bzw. sie braucht und dann irgendwann auch nicht mehr zahlen kann, sollte sich nicht scheuen, fachliche Hilfe zu suchen. Nimmt das Kaufen Dimensionen von Zwang und Sucht an, stecken in in der Regel ganz andere Bedürfnisse und Notwendigkeiten dahinter, die sich mit Einkaufen und einer endlosen Menge an verfügbarem Geld nicht erfüllen lassen.

Lesetipp:

 

 

Alltagsachtsamkeit – von Bahnhöfen, Coffee-to-go und innerer Freiheit

Werbung und Konsum – scheinbar überall

Angebote zu Konsumieren begegnen uns täglich. Verlasse ich beispielsweise das Haus um zur Arbeit zu gehen, komme ich an einer Bushaltestelle vorbei. Dort finde ich spätenstens am Bushäuschen irgendeine Werbung. Laufe ich dann weiter zu dem kleinen Bahnhof (ist eher eine Zughaltestelle als ein Bahnhof), finde ich dort dann interessanterweise bis auf Hinweise der Dt. Bahn und des hiesigen Verkehrsunternehmens keine weitere Werbung. Also Fahrt zum Dortmunder Hauptbahnhof und dann manchmal sogar im Zug: Werbung – für irgendwas, für irgendwen. Ich komme am Hauptbahnhof dann an einem der hinteren Gleise an und muss dann zunächst durch die Unterführung laufen. Auf dem Weg zur U-Bahn-Haltestelle begegenen mir: mehrere Kioske mit Kaffee (Coffee-to-go), dann ein größerer Kaffestand mit diversen Snacks, Kaltgetränken und Süßwaren, ein Fish-Fastfood mit Kaffee, ein Waffelstand mit Kaffee, 2 Bäckereien mit Kaffee, 1 Drogeriemarkt (dort könnte ich Kaffeepulver kaufen), 2 Buchhandlungen – ausnahmsweise mal ohne Kaffee, dafür Süßwaren. Würde ich aus dem Bahnhof hinaus gehen, wären rechts 2 Fastfood-Anbieter (die natürlich ebf. Kaffee haben), links nochmal Fastfood (klar hat der auch noch mal Kaffee), dann nochmal eine Art kleines Cafe oder Restaurant (… und was gibts da? ….) Es folgt eine Supermarktkette, die dort ein speziell auf die Bedürfnisse von Reisenden ausgerichtetes Angebot hat (und natürlich auch wieder Kaffee bzw. Coffee-to-go und Süßwaren an der Kasse).

Konsumieren als automatische Reaktion auf unangenehmes Erleben

Ob ich es will oder nicht, begegnen mir also eine Vielzahl von sinnlichen Eindrücken und endlos scheinende Ess- und Trinkangebote.  Über viele Jahre hinweg, hatte ich am Hauptbahnhof dann auch noch eine längere Wartezeit von ca. 20 Minuten. 20 Minuten, in denen es wegen der Ungemütlichkeit noch am angenehmsten erschien, zu Konsumieren – in diesem Fall der Konsum von Getränken oder Essen. Lange habe ich dies nicht einmal wirklich bewusst wahrgenommen und mich in der Anfangszeit einfach nur auf einen zusätzlichen morgendlichen Kaffee gefreut. Ich hatte allerdings Zuhause gerade erst gefrühstückt und eigentlich brauchte ich wirklich nicht noch einen Kaffee am Bahnhof.

Was tun?

Natürlich hätte ich mich in einer solchen Situation entscheiden können: Ok, ich mache eine Minimalismus-Challenge – ich kaufe 30 Tage keinen Coffee-to-go. Damit hätte ich mein automatisiertes Konsumverhalten verändert, was wirklich auch ein erster wichtiger Schritt ist. Aber ich kenne mich: Ich wäre danach recht schnell wieder in die alten Verhaltensmuster zurück gefallen oder erst gar nicht bis zu Tag 30 gekommen. Denn die äußere, sehr unangenehm empfundene Situation war ja immer noch die gleiche. Der zugige Bahnhof noch genauso ungemütlich, die Sitzgelegenheiten fehlten immer noch, die vielen Kaufanreize waren auch noch da.
Was mache ich denn damit? Und noch wichtiger: Was macht das mit mir? Wie reagiere ich darauf? 

Alltagsachtsamkeit: Was passiert da eigentlich gerade genau?

Achtsamkeit im Alltag kann genau hier ansetzen. Beispielsweise erstmal achtsam wahrnehmen, was mir auf meinem Weg begegnet und wie ich darauf reagiere – möglichst vorurteilsfrei, ohne Wertungen, ohne gleich zu planen, was ich verändern will. Wirklich einfach erstmal nur wahrnehmen: Was sehe, höre, rieche ich? Wie fühlt sich mein Körper an? Gibt es emotionale Reaktionen? Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf?

Bei dieser Form der Alltagsachtsamkeit habe ich z.B. festgestellt, dass mein morgendlicher Coffee-to-go,  eine Ablenkungsreaktion ist. Ablenkung von der Wartezeit, der ungemütlichen Atmosphäre, der Kälte im Winter, dem Bahnhofslärm, dem Menschentrubel, den vielen, mich überflutenden Geräuschen. Und es ist durchaus spannend, so etwas dann noch mal über einen längeren Zeitraum zu beobachten.

Coffee-to-go – Achtsamkeit

Also habe ich mal über einige Zeit einige Coffee-to-go-Achtsamkeit ausprobiert. Zunächst habe ich den Kaffee bewusst weglassen: Wie reagiere ich? Wie fühle ich mich? Wie verbringe ich die kaffeelose Zeit?

Dann habe ich mir den Kaffee bewusst gegönnt: Wie geht es mir dann? Spüre ich Vorfreude? Wie ist der Geruch? Wie empfinde ich die Wärme? Wie ist der Geschmack? Hält der Kaffeekonsum, was er verspricht? Fühle ich mich danach besser?

Mir ist durch diese morgendliche Kaffee-Achtsamkeit aufgefallen, dass ich durchaus immer etwas unterschiedlich reagiere und empfinde: Manchmal ein Genuß, manchmal aber auch nicht. Denn Kaffee aus Pappbechern schmeckt z.B. nicht wirklich gut, Gedanken zu dem entstehenden Müll gingen mir plötzlich regelmäßig durch den Kopf. Die Vorfreude war oft größer, als der reale Genuß und der Bahnhof war ja immer noch der gleiche. Manchmal war es aber trotzdem erholsam, ein gerade hergestelltes, heißes Getränk in den Händen zu haben. Ich bemerkte auch, dass es schön ist, wenn ich mir etwas Gutes tue – insbesondere, wenn ich mir ganz bewusst etwas Gutes tue.

Dadurch kam mir dann aber auch gleich der Gedanke , wie ich mir denn wohl noch etwas Gutes tun kann. Geht das nur mit dem gekauften Coffee-to-go? Gibts Alternativen dazu? Wie sehen die aus?

Alltags-Achtsamkeit:  Was tut mir gut?

Mal wahrnehmen, was mir in einer eher ungemütlichen und unangenehmen Umgebung gut tut – das war mein Vorhaben: Ich bin also wieder morgendlich losgegangen und habe den Weg zur Haltestelle für eine wohltuende Geh-Meditation genutzt. Dadurch änderte sich meine Wahrnehmung. Diesmal registrierte ich interessanterweise nicht als erstes das Bushäuschen mit der Werbung, sondern das aktuelle Wetter: Der Wind, der meine Haut angenehm berührt,  der Regen, der nicht nur vorrangig nass ist, sondern dessen Prasseln zu einer Musik werden kann. Dann fiel mir auf, dass der Blick an der Zughaltestelle sehr schön ist, wenn ich nur mal genau hinschaue: ein Feld, Wiesen, Wälder, Kleingartenanlage. Manchmal konnte man die im Osten aufgehende Sonne beobachten und zuschauen, wie sich die Sonnenstrahlen langsam ihren Weg zwischen den Bäumen bahnten und die Landschaft in ein wunderschönes Licht tauchten. Auch die erste 15-minütige Zugfahrt zum Hauptbahnhof war in der Regel angenehm. Eine angenehme, kleine und saubere Privatbahn mit freundlichem Personal (sowas gibt’s, leider fährt die Privatbahn diese Strecke nicht mehr). Die Mitreisenden dösten, lasen, schauten aus dem Fenster oder ins Smartphone – und meistens war es ruhig, angenehm ruhig. Als mir bewusst wurde, dass ich dies sehr angenehm empfand, habe ich solche Situationen ganz bewusst wahrgenommen und bemerkt, wie ich mir damit etwas Gutes tue.  Ich schaute jetzt bewusst aus  dem Zugfenster und beobachtete, wie die Landschaft an mir vorbei zog oder ich nutzte die Fahrt für eine kleine Atem-Meditation oder ich spürte bewusst das Ruckeln des Zuges, achtete auf die Geräusche beim An- und Abfahren.

Alles gleich und trotzdem ganz anders

Als ich am Hauptbahnhof ankam, war der Lärm, die vielen Menschen, die ständigen Kauf-, Essens- und Trinkangebote  natürlich immer noch da. Aber ich bemerkte jetzt auch, dass es diese unangenehme Atmosphäre war, die mich üblicherweise zum Kaffeekonsum brachte. Das bot mir die Chance, das im Alltag anzuwenden, was ich in den formalen Meditationen immer wieder übte: wahrnehmen und loslassen. All das, was ich sah, hörte, roch, war noch genauso da, aber zum Objekt meiner Achtsamkeit geworden und dadurch reagierte ich nicht einfach automatisch. Außerdem hatte ich jetzt auch noch etwas anderes zu tun, als ganz automatisch zu konsumieren und mich über die unangenehme Atmosphäre zu ärgern, nämlich wahrnehmen: Der Lärm war nicht einfach nur Lärm, sondern ich nahm wahr, wie sich der Lärmpegel veränderte, ich nahme wahr, wie ich darauf reagierte. Manchmal spürte ich den Ärger in mir hoch kriechen, manchmal zog ich meine Schultern hoch. Aber nun war ich war weniger in meiner Reaktion auf diese Umgebung verfangen und war dadurch auch besser in der Lage, mal zu schauen, was ich tun konnte, damit ich mich besser fühle – tief durchatmen beispielsweise, die Schultern entspannen, usw.

Fast waren die Bahnhofseindrücke dann so, wie die vorbei ziehende Landschaft während der Zugfahrt – ein Momenteindruck, etwas was da ist, aber auch wieder verschwindet  – ich wartete ja nicht ewig, sondern zeitbegrenzt auf den Anschlusszug. Auf diese Weise  entdeckte ich dann selbst in dieser unangenehmen Bahnhofsatmosphäre etwas, was mir gefiel:
Draußen auf dem Bahnhofsvorplatz konnte man wunderbar die am sog. „Dortmunder U“  laufenden Video-Installationen sehen. Zur Erläuterung für Nicht-Dortmunder: Das Dortmunder-U ist ein großes Gebäude, die ehemalige Union-Brauerei, die heute als kulturelles Zentrum genutzt wird. Dort zu sehen, ist u.a. die Video-Kunst, die sog. „Fliegenden Bilder“ des Filmemachers Adolf Winkelmann – gut sichtbar an den oberen Fenstern und auch von weitem zu sehen.  Wie sinnvoll, nicht sinnvoll, haarsträubend teuer oder auch nicht dieses Dortmunder-U als Ganzes auch ist – es war und ist sehr wohltuend am trüben Morgen, diese bunten Bilder zu sehen – ganz ohne Werbung, einfach nur Landschaften und Szenen aus dem Ruhrgebiet. Morgendlicher Kunstgenuß statt Kaffeekonsum, einfach wunderbar.

Der Taxistand, der Parkplatz, die umher schwirrenden Menschen, Autolärm, Lautsprecherdurchsagen der Bahn, verspätete Züge, zugige Hallen, fehlende Sitzgelegenheiten – all das war noch genauso da wie zuvor. Achtsamkeit ist ja keine Zauberei und es geht ja auch nicht darum, alles Negative wegzuschieben, zu verdrängen oder so zu tun, als mache mir jetzt plötzlich nichts mehr aus. All das war immer noch unangenehm, aber durch die vorausgegangenen Alltags-Achtsamkeitsübungen konnte ich meine Reaktion auf dieses Umfeld wieder loslassen. Das ging dann auch ganz gut ohne Kaffee, Süßigkeiten und all die anderen Dingen, die dort kaufbar waren.

Freiheit gewinnen

Ich bin durch Achtsamkeit freier geworden, selbst zu gestalten, bewusst zu entscheiden – auch darüber, ob ich Konsumieren möchte oder nicht. Kaffeekonsum unterwegs habe ich beispielsweise kaum noch. Wenn ich mir heute mal einen Kaffee zwischendurch gönne, dann ist das ist das eine bewusste Entscheidung und ein bewusstes Wahrnehmen, was gerade passiert. Ich achte darauf, dann wirklich zu genießen – wann immer möglich in einer vernünftigen Porzellantasse, sitzend und – mein Vorteil als Schwerhörige – mit ausgeschalteten Hörgeräten (suuuper!).  Kleine Anregung: Wen der Lärm ebenfalls stört: einfach mal Ohrstöpsel (Ohropax und Co.) ausprobieren. Es ist dann gar nicht nötig, sich ständig über Kopfhörer mit Musik zu bedudeln  – es sei denn, mal als kleine Achtsamkeitsübung im Alltag: Wann schalte ich die Musik ein? Wie geht es mir damit? Was passiert wenn ich sie aus lasse und wie geht es mir damit? …. 😉

„Fliegende Bilder“ am Dortmunder-U

Wer wissen möchte, was es mit der Videoinstallation am Dortmunder-U auf sich hat:
http://www.dortmunder-u.de/partner/fliegende-bilder
http://www.fliegende-bilder.de